FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

9 Juni - 9 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™

TOGO - FRANKREICH: Stimmen der Trainer

Otto Pfister (TOG): Wir haben heute immerhin gegen den ehemaligen Welt- und Europameister gespielt. Mit Claude Makelele, Patrick Vieira und Thierry Henry haben die Franzosen Spieler von Weltklasse in ihren Reihen, die stets eine Partie entscheiden können.

Wir haben hinten gut gestanden und sogar zwei gute Chancen herausgespielt. Doch mit zunehmender Spieldauer haben wir uns dann schwerer getan. Trotzdem haben wir in der zweiten Halbzeit weiter nach vorne gespielt, und ich habe sogar einen weiteren Offensivspieler gebracht. Wir wollten also nach wie vor einen Sieg. Doch die Franzosen waren hoch motiviert. Nach der jüngsten Kritik wollten sie es heute unbedingt allen zeigen.

Noch haben sie ihre Bestform zwar nicht erreicht, aber vor allem nach der Pause haben sie ein paar Mal ihre Klasse aufblitzen lassen. Franck Ribéry hat ein tolles Spiel gezeigt und uns ganz schön zu schaffen gemacht. Was jetzt im Achtelfinale kommt, kann man schlecht voraussagen. Sicher ist, dass die Franzosen sich von Spiel zu Spiel gesteigert haben.

Raymond Domenech (FRA): Wir haben uns schon in der ersten Halbzeit zahlreiche Torchancen erarbeitet, so dass Kossi Agassa im togolesischen Tor eine Menge Arbeit hatte. Nach dem Seitenwechsel hatten wir dann mehr Glück. Unterm Strich haben wir über die gesamten 90 Minuten hinweg eine konstante Leistung geboten. In der Pause hatten wir uns geschworen, weiter bedingungslos auf Angriff zu spielen und nicht nachzulassen.

Wir wussten, dass dies nicht leicht sein würde. Togo hat eine starke Gegenwehr geleistet, so wie es schon gegen die Schweiz und die Republik Korea der Fall war, obwohl es sicher schwierig war, sich trotz des Ausscheidens noch einmal für dieses Spiel zu motivieren. Wir aber waren fest entschlossen, sie zu besiegen.

Aus meinem Team hat kein Akteur besonders herausgeragt. Ich verfüge über einen einen Kader mit 23 Spielern, die alle an jedem Spiel irgendwie ihren Anteil haben. Sie allen müssen topfit sein. Im Moment genießen wir erst einmal unseren Erfolg und denken noch nicht so schnell an die nächste Partie.

Für meine Spieler freue ich mich riesig. Sie haben nie aufgesteckt und trotz aller Probleme vorbildlich gekämpft. Wir haben eine wichtige Hürde genommen. Das lässt uns aufatmen. Doch ist der Druck nach wie vor groß. Das ist bei jedem WM-Turnier so.

Wir haben heute ohne Zinédine Zidane gespielt und gewonnen, das ist alles. Wir mussten 2:0 mit den Spielern gewinnen, die wir zur Verfügung haben. Das ist uns gelungen. Ich rede nicht gern über einzelne Spieler. Allerdings kann ich dabei eine Ausnahme machen: Ich habe schon immer gesagt, dass Patrick Vieira einer der ganz Großen dieser WM ist. Das hat er heute Abend eindrucksvoll bestätigt.

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