FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

11 Juni - 11 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™

"Socceroos" voller Kampfgeist

© Getty Images

Nach der 0:4-Schlappe im Auftaktspiel zeigte Australien im zweiten Match den Kampfgeist, für den die Mannschaft im Laufe der Jahre berühmt geworden ist. Für das Lager der Socceroos war es nach dem demütigenden Turnierauftakt in Durban eine harte Woche, in der sich das Team sowohl für die Art der Niederlage als auch für das Ergebnis ungewohnte Kritik aus der Heimat gefallen lassen musste.

Australien musste auf den gesperrten Torjäger und Talisman Tim Cahill vom FC Everton verzichten, aber ausgerechnet sein bis dahin wenig bekannter Ersatzmann Brett Holman bescherte seiner Mannschaft mit dem Führungstreffer in der elften Minute den perfekten Start. Doch die Freude währte nicht lange, denn Mitte der ersten Halbzeit mussten die Socceroos einen erneuten Tiefschlag verkraften, als Harry Kewell bei seinem ersten Einsatz nach einer Verletzung wegen Handspiels auf der Torlinie des Feldes verwiesen wurde und Asamoah Gyan den fälligen Strafstoß verwandelte.

Zu diesem Zeitpunkt schien Ghana auf dem sicheren Weg zu drei Punkten, aber dann zeigten die Australier die Zähigkeit und den Kampfgeist, die seit der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™ zu ihrem Markenzeichen geworden sind, und hätten um ein Haar noch den Sieg errungen. "Wir haben großartigen Teamgeist gezeigt, und ich glaube, wir waren selbst mit zehn Mann die bessere Mannschaft. Wir haben uns auf jeden Fall die besseren Chancen erarbeitet", erklärte Mittelfeldspieler Brett Emerton gegenüber FIFA.com.

Kampf bis zur letzten Minute
"Im ersten Spiel haben wir sehr enttäuscht und dafür herbe Kritik einstecken müssen, deshalb wollten die Jungs heute auf dem Platz unbedingt eine gute Leistung zeugen. Wir haben einen Traumstart erwischt, waren dann aber leider ein Mann weniger. Ich glaube, wir haben gegen eine gute ghanaische Mannschaft getan, was wir konnten, und ich bin stolz auf unser Spiel."

Emerton ist schon lange für seine schier unerschöpfliche Kraft bekannt, und die war bei der numerischen Unterlegenheit der Socceroos in Rustenburg auch bitter nötig. Nach dem Verlust des einzigen Stürmers Kewell stieß der Mittelfeldspieler der Blackburn Rovers bei Ballbesitz der Australier immer wieder von der rechten Seite in die Spitze vor. Nach einem Jahrzehnt in der Nationalmannschaft hat Emerton – der Feldspieler mit den meisten Länderspieleinsätzen – keinen Zweifel, dass sein Team bei dem anstehenden Match gegen Serbien in Nelspruit bis zur letzten Minute kämpfen wird.

"Das Resultat war natürlich nicht unser Wunschergebnis", sagte er, "aber wir haben eine deutlich bessere Leistung gezeigt, die uns nach wie vor im Wettbewerb hält. Wir gehen mit viel Selbstvertrauen und Siegesgewissheit in das nächste Spiel. Dies ist die Weltmeisterschaft, ein großes Turnier, auf das man sich als Spieler freut, deshalb war es sehr enttäuschend, den denkbar schlechtesten Start zu erwischen. Für uns konnte das Spiel von heute gar nicht schnell genug kommen, und auch wenn wir nicht das Ergebnis erzielt haben, das wir uns gewünscht haben, gehen wir mit erhobenem Haupt vom Platz. Und noch ist es nicht vorbei. Wir glauben immer noch, dass wir gegen Serbien gewinnen können und das andere Spiel so ausgeht, dass wir in die nächste Runde kommen."

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