FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

11 Juni - 11 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™

Valcke: Der südafrikanische Fussball profitiert

Photos from the 2010 FIFA World Cup™ Legacy Trust
© FIFA.com

FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke und der Vorsitzende des 2010 World Cup Legacy Trust Danny Jordaan berichteten auf einer Pressekonferenz in Johannesburg, dass fast 1.000 Antragsteller als erste Nutznießer des mit USD 50 Millionen dotierten Fonds ausgewählt wurden, der nach der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ eingerichtet wurde, um die Reichweite und die Entwicklung des Fussballs in Südafrika zu fördern und zu verstärken.

Jérôme Valcke, FIFA-GeneralsekretärÜber die Bedeutung der Ausrichtung der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft für Südafrika
Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ hat Südafrika sehr viel gebracht. Südafrika ist heute ein anderes Land als vor der WM, nicht nur was die neue Infrastruktur angeht, sondern auch was die Wahrnehmung in der Welt angeht, den Einfluss Südafrikas auf der politischen Weltbühne. Südafrika stand 2010 im Mittelpunkt der Welt und hat seitdem seine exponierte Position gehalten.

Auf die Frage, ob die Zahlungen nicht zu spät erfolgten, um noch Nutzen aus der WM-Endrunde 2010 zu ziehen.
Für ein solches Vermächtnis ist es nie zu spät. Es stimmt, dass dieser Fonds bereits 2010 eingerichtet wurde und wir jetzt 2013 haben. Nun ist es an der Zeit, die Projekte im Land umzusetzen. Dazu möchte ich gratulieren. Greg Fredericks [der Leiter des Legacy-Programmes] und sein Team haben erkennen müssen, wie schwierig es ist, ein solches Programm umzusetzen, so wie die FIFA es tagtäglich im Rahmen des Goal-Programms und des Finanziellen Hilfsprogramms und all der weiteren Entwicklungsprogramme in unseren 209 Mitgliedsverbänden durchführt. Wir haben sehr viele Anträge erhalten und einige davon waren ziemlich verrückt. Einige waren auch sehr gut, doch letztlich muss man sich durch alle Anträge hindurch arbeiten, um die richtigen auswählen zu können. Wir werden weiter daran arbeiten, diesen Prozess zu optimieren. Dazu wird eine Arbeitsgruppe mit der FIFA, Greg Fredericks als General Manager des Fonds und der südafrikanischen Regierung eingerichtet, so dass wir die Anforderungen und Vorgaben für die nächste Antragsphase weiter verfeinern können, die im Juli 2013 beginnt.

Über die Ziele des 2010 World Cup Legacy Trust.
Die Ziel lautet wie folgt: Das Geld muss zur Förderung und Entwicklung des Fussballs eingesetzt werden. Die Bafana Bafana kann nur stark sein, wenn eine starke Nachwuchsmannschaft dahinter steht. Der Fussball ist stark, wenn man einen starken Nachwuchsbereich im Land hat. Man kann eine Nationalmannschaft nicht aus dem Nichts aufbauen, mit Spielern die aus dem Nichts kommen, oder nur mit Spielern aus verschiedenen Ländern, die keine Chance haben, zu einer Einheit zusammenzuwachsen. Der wichtigste Punkt besteht heute darin, dass wir den Fussball in Südafrika unterstützen und weiter entwickeln, und gleichzeitig auch Entwicklungen durch den Fussball in den Bereichen Gesundheit und Bildung voranbringen.

Über den CAF Afrikanischen Nationen-Pokal, der am Samstag mit dem Spiel von Gastgeber Südafrika gegen Turnierneuling Kap Verde beginnt.
Der Afrikanische Nationen-Pokal ist sehr wichtig, denn bei diesem Turnier wird der letzte Teilnehmer am FIFA Konföderationen-Pokal im Juni in Brasilien ermittelt. Wir sind alle sehr gespannt, wer am Ende der afrikanische Vertreter sein wird. Ich wünsche der Bafana Bafana für den Afrikanischen Nationen-Pokal alles Gute. Es wäre sehr schön, wenn das Team im Juni als Vertreter Afrikas in Brasilien dabei wäre.

