FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

11 Juni - 11 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™

Südafrika bleibt obenauf

A South African fan holds a scarf high during the match between South Africa and France
© LOC

Viele Tränen flossen am Dienstagabend in Mangaung/Bloemfontein, als Südafrika zwar Frankreich schlug, sich aber nicht fürs Achtelfinale der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ qualifizieren konnte. Doch auch wenn das Gastgeberland nun nicht mehr am Turnier teilnimmt, ist in Südafrika bestimmt nicht alles verloren.

"Unsere Bafana Bafana sind ausgeschieden, aber sie haben heute Abend die Herzen aller Südafrikaner und der ganzen Welt gewonnen", sagte der Haupt-Geschäftsführer des Lokalen Organisationskomitees für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™, Danny Jordaan, nach dem Spiel.

"Ja, sie sind nicht über die Gruppenphase hinausgekommen, aber sie haben getan, was das Land von ihnen erwartet hat – sie haben mit Stolz, Leidenschaft, Können und Hingabe gespielt, sie haben ihr Bestes gegeben. Sie haben dem Nationaltrikot alle Ehre und jeden Südafrikaner stolz gemacht, und wir wollen ihnen danken für das, was sie für unser Land getan haben", setzte er hinzu.

Die Atmosphäre im Stadion war elektrisierend – von Anfang bis Ende dröhnten die Vuvuzelas, sangen und tanzten die Fans - es konnte keinen Zweifel geben, dass die südafrikanischen Anhänger ihrer Mannschaft bis zum bitteren Ende helfen wollten.

Siphiwe Tshabalala, der beim Eröffnungsspiel im Soccer-City-Stadion das allererste Tor dieser WM erzielt hatte, dankte den Zuschauern für ihr Engagement. "Auch wenn wir nicht weitergekommen sind, wir wollen ihnen (den Fans) einfach Danke sagen für ihre Unterstützung, für ein wirklich positives Ende", sagte Tshabalala nach dem Spiel.

"Für mich ist ein Traum wahr geworden, weil ich an der WM teilnehmen durfte, und ich bin froh, das erreicht zu haben, nicht nur für uns Fussballer, sondern für das ganze Land. Wir haben wirklich sehr von der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ profitiert, weil sehr viele Arbeitsplätze entstanden sind und die Wirtschaft einen Aufschwung erlebt hat”, fuhr er fort.

Sein Mitspieler Siboniso Gaxa forderte die Südafrikaner auf, das Turnier weiter mitzutragen.

"Ganz ehrlich, es ist das erste Mal, dass Südafrika so vereint ist.

Der Fussball hat Südafrikas Bevölkerung zusammengebracht, das ist wunderbar. Ich möchte ihnen allen danken – ich bin sehr froh, von solchen Menschen umgeben zu sein. An alle, die uns unterstützt haben: Vielen, vielen Dank, und ich hoffe, dass ihr die WM weiter begeistert verfolgt."

Es gibt kaum Zweifel, dass sie das tun werden. Auch wenn die WM nun ohne Südafrikas Bafana Bafana weitergehen muss, wird sie nicht ohne Südafrikaner weitergehen. Für die Fans ist das immer noch Südafrikas Weltmeisterschaft.

"Ich freue mich sehr über das Spiel und ein gutes Resultat", sagte Lesiba Siebola aus Limpopo nach dem Schlusspfiff. "Ich bin sehr stolz auf Südafrika, das ist eine gute Vorbereitung auf den Afrikanischen Nationen-Pokal 2012. Und die WM ist ganz bestimmt noch nicht vorbei, es gibt noch sehr viele Spiele zu sehen, viele Menschen zu treffen, viele Stars anzuschauen”, sagte Siebola, inzwischen auf dem Weg nach Johannesburg, um am Mittwochabend im Soccer-City-Stadion Deutschland gegen Ghana spielen zu sehen.

"Natürlich werde ich heute Abend feiern! Südafrika hat Frankreich geschlagen, immerhin einen Ex-Weltmeister", sagt Crosby Nyangintsimbi, der in der Nähe des Free-State-Stadions wohnt. "Okay, wir sind ausgeschieden, aber das ist Fussball, kein Krieg, und wir werden heute Abend ausgehen und mit den Franzosen und allen anderen Fans hier in unserer Stadt Spaß haben."

Für Trevor Bapiste aus Johannesburg fängt die WM jetzt erst an. "Jetzt ist der Zeitpunkt, wo man Südafrika unterstützen muss. Wir sind immer noch Gastgeberland, und jetzt werden wir eben einfach alle unser Lieblingsteam anfeuern und dies großartige Erlebnis genießen."

Bapiste freut sich auf sein nächstes Spiel, eine Achtelfinalbegegnung. "Ich glaube, es werden hochinteressante Viertelfinal- und Halbfinalspiele – es gab schon so viele Überraschungen – man kann überhaupt nicht vorhersagen, wer weiterkommen wird."

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