FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

11 Juni - 11 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™

Tempofussball auf südkoreanische Art

© Getty Images

Die Mannschaft der Republik Korea überzeugte zum Leidwesen Griechenlands mit denselben Qualitäten wie bei ihrem Halbfinaleinzug bei der WM 2002 und setzte sich dank ihrer Schnelligkeit und Flexibilität durch. Dies war der Schlüsselfaktor des Spiels.

Der Fussball ist zwar keine exakte Wissenschaft, er besitzt aber dennoch seine Logik. Dass die Rechnung Flexibilität plus Schnelligkeit einem Team meist zum Vorteil gereicht, ist vom leidtragenden Gegner schwerlich zu bestreiten. Wenn dies auf eine Art und Weise geschieht, wie von den koreanischen Akteuren demonstriert, wird es gar zur unverrückbaren Wahrheit. Die Asiaten knüpften mit ihrer Leistung an die glorreichen Zeiten "ihrer" FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2002 an.

"Es ist noch zu früh, um sagen zu können, das Korea von 2002 ist zurück. Aber wir haben mit Sicherheit das Beste aus unserer schnellen Spielweise gemacht", kommentierte Jung Soo Lee gegenüber FIFA.com. "Wir haben erwartet, dass die Griechen eher langsam sind, und dass wir gerade unsere Schnelligkeit als Trumpf ausspielen mussten."

Der rechte Flügelspieler Cha Du Ri stimmte mit seinem Mannschaftskameraden überein: "Wir hatten Respekt vor ihrem körperbetonten Spiel, denn sie sind groß und zweikampfstark. Doch ich war überrascht, wie langsam sie waren. Ich hätte nicht gedacht, dass unsere Schnelligkeit sie so sehr aus dem Konzept bringen könnte. Dies ermöglichte selbst uns Mittelfeld- und Außenspielern wie mir, mehr zur Offensive beizutragen."

*Ein perfekt ausgeführter Schlachtplan *"Der Plan war, aus unserer Flexibilität maximalen Nutzen zu ziehen und stets in Bewegung zu sein. Unser Angriff sollte auf schnellem Kurzpassspiel basieren, es war das beste Mittel, um sie in Verlegenheit zu bringen", analysierte der Trainer der Taeguk Warriors.* *

Diese Mission wurde von einem koreanischen Team, das zu bissig für die in der Defensive ungewohnt nachlässigen Griechen war, mit Erfolg zu Ende gebracht. Zum Bedauern von Otto Rehhagel: "Das erste Tor fiel nach einem Fehler von uns, nach einem Deckungsfehler. Der frühe Gegentreffer hat meine Mannschaft verunsichert, sie war nicht mehr in der Lage, zu reagieren."

Dem deutschen Trainer des Europameisters von 2004 blieb nichts weiter übrig, als die fatalen Folgen zu konstatieren. "Nach diesem Tor fehlte es uns an Selbstvertrauen und Aggressivität, so wie bei Karagounis. Deshalb habe ich ihn zur Halbzeit herausgenommen, ich wollte etwas ändern."

"Sie haben gespielt wie wahre Krieger"
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Auch wenn der deutsche Coach ein Schnelligkeitsdefizit in seiner Mannschaft verneint - "wir sind nicht langsam" -, besitzt *König Otto dennoch die Größe, die starke Leistung des Gegners anzuerkennen: "Die Koreaner haben wie wahre Krieger gespielt und waren schneller als wir. Sie haben verdient gewonnen."

Kann vielleicht das Fehlen des verletzten Vangelis Moras sowie des auf die Bank verbannten Sotiros Kyrgiakos als Erklärung für die fehlende Abstimmung und die Probleme im Mittelfeld angeführt werden? "Wir werden intern besprechen, was nicht funktioniert hat und die nötigen Änderungen vornehmen. Nichts steht fest, alles ist möglich", erwiderte Rehhagel, der bis zum Spiel gegen Nigeria wieder auf Moras zurückgreifen können wird.

Korea Republik hingegen sieht nun "strotzend vor Selbstbewusstsein" der Partie gegen Argentinien entgegen, wie Cho Yong Hyung versicherte. Auch dort werden sie wieder in Höchstgeschwindigkeit wirbeln.

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