FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

11 Juni - 11 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™

WM-Stadien machen sich für Südafrika bezahlt

A general view before the 2010 FIFA World Cup South Africa Group D match between Ghana and Germany
© Getty Images

Die gestrige Bekanntgabe der Verlegung des CAF Afrikanischen Nationen-Pokals von Libyen nach Südafrika war keine große Überraschung und bestätigte die ständige Bereitschaft des neuen Gastgebers für die Austragung großer Turniere. Die Erfahrung und die Infrastruktur, die im Rahmen der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ im vergangenen Jahr geschaffen wurden, brachten Südafrika dank seiner erstklassigen Stadien in eine günstige Lage für die Veranstaltung weiterer Großereignisse.

Als das Land vier Jahre vor der ersten FIFA Fussball-Weltmeisterschaft auf afrikanischem Boden bekannt gab, dass für die Endrunde eine ganze Reihe neuer Stadien errichtet würden, machte sich allgemeine Skepsis breit. Es wurde oftmals in Frage gestellt, ob die Regenbogennation in der Lage wäre, eine solche Infrastruktur auch nach der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft aufrechtzuerhalten und angemessen zu nutzen.

Schon vor der gestrigen Ankündigung, dass Südafrika den CAF Afrikanischen Nationen-Pokal 2013 und die CAF Afrikanische Nationen-Meisterschaft im kommenden Jahr austragen wird, hatte das Land die beste Antwort auf diese Kritik gegeben: Alle neuen Schauplätze der FIFA Weltmeisterschaft fungieren weiterhin nicht nur als symbolträchtige Meilensteine, sondern auch als Veranstaltungsorte für Sport- und Unterhaltungsereignisse. Wie die Statistik zeigt, werden die meisten dieser Stadien – im Gegensatz zu den Befürchtungen der Kritiker – nun als selbsttragende Geschäfte betrieben. Es werden auch weitere Pläne erarbeitet, um sicherzustellen, dass diese Spielstätten nicht nur ein Vermächtnis der FIFA Fussball-WM bleiben, sondern auch bei Südafrikas langfristigen Ambitionen, auch in Zukunft internationale Ereignisse zu veranstalten, eine wichtige Rolle spielen werden.

Danny Jordaan, der Haupt-Geschäftsführer des Lokalen Organisationskomitees der WM 2010, verwies auf die große Bedeutung dieser Entwicklung: "Zum ersten Mal in unserer Geschichte gibt es landesweit zweckgebundene Stadien und erstklassige Fussballarenen", sagte er. "Fussball ist die mit Abstand beliebteste Sportart Südafrikas, weshalb der Bedarf an Stadien natürlich gegeben ist. Die Herausforderung für die Städte besteht darin, kreative Wege zu finden, um die Stadien in Zusammenhang mit Sportvereinen zu nutzen, Events zu veranstalten und kommerzielle Aktivitäten zu ermöglichen. Viele dieser Stadien machen bereits davon Gebrauch – und das äußerst erfolgreich. Angesichts der Ankündigung, dass nun Südafrika den CAF Afrikanischen Nationen-Pokal 2013 ausrichten wird, sind diese Stadien für die erfolgreiche Veranstaltung großer Turniere von grundlegender Bedeutung."

Das majestätische Soccer-City-Stadion (nunmehr FNB-Stadion) – eine Arena, die oftmals als Kathedrale des südafrikanischen Fussballs bezeichnet wird und Schauplatz des spanischen Triumphs in einem dramatischen WM-Finale war – ist das betriebsamste aller Stadien. Nur wenige Wochen nach dem Endspiel der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft fungierte das FNB-Stadion als Spielstätte eines historischen Rugby-Spieles zwischen Südafrika und Neuseeland, das für eine neue Rekordkulisse im Rugby-Sport sorgte. Abgesehen von einigen Fussball-Pokalfinals beherbergte das FNB-Stadion auch größere Musikkonzerte, wie etwa einen ausverkauften Gig der Rockband U2. In einem Monat werden erneut Zuschauermassen in das Stadion strömen, wenn mit Coldplay eine weitere berühmte Band zu Gast sein wird. Das FNB-Stadion fungiert nunmehr als Heimstätte der südafrikanischen Nationalmannschaft und eines der beliebtesten Klubs des Landes – der Kaizer Chiefs.

Das Durban-Stadion (nunmehr Moses-Mabhida-Stadion) wurde zu einer Mehrzwecksportanlage umfunktioniert und diente seither ebenfalls als Schauplatz zahlreicher Veranstaltungen. Im Januar fand dort das allererste Cricket-Spiel zwischen Südafrika und Indien statt, das vor ausverkauften Rängen zu Ehren eines der größten Sportler Südafrikas, Makhaya Ntini, der auch an der Endrundenauslosung der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010 beteiligt war, ausgetragen wurde.

Das Moses-Mabhida-Stadion wird nun auch vom südafrikanischen Erstligisten Amazulu als Heimstätte genutzt. Dieses Stadion mauserte sich nicht zuletzt dank seines majestätischen Stahlbogens und der Seilbahn zu einer der beliebtesten Tourismusattraktionen in Durban.

Weitere Stadien
Mbombela-Stadion
*• Diese Arena war Schauplatz einer Reihe von Spielen der Premier Soccer League (PSL) und wird zurzeit als alternative Spielstätte mehrerer Erstligisten genutzt, einschließlich BidVest Wits.
• Mit einigen südafrikanischen Erstligapartien hat auch der Rugby-Sport in das Mbombela-Stadion Einzug gehalten.
• Im März dieses Jahres fand im Mbombela-Stadion das Endspiel des Nedbank Cups zwischen den Orlando Pirates und den Black Leopards statt – ebenfalls vor ausverkauftem Haus.
• Die *Bafana Bafana
, die südafrikanische A-Nationalmannschaft, bestritt in dieser Arena vor kurzem ein Qualifikationsspiel für den CAF Afrikanischen Nationen-Pokal 2012 gegen Niger.

*Peter-Mokaba-Stadion
*• Dieses war bislang eines der betriebsamsten Stadien. Alleine in diesem Jahr wurden hier zahlreiche große Spiele ausgetragen – vor allem jene der südafrikanischen Spitzenmannschaft Kaizer Chiefs.
• Es wurden insgesamt 18 Premier-League-Partien dort ausgetragen.
• In dieser Saison nutzt der Aufsteiger Black Leopards dieses Stadion als Heimstätte.
• Eine der besten Rugby-Mannschaften Südafrikas, die Blue Bulls, bestritten eines ihrer Spiele im Peter-Mokaba-Stadion.

*Nelson-Mandela-Bay-Stadion
*• Diese Arena war zuletzt Schauplatz des ausverkauften Rugby-Spieles zwischen Südafrika und Neuseeland.
• Das Stadion dient als Heimstätte der Eastern-Cape-Rugby-Mannschaft Eastern Province Kings.
• Einige Mannschaften der südafrikanischen Liga verwenden das Stadion als alternative Spielstätte.

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