FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™

14 Juni - 15 Juli

Schwere Lose für Afrikas Favoriten

© AFP

Erste Runde

Das Topspiel
*Guinea-Bissau - Togo
*Der Umstand, dass Togo überhaupt in der ersten Runde der Qualifikation antreten muss, zeigt, welche Schwierigkeiten der Teilnehmer der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™ mittlerweile hat. Zu allem Übel wurde man nun gegen die topgesetzte Mannschaft aus dem unteren Topf gelost. In der Qualifikation zur Endrunde 2002 trafen die beiden Teams schon einmal aufeinander. Damals setzte sich Togo mit 3:0 nach Hin- und Rückspiel durch. Zu Hause dürfte Guinea-Bissau auf jeden Fall ein schwerer Gegner werden, denn schon damals endete die Partie in Bissau torlos.

Zweite Runde

Die schwerste Gruppe
Die Südafrikaner sind ganz sicherlich klarer Favorit in Gruppe A, doch das ehrgeizige Team von Botswana dürfte ihnen das Leben schwer machen. Weitere Gruppengegner sind die Zentralafrikanische Republik und entweder Somalia oder Äthiopien. Botswana hat sich übrigens als erstes Land in einer schweren Gruppe für den CAF Afrikanischen Nationen-Pokal 2012 qualifiziert und seit Anfang 2010 Tunesien (zwei Mal), Mosambik, Simbabwe, Togo und weitere Mannschaften geschlagen und nur eine Partie verloren, ein Freundschaftsspiel gegen Schweden. Dennoch verfügt die Bafana Bafana über die größere Erfahrung und hat auch die bessere Bilanz gegen Botswana vorzuweisen, so dass man als Favorit in zwei sicherlich emotionsgeladene Duelle gegen den Nachbarn gehen wird. Die Zentralafrikanische Republik hat sich in einer harten Qualifikationsgruppe für den Afrikanischen Nationen-Pokal 2012 gegen Mannschaften wie Marokko, Algerien und Tansania durchgesetzt und könnte durchaus für die eine oder andere Überraschung gegen höher eingeschätzte Teams gut sein.

Die Favoriten
Obwohl man nicht immer mit der Favoritenrolle zurechtgekommen ist, dürfte der viermalige WM-Endrunden-Teilnehmer Nigeria mit dem Los in Gruppe F zufrieden sein. Hier trifft man auf Malawi und zwei weitere Teams, die sich noch in der ersten Runde durchsetzen müssen. Auch Afrikas häufigster Endrundengast Kamerun wird sich über eine Gruppe mit zwei Teams aus niedrigeren Lostöpfen freuen, in der außerdem noch Libyen vertreten ist. Wenn man nach der gegenwärtigen Form geht, könnten die beiden Gegner jedoch Togo und die DR Kongo werden, und das sind wiederum zwei der gefährlichsten Teams aus der ersten Qualifikationsrunde. Algerien hofft auf Wiedergutmachung nach den eher mäßigen Leistungen 2010 in Südafrika und darauf, sich in Gruppe H gegen die Außenseiter Mali und Benin sowie Eritrea oder Ruanda durchzusetzen.

Die Außenseiter
Für eine kleine Nation hat Kap Verde in den letzten Jahren beeindruckende Leistungen gezeigt und besitzt gegenwärtig auch eine gute Chance, sich für die kontinentale Meisterschaft 2012 zu qualifizieren. Man hofft, gegen Tunesien und Sierra Leone in Gruppe B für die eine oder andere Überraschung sorgen zu können. In Gruppe J ist Senegal zwar Favorit, doch der etwas unbeständige WM-Endrundenteilnehmer von 2002 bekommt es mit Angola, WM-Teilnehmer von 2006, und mit dem gegenwärtig stark aufspielenden Team von Uganda zu tun, beide zu Hause eine Macht. Nach dem Sieg gegen Nigeria im Oktober ist Guinea im Aufwind und wird in Gruppe G alles daran setzen, auch dem Favoriten Ägypten, zuletzt in der WM-Qualifikation gescheitert, ein Bein zu stellen.

Die Top-Duelle
*Ghana - Sambia
*Ghana, 2010 in Südafrika noch stärkster Vertreter des gastgebenden Kontinents, bekommt es in Gruppe D mit Sambia zu tun, einem der beeindruckenden neuen Teams, die kurz vor dem Durchbruch stehen. Da auch Sudan zuletzt große Fortschritte gemacht hat, werden sich die *Black Stars *keinen Ausrutscher leisten dürfen.

*Elfenbeinküste - Marokko
*Obwohl die Marokkaner noch weit von den großen Zeiten in den 80er und 90er Jahren entfernt scheinen, könnten sie dem Team der Elfenbeinküste in Gruppe C das Leben durchaus schwer machen. 2014 soll jedoch der endgültige Höhepunkt für die "Goldene Generation" der Ivorer werden, und so ist man entschlossen, sich auch von Marokko nicht von der dritten Teilnahme an einer WM-Endrunde in Folge abhalten zu lassen.

*Burkina Faso - Gabun
*Burkina Faso befand sich zwar im Topf der gesetzten Mannschaften, dürfte jedoch nicht unbedingt als Favorit gegen Gabun angesehen werden, das bereits eine starke Qualifikation für die WM 2010 gespielt und dabei auch gegen Ghana und Kamerun überzeugende Leistungen gezeigt hatte. Zuletzt haben beide Teams drei Mal unentschieden gespielt und mit Geheimfavorit Niger und möglicherweise auch Kongo könnte die Gruppe E eine der spannendsten Gruppen dieser Qualifikationszone sein.

Statistik98 - Die Anzahl der WM-Qualifikationsspiele, die Marokko bislang bestritten hat. Es sind die meisten aller afrikanischen Mannschaften. Die Marokkaner werden im Vorfeld der WM 2014 in einer schwierigen Gruppe die Marke von 100 Partien übertreffen und dabei möglicherweise auch ihren 50. Sieg einfahren. Auf den nächsten Plätzen folgen übrigens Nigeria und Tunesien mit jeweils 88 Partien.

Der nächste SchrittDie Sieger aus den zwölf Duellen mit Hin- und Rückspiel der ersten Runde qualifizieren sich für die noch verbleibenden Plätze in den zehn Gruppen à vier Teams der zweiten Runde. Die Sieger dieser Gruppen gelangen in die dritte Runde und spielen in fünf Duellen mit Hin- und Rückspiel um das Recht, ihren Kontinent 2014 in Brasilien zu vertreten.

Ihre Meinung zähltWelche Spitzenmannschaft hat wohl den schwierigsten Weg zur Endrunde vor sich und welcher Außenseiter könnte für eine Sensation sorgen und sich qualifizieren? 

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