FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

9 Juni - 9 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™

Es wird ernst für Frankreich und Italien

Viel Zeit bleibt nicht mehr bis zum Anstoß der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™, der Druck auf die 32 Trainer wird höher. Sicher, noch bleiben knapp zwei Wochen, um an den Feinheiten zu feilen und für die perfekte Fitness zu sorgen. Aber die Zeit des Ausprobierens und Experimentierens ist vorbei. Allmählich soll sich eine Stammelf finden und tunlichst auch einspielen. Das gilt für alle sieben Endrundenteilnehmer, die an diesem Mittwoch Testspiele bestreiten.

Das Aufeinandertreffen der beiden Nachbarn Schweiz und Italien ist dabei jedoch die einzige Partie, in der zwei WM-Fahrer direkt aufeinander treffen. Da freute sich Trainer Marcello Lippi auf italienischer Seite gerade über den deutlichen Formanstieg bei Francesco Totti, als sich im Trainingsspiel gegen San Giminiano (Serie D) prompt Gianluca Zambrotta und Alessandro Nesta leichte Verletzungen zuzogen.

Die Teilnahme der beiden am ersten Vorrundenspiel der Italiener ist zwar nicht gefährdet, aber die beiden letzten Testspiele (Mittwoch gegen die Schweiz und Freitag gegen die Ukraine) kommen definitiv zu früh, so dass Lippi gezwungenermaßen die Mannschaft durcheinander würfeln muss. Für Köbi Kuhn , dessen Spieler zuletzt gegen solide Ivorer ein Unentschieden holten, ist Italien der ideale Vorbereitungsgegner für das erste Vorrundenspiel am 13. Juni in Stuttgart gegen Frankreich.

Frankreich wartet auf ein Zeichen

Besagte Franzosen testen zeitgleich in Lens gegen Dänemark. Und weil Fussballer bekanntlich gerne mal ein bisschen abergläubisch sind, wollen die Mannen von Trainer Raymond Domenech dieses Spiel unbedingt gewinnen. Hintergrund: Sowohl vor dem FIFA Weltpokal™ 1998 als auch vor der UEFA EURO 2000 landeten Didier Deschamps und Co. Siege gegen Dänemark und holten anschließend den Titel. Beim katastrophalen Vorrunden-Aus während des FIFA Weltpokals Korea/Japan 2002™ hingegen hatten die Bleus im Vorfeld gegen die Skandinavier verloren.

Nach dem 1:0 gegen Mexiko durch Florent Malouda ist es für die Franzosen jetzt das zweite von drei Testspielen. Letzter Gegner ist am 7. Juni China. Trainer Domenech plant, in diesen beiden Partien einigen Spielern eine Einsatzchance zu geben, die zuvor im Stade de France gegen Mexiko nicht auflaufen durften (Grégory Coupet, Mickaël Landreau, Pascal Chimbonda, Gaël Givet, Louis Saha und Thierry Henry).

Im österreichischen Dornbirn testet Paraguay derweil weiter gegen Georgien. Mit einer Notelf ohne Carlos Gamarra, Justo Villar, Nelson Valdez und Roque Santa Cruz hatte die Mannschaft von Anibal Ruiz zuvor ein achtbares 1:1 gegen Dänemark erreicht. Die elf Mann, die am Mittwoch auflaufen werden, dürften hingegen schon weit eher Rückschlüsse auf die Stammformation zulassen.

Rückkehr von Namouchi

Trinidad und Tobago kreuzt zur Vorbereitung die Klingen mit Slowenien. Nachdem man am Samstag noch gegen Wales (1:2) getestet hatte, um sich mit der englischen Spielweise vertraut zu machen, sollen die Slowenen nun der Einstellung auf Gruppengegner Schweden dienen.

Die Türkei, vor vier Jahren noch sensationeller Dritter beim FIFA Weltpokal Korea/Japan 2002™ und diesmal nicht dabei, fordert in Offenbach Saudiarabien heraus. Die Spieler von Marcos Paqueta verloren zuletzt gegen die Tschechische Republik mit 0:2, ohne dabei jedoch vorgeführt worden zu sein. Gegen die Türken nun wollen die Saudis zurück in die Erfolgsspur. Dazu beitragen sollen zwei absolute Routiniers vorne und hinten auf dem Feld: Mohammed Al Deayea im Tor und Sami Al Jaber im Sturm, beide schon im gesetzten Fussballeralter von 34.

Die Iraner von Branko Ivankovic testen drei Tage nach dem achtbaren Unentschieden gegen Kroatien daheim in Teheran gegen Bosnien-Herzegowina. In Osijek waren die Iraner sogar nur knapp an einem Sieg vorbeigeschrammt. Bayern-Star Ali Karimi und Arash Borhani hatten ihre Mannschaft mit 2:1 in Führung gebracht. Erst der Leverkusener Marko Babic erzielte in letzter Minute per Elfmeter den Ausgleich.