Danny Jordaan, Vorsitzender des Stiftungsrats des 2010 FIFA World Cup Legacy TrustÜber das Antragsverfahren und die Vergabe der Gelder.
Die Antragsphase begann im April 2012 und endete im September 2012. Der Stiftungsrat hat sich mit allen Anträgen beschäftigt. Die Treuhänder hatten bei der Einrichtung des Fonds festgelegt, dass Südafrika möglichst langfristig von dem Fonds profitieren soll und daher die Projekte auf jährlicher Basis genehmigt werden. Heute wurden nun die ersten Projekte genehmigt, so dass Gelder im Gesamtumfang von ZAR 56 Millionen (ca. EUR 4,7 Millionen) in die Förderung des Fussballs fließen können, aber auch in Maßnahmen in den Bereichen Gesundheit und Bildung. Hierzu gehört auch die Unterstützung der 20 Football-for-Hope-Zentren und ein Projekt zur Ausbildung von Gesundheitsfachleuten zur medizinischen Betreuung inner- und außerhalb des Fussballs durch die Wits University. Im Bereich der Fussballförderung und Entwicklung fließt Geld an die lokalen Verbände des südafrikanischen Fussballverbandes SAFA, in den Frauenfussball, Regionalverbände des SAFA, Schulungsmaßnahmen für Trainer und Mitarbeiter in der Verwaltung sowie in die Einrichtung zweier Ligen in den Altersklassen U-13 und U-15. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass wir Möglichkeiten schaffen, erstklassiges Fussball-Führungspersonal für dieses Land auszubilden.

Über die Planungen für den südafrikanischen Fussball.
Wir haben immer schon gesagt, dass die Zukunft des südafrikanischen Fussballs an der Basis beginnen muss. Dies ist der erste Schritt zur vollständigen Neubelebung des südafrikanischen Fussballs. Schon im vergangenen Jahr hat die SAFA in diesem Zusammenhang den Technischen Masterplan genehmigt und in diesem Jahr gedeihen der Nachwuchsfussball und der Frauenfussball aufs Neue.

Über die Erinnerungen und die bleibenden Auswirkungen der WM-Endrunde 2010.
Ich möchte Jérôme dafür danken, dass er zurückgekehrt ist. Beim letzten Mal saßen wir beim Finale der FIFA Fussball-WM 2010 zusammen, und heute können wir mit schönen Erinnerungen zurückblicken und wissen, dass diese WM auch weiterhin die Entwicklung des Fussballs beeinflusst.

Über die Projekte, die in Zukunft unterstützt werden.
Natürlich ist es unser Ziel, dass die südafrikanischen Nationalmannschaft unsere Hauptattraktion wird. Doch dafür braucht man Entwicklung und Förderung auf allen Ebenen. Dies umfasst den Nachwuchsfussball und den Frauenfussball und auch die Aus- und Weiterbildung von Trainern und Schiedsrichtern.

Kirsten Nematandani, Präsident des südafrikanischen Fussballverbandes SAFA
Über die potenziellen Auswirkungen des Fonds.*
*Entwicklung ist ein großes Modewort. Es stimmt, dass es seit 2010 ziemlich lange gedauert hat, doch heute sind wir hier, um die Errungenschaften und den durchschlagenden Erfolg der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ zu feiern. Wir sind begeistert und fest überzeugt, dass dieses Geld sinnvoll und gut eingesetzt wird. Unsere Programme im Bereich der Nachwuchsförderung sind unverzichtbar, wenn wir in Zukunft Erfolg haben wollen. Es wurde oft kritisiert, dass es unseren Strukturen an guter Entwicklungsarbeit mangelt, doch ich denke, dass dies dem südafrikanischen Fussball einen Umschwung bescheren wird. Wir haben mit der Einrichtung einer SAFA-Entwicklungsagentur begonnen, die sich ausschließlich mit der Entwicklung und Förderung des Fussballs in Südafrika beschäftigen wird. Die Treuhänder haben stets klar gemacht, dass dieser Fonds bedeutende Auswirkungen auf die Entwicklung des Fussballs haben muss. Rechenschaftspflichten sind wichtig, doch ich habe großes Vertrauen in die Überwachungsmechanismen des Fonds, so dass alles offen und ehrlich ablaufen wird.

Alec Moemi, Generaldirektor im Ministerium für Sport und Freizeit
Über den Stellenwert für die südafrikanischen Regierung.
Die südafrikanische Regierung ist sehr zufrieden, dass ab jetzt die fussballerischen Strukturen von den Mitteln aus dem 2010 FIFA World Cup Legacy Trust profitieren werden. Wir haben darauf bestanden, einen Masterplan für die Förderung und Entwicklung des Fussballs von der SAFA zu sehen, der uns nun vorliegt. Er stimmt weitgehend mit den Vorstellungen der Regierung überein. Dieser Fonds wird ein Katalysator, der uns als Nation hilft, in Zukunft die Unterstützung für die Strukturen im Nachwuchsbereich und in der Förderung des Fussballs besser zu bewältigen. Der Fonds wird uns bei einem guten Start mit diesem neuen Ansatz helfen, so dass wir zum Wohle Südafrikas und des südafrikanischen Fussballs große Fortschritte in die richtige Richtung machen können.

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