Blue Stars/FIFA Youth Cup 2019

30 - 31 Mai

Blue Stars/FIFA Youth Cup 2015

Frühere Turniere

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Seit 1939 trägt der Zürcher Traditionsklub FC Blue Stars das prestigeträchtige Juniorenturnier aus. Unter dem Namen "Blue Stars Turnier" wurde das Kräftemessen der talentierten Nachwuchsfussballer von Jahrzehnt zu Jahrzehnt immer populärer und berühmter. 1991 übernahm die FIFA das Patronat, ehe vier Jahre später die Namensänderung zum heutigen "Blue Stars/FIFA Youth Cup" erfolgte. Längst nehmen Renommierklubs aus nahezu allen Ecken der Welt an dieser Veranstaltung teil.

Nachdem die ersten acht Turniere zwischen 1939 und 1946 allesamt von Schweizer Klubs gewonnen werden konnten, folgten in den darauffolgenden vier Jahren drei Triumphe Wiener Vereine. Fortan wurde die Veranstaltung deutlich internationaler. So konnten sich bis zum Beginn der 80er Jahre auch Teams vom AC Strasbourg, dem AC Mailand, dem TSV 1860 München, Borussia Dortmund und Atalanta Bergamo den ersten Platz sichern.

Zwischen 1980 und 1999 hießen die Gewinner dann auch AS Rom, Inter Mailand, Cremonese, Celtic Glasgow, FK Sarajevo, Real Madrid, FC Barcelona, Spartak Moskau und Benfica Lissabon. Zwischenzeitlich war es aber auch Lokalmatadoren wie dem Grasshopper-Club aus Zürich oder Teams aus der Nähe wie dem BSC Young Boys, Lausanne Sports und dem FC Basel gelungen, die Trophäe in die Höhe zu stemmen. 

Ganz besonders erfolgreich waren die englischen Klubs. 16 Mal behielt Manchester United bis 1999 die Oberhand, und auch Birmingham City, der FC Arsenal, der FC Chelsea und Nottingham Forest wurden bereits als Turniersieger bejubelt. Seit der 1999 vorgenommenen Namensänderung in "Blue Stars/FIFA Youth Cup" nahmen dann sogar mehrfach namhafte Klubs aus Südamerika den Pokal mit nach Hause.

1999: São Paulo begeistertTrotz heftiger Regenfälle kristallisierten sich der FC São Paulo und der FC Zürich als die beiden stärksten Teams dank filigraner Ballkunst und kämpferisch herausragendem Einsatz heraus. Im Finale vor 11.000 Zuschauern im Letzigrund sicherte sich der Erfolgsklub aus Brasilien erst im Elfmeterschießen den Turniersieg gegen die Schweizer und ging damit als erster nicht-europäischer Gewinner in die Blue-Stars-Geschichte ein. Im Teilnehmerfeld stand mit Abuja Unity Boys FC auch ein Teilnehmer aus Nigeria.

2000: Erfolgreiche TitelverteidigungAbermals hieß der Turniersieger FC São Paulo, und abermals konnten die jungen Brasilianer das Endspiel im Elfmeterschießen für sich entscheiden. Diesmal war es der spanische Renommierklub FC Valencia, der sich mit Platz zwei zufrieden geben musste. Auf den Rängen drei bis sechs folgten Benfica Lissabon, Bayern München sowie die beiden Zürcher Vereine Grasshopper-Club und FC.

2001: Brasilien zum DrittenBei strahlendem Wetter und vor imposanter Zuschauerkulisse marschierte der brasilianische Vertreter Grêmio Porto Alegre souverän und völlig verdient zum Turniersieg. Im Endspiel konnte man mit 3:0 gegen den Grasshopper-Club die Oberhand behalten, was zugleich den höchsten Finalsieg seit 1986, als Celtic Glasgow gegen Aston Villa mit 4:0 gewann, bedeutete.

2002: Triumph für die Boca JuniorsDie 64. Turnierauflage stand ganz im Zeichen des FIFA Weltpokals 2002™ in Korea und Japan. Das Organisationskomitee lud Teams aus allen Weltmeister-Nationen sowie aus den beiden WM-Gastgeberländern nach Zürich ein. Mit einer volksfestartigen und faszinierenden Kulisse im Rücken gelang dem argentinischen Topklub Boca Juniors dank eines sehenswerten Freistoßtreffers der Endspielsieg gegen Grêmio Porto Alegre. Auf Platz drei landete Lazio Rom vor Le Havre. Die Teams Japan Selection (6.), Uruguay Selection (9.) und Korea Selection (10.) landeten noch vor Manchester United (11.).

2003: Comeback der EuropäerEin Jahr später hatten die Boca Juniors zwar erneut viele Sympathien auf sich vereint, kamen jedoch nicht über Platz fünf hinaus. Stattdessen sollte die Südamerika-Ära ein Ende haben, denn der AS Rom hatte das Siegerlächeln auf seiner Seite. In einem hochklassigen Finale, in dem alle drei Treffer per Kopf erzielt wurden, gewannen die jungen Römer mit 2:1 gegen Celta de Vigo aus Spanien.

2004: Jubiläumssieg von "ManUnited"Ausgerechnet 50 Jahre nach seinem ersten Besuch bei den Blue Stars konnte Manchester United seine Durststrecke beenden und nach über 20 Jahren wieder einmal das Turnier gewinnen. Im Endspiel gegen den FC Zürich konnten die jungen Engländer einen 0:1-Rückstand kurz vor dem Schlusspfiff noch ausgleichen, um dann das Elfmeterschießen für sich zu entscheiden.

