FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™

14 Juni - 15 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018™

Verbesserte Arbeitsbedingungen rund um die WM-Stadien dank Kontrollsystem

  • Maßgeschneidertes Kontrollsystem hilfreich bei Überprüfung der Arbeitsbedingungen auf Baustellen der WM-Stadien
  • Neues System für FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™
  • Entwicklung durch FIFA und LOK in Zusammenarbeit mit dem Klinsky-Institut für Arbeitsschutz und Arbeitsbedingungen

Das  vor zwei Jahren eingeführtes Kontrollsystem zur Überprüfung und Verbesserung der Arbeitsbedingungen auf den Baustellen der für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ renovierten oder neu gebauten Stadien hat sich als Erfolg erwiesen.

Das System wurde von der FIFA und dem Lokalen Organisationskomitee (LOK) in Zusammenarbeit mit dem Klinsky-Institut für Arbeitsschutz und Arbeitsbedingungen entwickelt. Ziel war es, herauszufinden, ob die Arbeitsbedingungenfür die Veranstaltung vorgesehenen Stadien den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), den gesetzlichen Vorgaben der Russischen Föderation sowie den optimalen Vorgehensweisen zur Sicherstellung einer gesunden, sicheren und ordentlicher Arbeitsbedingungen entsprechen.

In den fast zwei Jahren, die das System nun im Einsatz ist, ist die durchschnittliche Anzahl der Verstöße in der Arbeitsdokumentation laut Angaben der Experten des Klinsky-Instituts um 74 Prozent zurückgegangen. Dabei wurde die Anzahl der Regelwidrigkeiten auf den Baustellen der Stadien seit Einführung des Kontrollsystems um 60 Prozent gemindert werden.

Um das Überwachungssystem weiter zu stärken, haben die FIFA und das LOC eine Absichtserklärung mit der Building and Wood Workers' International (BWI) und der Russischen Bauarbeitergewerkschaft (RBWU) unterzeichnet. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit lieferten BWI und RBWU Beiträge zur Überwachungsmethodik und wurden in über 30 Überwachungsbesuchen begleitet.

"Im Rahmen der Turniervorbereitung sind fast immer Neubauten oder umfassende Renovierungen von Stadien erforderlich", so Federico Addiechi, Leiter der FIFA-Abteilung für Nachhaltigkeit und Vielfalt. "Wie bei allen Bauvorhaben gibt es für die Bauarbeiter beträchtliche Risiken. Dank des Kontrollsystems und der Zusammenarbeit mit Gewerkschaften in Russland konnten wir Probleme ausmachen und die Unternehmen darauf hinweisen, regelmäßige Überprüfungen vornehmen und damit einen Beitrag zu einer beträchtlichen Risikoreduzierung für Bauarbeiter leisten."

Das Kontrollsystem – Wichtige Zahlen und Fakten

  • Einführung des Systems im April 2016, Einsatz bis März 2018
  • 85 Stadienbesuche in diesem Zeitraum
  • 945 am Bau beteiligte Unternehmen inspiziert
  • Über 2.400 Bauarbeiter befragt
  • Bei jedem Besuch Arbeitsbedingungen von fast 9.000 Bauarbeitern analysiert

Bei jedem Stadionbesuch hat das Kontrollteam alle einschlägigen Unterlagen überprüft, bei kritischen Punkten nachgehakt, die Baustellen inspiziert und Mitarbeiter nach dem Zufallsprinzip befragt und entsprechende Schulungen für Bauleiter durchgeführt.

"Dieses komplexe System der Kontrolle und Bewertung der Arbeitsbedingungen wurde im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie für eine Mega-Sportveranstaltung eingeführt", so Milana Verkhunova, Verantwortliche für Nachhaltigkeit beim LOK. "Wir sind überzeugt davon, dass wir während der Umsetzung Wissen und Erfahrungen sammeln konnten, die für zukünftige Weltmeisterschaften hilfreich sein und sich im Bausektor der Russischen Föderation als optimale Vorgehensweise etablieren werden."

"Ich finde es sehr wichtig, dass die FIFA diese Rolle übernommen hat, denn dadurch haben wir und die verantwortlichen Gewerkschaft die Möglichkeit, die Arbeitsbedingungen der Menschen im Bausektor zu kontrollieren", meint Boris Shoshenko, Vorsitzender der Gewerkschaft der russischen Bauarbeiter. "Auf den Baustellen ging es geordneter zu und es gab weniger tragische Unfälle."

Weitere Informationen finden sie auf dem beigefügten Infoblatt.

Alle verwandten Dokumente

Empfohlene Artikel