FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

9 Juni - 9 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™

Wenn die Geschichte ins Spiel kommt

Fussballer schreiben Siege und Niederlagen häufig bestimmten Vorzeichen zu und sind manchmal sehr abergläubisch. Für die Franzosen gibt es im Hinblick auf das Finale der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™ in der Tat einige erstaunliche Vorzeichen - auch wenn die Mannschaft sicher in erster Linie auf ihre spielerische Klasse bauen will, um den Weltmeistertitel zu holen. Aus historischer Sicht jedenfalls scheint die Franzosen nur noch ein kleiner Schritt von der begehrten Trophäe zu trennen…

"Die Geschichte wiederholt sich immer wieder". Dieses Sprichwort erlangt eine verblüffende Aktualität, wenn man die jüngere Geschichte der französischen Nationalmannschaft mit ihrer Leistung bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™ vergleicht. Denn dann werden sofort Erinnerungen an die UEFA EURO 2000 wach. Der Weg, den die Franzosen damals bis ins Finale zurücklegten, weist zahlreiche Parallelen zu dem in Deutschland 2006 auf.

Im Viertelfinale hatte sich Frankreich damals mit 2:1 gegen Spanien durchgesetzt. Einen der beiden Treffer hatte Zinédine Zidane erzielt. Genau so wie dieses Mal im Achtelfinale, als man erneut auf Spanien traf. Im Halbfinale musste das Team unter seinem damaligen Trainer Roger Lemerre dann gegen Portugal antreten, genau wie 2006 in Deutschland. Und heute wie damals ging die Partie denkbar knapp aus. Im Jahr 2000 gewann Frankreich durch ein Golden Goal mit 2:1, während man jetzt in München mit 1:0 die Oberhand behielt.

Im zweiten Halbfinale standen sich damals Mit-Gastgeber Niederlande und Italien gegenüber. Die Squadra Azzurra gewann erst im Elfmeterschießen, woran vor allem Torhüter Francesco Toldo seinen Anteil hatte. In Deutschland 2006 standen die Italiener ebenfalls im Halbfinale und schalteten in der Verlängerung wiederum die gastgebende Mannschaft aus. Wie damals das Finale ausging, ist bekannt. Von daher hätten die Franzosen sicher nichts dagegen, wenn sich die Geschichte auch beim Finale in Berlin wiederholen würde.

Portugal als Glücksbringer fürs Halbfinale

D

Darüber hinaus hält die Geschichte noch weitere Details bereit, die zumindest bei abergläubischen Franzosen für großen Optimismus sorgen. Zum Beispiel haben Les Bleus ihr Achtelfinale gegen Portugal am 27. Juni gewonnen. Das ist exakt das gleiche Datum, an dem sie die Spanier bei der Europameisterschaft 1984 geschlagen hatten.

Im Halbfinale traf Frankreich dann auf die portugiesische Nationalmannschaft unter ihrem Trainer Michel Hidalgo. Dank eines Treffers von Michel Platini gewannen die Franzosen jenes denkwürdige Spiel mit 1:0 und zogen ins Finale ein.

Und genau wie in Mexiko 1986 schaltete Frankreich auch 2006 in Deutschland, also fast auf den Tag genau nach 20 Jahren, den hohen Favoriten Brasilien bereits im Viertelfinale aus. Vor jener Partie hatte Michel Platini angekündigt, dass er nach der Weltmeisterschaft seine Nationalmannschaftskarriere beenden werde. Zinédine Zidane tat es ihm in diesem Jahr gleich. Allerdings stößt diese Parallele bei den französischen Fans nicht unbedingt auf Begeisterung. Denn Platini konnte sich damals seinen Traum vom Weltmeistertitel nicht erfüllen…