2005: "Red Devils" siegen erneutIm darauffolgenden Jahr ließ sich Manchester United den Triumph erneut nicht nehmen. Im Finale machte man den 18. Turniersieg gegen den schwedischen Vertreter AIK Stockholm perfekt - vermutlich ein Rekord für die Ewigkeit. Mit Maccabi Haifa aus Israel und dem FK Flamurtari aus der damaligen UNO-Sonderverwaltungszone Kosovo (seit 2008 Republik Kosovo) nahmen zwei Teams zum ersten Mal am Blue Stars/FIFA Youth Cup teil.

2006: Schweizer DreifachsiegAufgrund des Neubaus des Letzigrund-Stadions wurde das Turnier 2006 im Hardturm-Stadion ausgetragen. Erstmals seit 1972 kam es zu einem Finalduell zweier Klubs aus der Schweiz. Auf eigenem Platz konnte der Grasshopper-Club Zürich gegen die Berner Young Boys mit 1:0 gewinnen. Für die eigentliche Überraschung sorgten aber die Junioren des Veranstalters FC Blue Stars Zürich, die Dritter wurden und damit ihr bestes Abschneiden seit 1967 feierten.

2007: Pokal geht nach BelgradErstmals auf der Sportanlage Buchlern ausgetragen, wurde das Turnier einmal mehr zum großen Erfolg. In der packenden Runde der letzten Vier setzten sich Partizan Belgrad gegen den Hamburger SV und der FC Zürich gegen seinen Stadtrivalen Grasshopper-Club durch, ehe Partizan das Endspiel im Elfmeterschießen gegen den FCZ für sich entscheiden konnte.

2008: FCZ setzt sich durchEin Jahr später machte es der FC Zürich besser. In einem abermals hochklassigen Teilnehmerfeld, das erstmals mit zwei weiteren ausländischen Klubs auf zehn Teams aufgestockt wurde, setzte sich der Lokalmatador im Endspiel gegen den FC Basel durch. Auf Platz drei folgte Manchester United vor dem Hamburger SV, dem FC Villarreal, CR Flamengo, AEK Athen, Partizan Belgrad, dem FC Blue Stars und dem Grasshopper-Club.

2009: Schürpf führt Basel zum TriumphAuch bei dieser Auflage blieb der Pokal in der Schweiz. Angeführt von einem überragenden Pascal Schürpf, der zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde, gewann der FC Basel im Endspiel gegen Grasshopper-Club. Die *Königlichen *von Real Madrid wurden Sechster, während mit Beijing Guoan FC ein Klub aus der VR China auf Rang acht kam.

2010: Boca Juniors melden sich zurückErstmals seit 2004 wieder dabei, feierten Boca Juniors prompt wieder den Turniersieg. Bedanken durfte sich der argentinische Spitzenklub, der im Endspiel gegen den FC Zürich gewann, auch bei Ramiro Fernando Martinez, der zum besten Torhüter des Turniers gewählt wurde. Als Fairplaysieger wurden die Kaizer Chiefs ausgezeichnet, die den langen Weg aus Südafrika auf sich nahmen, um in Zürich dabei zu sein.

2011: Porto siegt nach Elfmeter-KrimiDiese Turnierauflage stand ganz im Zeichen der Portugiesen. Der FC Porto konnte sich dank eines Endspielsieges nach Elfmeterschießen gegen den FC Zürich die Krone aufsetzen und hatte zudem Christian Twasam in seinen Reihen, dem drei Turniertreffer gelangen und der verdientermaßen mit dem Goldenen Ball von adidas als bester Spieler der beiden Veranstaltungstage ausgezeichnet wurde. Bester Torhüter wurde Kristian Tijan Kalina von Dinamo Zagreb, die Fairplay-Auszeichnung erhielt Maccabi Haifa.

2012: FCZ siegt abermals
Der Grasshopper-Club gewann 2006 das rein schweizerische Finale, aber dieses mal musste er sich dem FC Zürich geschlagen geben. Sehr gut organisiert und stark am Ball präsentierte sich der FCZ schon früh als Favorit auf den Turniersieg. Dank der Tore von Fabio Schmid und Imren in der zweiten Halbzeit des Endspiels hieß es am Ende 2:0. Zenit St. Petersburg wurde Dritter, während TP Mazembe nach tollen Vorstellungen den vierten Platz erreichte.

2013: FCZ schafft die Titelverteidigung
Vor einer neuen Rekordkulisse von mehr als 14.300 Zuschauern, die an den zwei Tagen des 75. Blue Stars/FIFA Youth Cup den Weg auf die Sportanlage Buchlern in Zürich fanden, gelang dem FC Zürich die Titelverteidigung. In einem einseitigen Endspiel setzten sich die Lokalmatadoren ohne Probleme gegen den brasilianischen Vertreter Botafogo FR mit 5:0 durch. Der FC Basel behielt im kleinen Finale die Oberhand und sicherte sich dank eines verdienten 2:0-Erfolges gegen ManUnited den dritten Platz.

2014: Brasilianischer Jubel in Zürich

Zwei Wochen vor Beginn der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ war es der brasilianische Vertreter Atlético Paranaense, der den Titelgewinn bei dem prestige- und geschichtsträchtigen Juniorenturnier bejubeln durfte. Das Team aus dem WM-Spielort Curitiba setzte sich in einem bis zur letzten Sekunde spannenden Finale mit 1:0 gegen Benfica Lissabon. Die Brasilianer blieben im gesamten Turnierverlauf ungeschlagen (3 Siege, zwei Unentschieden), die auch die Trophäen für den besten Torhüter (Gustavo) sowie den besten Spieler (Macanhan) einheimsten. Auf den Plätzen drei und vier landeten die Züricher Klubs Grashopper und FC.

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