FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™

14 Juni - 15 Juli

FIFA Fussball-WM 2018™

Zahlen und Fakten zu Deutschlands WM-Titel 2014

© Getty Images

Bei der Landung in Salvador eroberte die deutsche Mannschaft sogleich die Herzen von 40 Millionen brasilianischen Fans, denn das Ausweichtrikot der DFB-Auswahl entsprach dem von Flamengo aus Rio de Janeiro, dem beliebtesten Klubs des Landes. Mit dem Kantersieg im Halbfinale von Belo Horizonte allerdings sorgten die Deutschen dann für Entsetzen bei mehr als 200 Millionen Brasilianern.

Im Finale schließlich setzten sich die Deutschen, nun wieder mit den Brasilianern im Rücken, gegen Argentinien durch und gewannen die 20. Auflage der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™. FIFA.com präsentiert die fesselnden Zahlen hinter diesem Triumph.

244 Pässe spielte Deutschlands Torhüter Manuel Neuer während der FIFA Fussball-WM Brasilien 2014™ und damit tatsächlich mehr als die Feldspieler Lionel Messi (242), Wesley Sneijder (242), Thomas Müller (221), Arjen Robben (201) und Paul Pogba (197).

84 Kilometer legte Thomas Müller 2014 in Brasilien zurück. Mit dieser Distanz, die zwei Marathonläufen entspricht, war er der laufstärkste Spieler des Turniers. Bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ war Xavi mit 80 Kilometern der laufstärkste Spieler gewesen.

76 Jahre waren vergangen, seit eine Mannschaft ein K.o.-Spiel bei einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ mit sechs Toren Vorsprung gewonnen hatte, bevor sich Deutschland in Belo Horizonte mit 7:1 gegen Gastgeber Brasilien durchsetzte. 1938 in Frankreich feierte Ungarn einen 6:0-Erstrundensieg und Schweden einen 8:0-Erfolg im Viertelfinale, allerdings waren die Gegner dabei krassen Außenseiter Niederländisch-Ostindien beziehungsweise Kuba. Brasilien hatte erst ein einziges Mal zuvor eine Partie mit sechs Toren Rückstand verloren, nämlich 1920 gegen Uruguay (0:6).

32 Jahre nachdem letztmals ein in Spanien aktiver Spieler für einen deutschen WM-Kader nominiert wurde, nahm Bundestrainer Löw Sami Khedira mit zur WM. Wie schon Günter Netzer (1974) und Uli Stielike (1982) spielte auch Khedira für Real Madrid. Im Gegensatz dazu haben nicht weniger als 21 in Italien aktive Spieler es in deutsche WM-Kader geschafft.

22 Jahre und 40 Tage war Mario Götze beim WM-Finale alt und damit der jüngste Torschütze in einem WM-Endspiel seit seinem deutschen Landsmann Wolfgang Weber (22 Jahre und 33 Tage) im Finale von 1966. Die einzigen noch jüngeren WM-Endspieltorschützen waren der Brasilianer Pelé (1958, 17 Jahre und 249 Tage), der Argentinier Carlos Peucelle (1930, 21 Jahre und 320 Tage) sowie der Uruguayer Pablo Dorado (1930, 22 Jahre und 38 Tage).

17 gewonnene WM-Endrundenspiele – diese Marke erreichte Miroslav Klose im Finale von Brasilien 2014 und brach damit den vorherigen Rekord des Brasilianers Cafu. Sechs der ersten zehn Positionen in dieser Wertung werden von deutschen Spielern gehalten: Philipp Lahm, Lothar Matthäus, Wolfgang Overath, Ronaldo, Bastian Schweinsteiger haben jeweils 15 WM-Endrundensiege gefeiert, Lucio, Paolo Maldini und Per Mertesacker brachten es auf jeweils 14 Siege bei WM-Endrunden.

9 Spieler haben im gleichen Jahr sowohl den Europapokal/die UEFA Champions League als auch die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ gewonnen. 2014 trat Sami Khedira in die Fußstapfen von Sepp Maier, Hans-Georg Schwarzenbeck, Franz Beckenbauer, Paul Breitner, Uli Hoeneß und Gerd Müller (alle 1974) sowie Christian Karembeu (1998) und Roberto Carlos (2002).

