FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

9 Juni - 9 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™

UKRAINE - TUNESIEN: Stimmen der Spieler

Anatoliy Tymoschuk (UKR), Anheuser Busch Bud Man of the Match: Wir wollten es unbedingt bis in die Runde der letzten 16 schaffen. Es war sehr heiß auf dem Platz, aber wir haben nicht nachgelassen, sind viel gelaufen und hatten letztendlich Erfolg. Wir hätten noch mehr Tore erzielen können, aber unser Gegner hat nicht wirklich auf Sieg gespielt, und außerdem haben wir gut verteidigt. Wir wollten unbedingt einen Sieg, auch wenn uns ein Unentschieden schon gereicht hätte.

Andriy Voronin (UKR): Dieser Sieg bedeutet uns sehr viel. Wir sind zum ersten Mal bei einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ dabei, und jetzt haben wir uns für das Achtelfinale qualifiziert. Ich weiß, dass bei uns zu Hause alle völlig aus dem Häuschen sind, denn das ist ein großartiger Moment für die gesamte Ukraine. Es stimmt, dass wir heute kein besonders gutes Spiel gemacht haben, doch letztlich zählt für uns nur der Sieg. Jetzt konzentrieren wir uns nur noch auf das nächste Spiel und darauf, keine Fehler zu machen. Letztlich ist es egal, gegen welche Mannschaft wir spielen müssen, denn im Achtelfinale einer WM kann jeder jeden schlagen.

Andriy Shevchenko (UKR): Ich bin sehr glücklich über unseren Sieg, auch wenn es natürlich kein tolles Spiel war. Ich glaube, das lag hauptsächlich an dem gewaltigen Druck, der auf uns lastete. Wir wollten vor allem nicht verlieren - und das ist auch der Grund dafür, warum das Team keinen offensiven Fussball gezeigt hat.

Oleksandr Shovkovskyi (UKR): Jetzt kommt es für die Mannschaft vor allem darauf an, möglichst schnell neue Kraft zu tanken. Wir müssen die Gruppenspiele einfach abhaken und uns ganz auf die nächste Runde konzentrieren.

Vladyslav Vaschuk (UKR): Natürlich bin ich sehr glücklich über unseren Sieg, und ich freue mich für all unsere Fans hier im Stadion und zu Hause in der Ukraine. Jetzt müssen wir uns vor allem gut erholen, damit wir in Höchstform in das nächste Spiel gehen können.

Zied Jaziri (TUN): Ich bin sehr enttäuscht, denn wir hätten die Ukraine schlagen können. Diese Weltmeisterschaft kam für uns einfach zum falschen Zeitpunkt, weil einige unserer Schlüsselspieler mit Verletzungen zu kämpfen haben. Was den Trainer betrifft, so denke ich, dass er bleiben wird - schließlich hat er einen Vertrag über zwei Jahre.

Chaouki Ben Saada (TUN):
Wir wollten unbedingt zum ersten Mal in der Geschichte in die zweite Runde einer Weltmeisterschaft vordringen, doch leider waren einige Umstände gegen uns. Wenn wir das erste Tor gemacht hätten, wäre das Spiel ganz anders gelaufen, aber nach dem Platzverweis hatten wir keine Chance mehr. Ich würde sagen, dass der Druck nach dem Spiel gegen Saudiarabien sehr hoch war. Aber ich bin mir sicher, dass uns diese Erfahrung bei der Qualifikation für die WM 2010 zugute kommen wird. Natürlich sind wir im Augenblick traurig und enttäuscht, aber in Zukunft werden wir es besser machen.

Anis Ayari (TUN): Das war die erste WM-Endrunde für einige unserer Spieler, und dennoch sind wir nur ganz knapp an der Qualifikation für die nächste Runde gescheitert. Allerdings merkte man manchmal einfach die fehlende Erfahrung, gerade bei so einem wichtigen Spiel wie heute. Die Spieler werden in Zukunft mehr an sich arbeiten müssen, denn eine Weltmeisterschaft ist nun mal das härteste Turnier der Welt. Natürlich sind wir enttäuscht, aber so ist das halt im Fussball: Wir müssen unser Ausscheiden akzeptieren.

Mehdi Nafti (TUN): Alle vier Jahre ist es das Gleiche: Trotz unserer wirklich nicht optimalen Leistungen bei diesem Turnier waren wir zweifellos gut genug, um es bis in die nächste Runde zu schaffen. Mit Elf gegen Elf hätten wir heute eine gute Chance gehabt, aber mit zehn Mann war es fast unmöglich. Ich bin sehr enttäuscht über das Ergebnis, denn ich glaube nicht, dass der Platzverweis gerechtfertigt war. Wir wollten beim Stand von 0:0 keine großen Risiken eingehen, weil wir sonst womöglich in einen Konter gelaufen wären.

Karim Haggui (TUN): Was den Elfmeter betrifft, so habe ich ihn nicht einmal berührt. Shevchenko ist einfach sehr clever. Wir sind wirklich enttäuscht, und ich persönlich glaube, dass unser Ausscheiden ein Jammer für den gesamten Fussball ist. Jetzt bleibt mir nur noch, Ghana viel Glück für den Rest der WM zu wünschen.