FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

11 Juni - 11 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™

Umkämpftes Mittelfeld

© Getty Images

Als die Startformationen für Brasilien und Portugal bekanntgegeben wurden, konnte man schon ahnen, worauf es am heutigen Freitag in Durban hinauslaufen würde: Ein Großteil des Spiels würde sich im Mittelfeld abspielen, oder zumindest würde es viele Ballberührungen geben.

Auf Seiten der brasilianischen Seleção gab es im Mittelfeld Umstellungen. Hier kamen Júlio Baptista und Daniel Alves für den gesperrten Kaká und den verletzten Elano ins Spiel. Die Portugiesen setzten im Vergleich zu den Partien gegen die DVR Korea und die Elfenbeinküste auf ein anderes System. Carlos Queiroz brachte den schnellen Cristiano Ronaldo als einzige Sturmspitze und bot mit Pepe, Danny, Duda, Raul Meireles und Tiago fünf Mittelfeldspieler auf, von denen die vier letztgenannten abwechselnd mit in die Offensive gingen.

Diese Strategie ging phasenweise auf, aber auch den Brasilianern gelang es ab und an, Lücken aufzutun. Insgesamt war das Spiel allerdings von unzähligen Kämpfen um den Ballbesitz im überfüllten Mittelfeld geprägt. "Wir hatten die Absicht, über die Flügelspieler Lücken aufzureißen und Räume zu schaffen. Bei einigen Gelegenheiten ist uns das auch gelungen, aber insgesamt war es sehr schwer", räumt Daniel Alves nach dem torlosen Unentschieden im Gespräch mit FIFA.com ein. Nach diesem Ergebnis ziehen die Brasilianer als Tabellenführer der Gruppe G ins Achtelfinale der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ ein. Die Portugiesen qualifizierten sich als Gruppenzweiter ebenfalls.

Entsprechend waren sich die Spieler beider Teams nach der Partie darüber einig, dass es ein sehr ausgeglichenes Spiel gewesen war. Einerseits hatten die Brasilianer in punkto Ballbesitz die Nase vorn (60 Prozent), andererseits setzten die Portugiesen – vor allem im zweiten Durchgang – in der Offensive mehr Akzente. "In der ersten Halbzeit hatten wir noch mehr Ballbesitz, aber in der zweiten nahmen die Portugiesen mit ihren vielen Spielern im Mittelfeld das Tempo aus dem Spiel. Wir konnten den Ball nicht mehr so schnell bewegen und sie haben darauf gewartet, dass wir Fehler machen, um selbst Vorstöße zu unternehmen", erklärt Júlio Baptista.

Auf jeden Fall gab es auf beiden Seiten nicht viele Chancen. Das war scheinbar für kaum jemanden eine Überraschung. "Wir wussten, dass es ein enges Spiel mit wenigen Chancen werden würde", so Ricardo Carvalho gegenüber FIFA.com. "Das war eine hart umkämpfte Partie, was für uns nicht überraschend kam, weil Brasilien und Portugal ähnlich spielen und viel gemein haben. Wir haben versucht, so oft wie möglich in die Offensive zu gehen, aber letztendlich sind wir mit dem Ergebnis zufrieden. Wenn man in einer Gruppe landet, die allgemein als die 'Hammergruppe' gilt und sich trotzdem für die nächste Runde qualifiziert, dann ist das Grund genug, zufrieden zu sein."

Zwar könnten sie sich auch über zu viel Hin- und Her im Mittelfeld ärgern, aber in erster Linie sind Brasilianer und Portugiesen zufrieden mit dem Erreichten – und bereit, die Herausforderungen der K.o.-Runde anzugehen. "Ab jetzt ist alles anders. Jetzt kann jeder Fehler fatal sein. Damit fängt das Turnier erst richtig an", meint Daniel Alves. Zweifelt noch jemand daran, dass diese beiden Teams den anstehenden Aufgaben gewachsen sein werden?

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