7 Meter und 68 Zentimeter betrug die summierte Körpergröße der Spieler in der Viererkette, mit der Deutschland in die Gruppenspiele ging. Mit 1,92 Meter lag die durchschnittliche Körpergröße der deutschen Abwehrspieler so hoch, wie nie zuvor in der Geschichte des Turniers. Die Viererkette bestand aus Per Mertesacker (1,98 Meter), Jerome Boateng (1,92), Mats Hummels (1,91) und Benedikt Höwedes (1,87). Mertesacker und Hummels waren zusammen volle 43 Zentimeter größer als die beiden Innenverteidiger, mit denen Argentinien 1978 Weltmeister wurde, nämlich Daniel Passarella (1,73 Meter) und Luis Galvan (1,74).

5 Tore bei mehreren WM-Endrunden hat Thomas Müller als erst dritter Spieler der WM-Geschichte erzielt. Zuvor hatten Teofilo Cubillas (1970 und 1978) und Miroslav Klose (2002 und 2006) bei jeweils zwei WM-Endrunden fünf Mal getroffen.

5 WM-Titelträger in Folge hatten im Finale entweder blaue Trikots oder blaue Shorts getragen, bis die Schützlinge von Jogi Löw diesen Trend beendeten.

4 Tore (oder mehr) im WM-Auftaktspiel hat Deutschland als erstes Team bei vier WM-Turnieren in Folge erzielt. Die Mannschaft startete 2002 mit einem 8:0 gegen Saudiarabien, 2006 mit einem 4:2 gegen Costa Rica, 2010 mit einem 4:0 gegen Australien und 2014 mit einem 4:0 gegen Portugal in die jeweilige WM. Die Portugiesen hatten in den vorherigen 52 Spielen bei großen Turnieren nie mehr als drei Gegentore kassiert. Seit dem 1:1-Remis gegen Uruguay bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Mexiko 1986™ haben die Deutschen sechs Mal in Folge ihr erstes WM-Spiel gewonnen und dabei 27 Tore bei nur drei Gegentreffern erzielt.

4 WM-Endspiele hat Deutschland bisher gewonnen, und zwar alle mit nur einem Tor Vorsprung. 1954 gab es ein 3:2 gegen Ungarn, 1974 ein 2:1 gegen die Niederlande und 1990 und 2014 jeweils ein 1:0 gegen Argentinien.

4 Torvorlagen spielte Toni Kroos 2014 in Brasilien und teilte sich diesen Turnierrekord mit dem Kolumbianer Juan Cuadrado. Seit Thomas Hässler, der 1994 in den USA sogar fünf Tore vorbereitete, hatte kein Spieler mehr Vorlagen geschafft. Kroos landete folgerichtig beim Castrol Index mit einer Note von 9,79 auf dem ersten Platz, gefolgt von Arjen Robben (9,74).

3 Mal sind Argentinien und Deutschland bereits in WM-Endspielen aufeinander getroffen (zuvor bereits 1986 und 1990). Insgesamt war das Finale 2014 im Maracanã-Stadion sogar bereits das siebte WM-Duell der beiden Nationen.

3 Mal gehörte Philipp Lahm zum All-Star-Team einer WM-Endrunde. Nur zwei andere Spielern, nämlich der Brasilianer Djalma Santos und der Deutsche Franz Beckenbauer, schafften dies ebenfalls.

2 Spieler haben in einem WM-Finale erstmals in der Startaufstellung ihrer Mannschaft gestanden. 64 Jahre nach dem ersten, dem Uruguayer Ruben Moran, erfuhr Christoph Kramer unmittelbar vor dem Anpfiff im Maracanã-Stadion, dass er der zweite werden würde. Khedira hatte sich beim Aufwärmen eine Verletzung zugezogen. Für ihn rückte mit Kramer ein Spieler in die Startaufstellung nach, der bis dahin erst zwölf Minuten für Deutschland gespielt hatte.

1 Minute und 15 Sekunden benötigten die Deutschen in der ersten Halbzeit des Halbfinalspiels gegen Brasilien lediglich für drei Tore. Nur 56 Sekunden nach dem Wiederanstoß nach dem Tor, mit dem Miroslav Klose zum erfolgreichsten WM-Torschützen aller Zeiten wurde (er übertraf den bisherigen Rekord von 15 Treffern des Brasilianers Ronaldo) erzielte Toni Kroos das 3:0. Und nur 20 Spielsekunden später sorgte Kroos erneut für ungläubiges Entsetzen in den Gesichtern der brasilianischen Fans. Einschließlich der Unterbrechungen versenkte die deutsche Mannschaft den Ball innerhalb von nur sechs Minuten und 30 Sekunden vier Mal im gegnerischen Netz – auch das ein WM-Rekord.

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