FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™

12 Juni - 13 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™

Westafrika-Trio bucht WM-Tickets

Ivory Coast's Kalou Salomon celebrates qualifying for the 2014 FIFA World Cup
© AFP

Die ersten drei afrikanischen Teilnehmer an der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ stehen fest. Es sind Nigeria, die Elfenbeinküste und Kamerun, also ausschließlich Länder, die auch bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ vertreten waren. Da Ghana nach dem 6:1-Hinspielsieg gegen Ägypten allerbeste Chancen hat und auch Algerien nach einem 2:3 im Auswärts-Hinspiel noch gut im Rennen liegt, könnte es durchaus sein, dass in Brasilien genau die gleichen afrikanischen Vertreter dabei sind, wie bereits vor vier Jahren.

Das Spiel des TagesNigeria – Äthiopien 2:0
*Tore: Victor Moses (20., Elfm.), Victor Obinna (82.)
*
Die Super Eagles gingen zwar mit einer 2:1-Führung aus dem Hinspiel in die Partie in Calabar, doch ihr Trainer Stephen Keshi hatte trotzdem davor gewarnt, sich vor dem Rückspiel gegen die Ostafrikaner allzu sicher zu fühlen, denn auch die Äthiopier hofften noch darauf, ihren erfolgreichen Weg der letzten zwei Jahre noch weiter fortsetzen zu können. Nachdem Moses jedoch in der 20. Minute einen Elfmeter verwandelt hatte, begann das Publikum bereits zu feiern und tatsächlich ließ der Afrikameister im weiteren Spielverlauf nichts mehr anbrennen. Nachdem Obinna in der Schlussphase per Freistoß zum 2:0-Endstand erhöht hatte, brach auf den Tribünen und im ganzen Land wilder Jubel aus. Stephen Keshi ist nun der erste afrikanische Trainer, der sich mit zwei verschiedenen Ländern für eine WM-Endrunde qualifiziert hat. Er führte Togo zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™, wo er allerdings nicht mehr auf der Trainerbank saß. Sein äthiopischer Kollege Sewnet Bishaw zollte ihm großes Lob: "Keshi weiß sehr genau, wie er seine Mannschaft organisieren muss. Dieses Team wird bei der WM weit kommen."

Die anderen SpieleSenegal darf derzeit keine Länderspiele im eigenen Land austragen und empfing deshalb das Team der Elfenbeinküste zum Rückspiel in Casablanca. Die Schützlinge von Alan Giresse machten einen deutlich stärkeren Eindruck als bei der 1:3-Hinspielniederlage und hätten mit etwas Glück schon früher zum Torerfolg kommen können. Doch der Führungstreffer gelang erst in der 77. Minute, als der ivorische Superstar Didier Drogba seinen Gegenspieler Sadio Mane im Strafraum foulte. Moussa Sow verwandelte den Elfmeter für Senegal und sorgte damit für neue Hoffnung. Die Senegalesen warfen nun alles nach vorn, um den entscheidenden zweiten Treffer zu erzielen und hätten in der Nachspielzeit auch fast Erfolg gehabt. Doch durch den Druck nach vorn wurden sie konteranfällig, und so konnte Yaya Touré in der vierten Minute der Nachspielzeit mit einem Steilpass in den freien Raum Salomon Kalou auf die Reise schicken. Der Stürmer von OSC Lille ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und glich zum 1:1 aus, womit es in der Addition 4:2 für die Elfenbeinküste stand. Giresse sprach nach der Partie von der großen Enttäuschung seiner Spieler, meinte jedoch auch, es könnte ein Wendepunkt für den senegalesischen Fussball gewesen sein. "Emotional hinterlässt so etwas natürlich Spuren, doch das Team und die Spieler sind heute ein Stück weit gewachsen."

In Yaoundé ging Kamerun nach dem torlosen Unentschieden im Hinspiel bereits in der vierten Minute in Führung, als ein Schuss von Pierre Webo den Weg vom Pfosten in die Maschen fand. Benjamin Moudandjo von AS Nancy baute die Führung nach einer halben Stunde nach einem Alleingang über den linken Flügel mit einem Flachschuss aus, der Torhüter Moez Ben Cherifia keine Abwehrchance ließ. Tunesiens niederländischer Trainer Ruud Krol verstärkte nun sein Team für den zweiten Durchgang mit Fabien Camus und Ahmed Akaichi, der kurz nach der Pause mit einem Volleyschuss von der Strafraumgrenze den Anschlusstreffer erzielte. Nun benötigten die Gäste noch einen weiteren Treffer, um das Ticket für Brasilien zu lösen und mussten somit weiter angreifen, wodurch sich Lücken für die Kameruner auftaten. Nach einer guten Stunde konnte der erfahrene Mittelfeldspieler Jean Makoun die Führung der Unzähmbaren Löwen wieder auf zwei Tore ausbauen. Wenige Minuten vor Schluss erzielte der Akteur von Stade Rennes dann noch einen weiteren Treffer, als Tunesiens Schlussmann Ben Cherifia einen Torschuss gegen den Pfosten lenkte und Makoun den Abpraller über die Linie drückte.

Der Spieler des TagesSalomon Kalou (CIV)
Senegal führte mit 1:0 und hätte noch ein zweites Tor benötigt, um aufgrund der Auswärtstorregel weiterzukommen. Folglich machten die Senegalesen viel Druck bis in die Schlussphase der Partie. Kurz nachdem sie eine Großchance vergeben hatten, ergab sich plötzlich für Kalou die Chance, für sein Team endgültig das Ticket nach Brasilien zu buchen und der Stürmer von OSC Lille nutzte die Gelegenheit auf souveräne Weise.

*Die Zahl des Tages *7 – So oft hat Kamerun jetzt eine WM-Endrunde erreicht und hält damit den afrikanischen Rekord. Nigeria hat sich bisher fünf Mal qualifiziert und war bei fünf der letzten sechs Endrunden dabei. Für die Elfenbeinküste wird es die dritte Teilnahme in Folge.

Zitat"Es war mein großer Traum, es zur WM zu schaffen, und das ist gelungen. Wir hätten noch viel besser spielen können, aber es war sehr heiß. Das hat unser Spiel beeinträchtigt."
Ahmed Musa (Stürmer, Nigeria)

Die Ergebnisse16. November
Senegal – Elfenbeinküste 1:1
Nigeria – Äthiopien 2:0

17. November
Kamerun – Tunesien 4:1

Die nächsten Spiele19. November
Ägypten – Ghana
Algerien – Burkina Faso

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