FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

9 Juni - 9 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™

Schweiz peilt Pflichtsieg gegen Togo an

Am 19. Juni 2006 trifft die Schweiz bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™ in ihrem zweiten Spiel der Gruppe G auf Togo . Das Ensemble von Coach Jakob "Köbi" Kuhn geht als Favorit in die Partie und schickt sich an, nach dem torlosen Remis zum Auftakt gegen die Franzosen den ersten Sieg bei diesem Turnier einzufahren.

Doch die Togolesen, die vom Deutschen Otto Pfister trainiert werden, dürfen nicht unterschätzt werden, schließlich mussten sie sich in ihrem ersten Spiel der Republik Korea nur knapp mit 1:2 geschlagen geben. Vor allem durch die individuelle Klasse ihres Top-Stürmers Emmanuel Adebayor in Diensten des FC Arsenal sind die Afrikaner jederzeit für ein Tor gut und haben durchaus das Zeug, bei dieser WM vom Außenseiter zum Favoritenschreck zu avancieren.

Im Duell der Schweiz (Altersdurchschnitt: 25,8 Jahre) und Togo (25,9) trifft zugleich das zweitjüngste auf das drittjüngste Team des Turniers. Man darf also gespannt sein, ob die "jungen Wilden" auf beiden Seiten im FIFA WM-Stadion Dortmund in ihrem jugendlichen Sturmdrang folgerichtig auch eine spektakuläre und von der Offensive geprägte Partie abliefern werden.

Spielkleidung

Togo: Trikot: Grün, Hose: Grün, Stutzen: Weiß

Schweiz: Trikot: Rot, Hose: Weiß, Stutzen: Rot

Ausgangslage

Die Schweiz präsentierte sich bei diesem Turnier bislang in einer starken Verfassung und hätte mit ein wenig mehr Glück gegen den FIFA Weltpokal™-Sieger von 1998, Frankreich, sogar drei Punkte einfahren können. Auch wenn die Kuhn-Truppe laut eigenem Plan erst in zwei Jahren beim europäischen Treffen der Elite ihren Leistungszenit erreicht haben wird, so wirkt sie auch jetzt schon abgeklärt genug, um bei der WM für Furore sorgen zu können.

Im Spiel gegen Togo fordert Trainer Kuhn vor allem, die vielen Ballverluste im Mittelfeld abzustellen, die man sich gegen die Franzosen erlaubt hatte. Dies sei auf die Nervosität und die Hitze zurückzuführen gewesen. Zumindest zweiteres werde in den Augen des Übungsleiters auch gegen die Afrikaner ein Nachteil sein, schließlich findet die Partie bereits um 15 Uhr statt.

Personell bangen die "Eidgenossen" noch um den Einsatz von Valon Behrami (Leistenentzündung) und Ludovic Magnin (Bluterguss im Knöchel). Grünes Licht gab dagegen Philipp Degen, der trotz einer Fußprellung auf die Zähne beißen will.

Im Lager von Togo ist zwar noch immer nicht endgültige Ruhe eingekehrt, dennoch hofft die Pfister-Truppe, an die gute Leistung aus dem ersten Spiel anknüpfen zu können und den Schweizern das Leben schwer zu machen.

Vor allem in der Defensive sind die Afrikaner von großen Verletzungssorgen geplagt. Nicht nur, dass Kapitän und Abwehrchef Jean-Paul Abalo nach seiner Gelb-Roten Karte im Auftaktspiel gesperrt ist, auch Ludovic Assemoassa fällt aufgrund eines Abrisses der Patellasehne im Knie aus.

Bisherige Begegnungen

Die Schweiz und Togo sind bisher noch nie aufeinander getroffen.

Duell des Spiels

Emmanuel Adebayor gegen Philippe Sebderos : Der togolesische Torjäger und der Schweizer Verteidiger spielen beide für den FC Arsenal und kennen sich in- und auswendig. In Dortmund treffen sie nun direkt aufeinander. Wenn Togo eine Überraschung gegen die Schweiz gelingen sollte, dann wohl am ehesten durch einen Geniestreich des Topstars in den eigenen Reihen. Senderos schickt sich an, dies zu verhindern.

Besonders pikant: Beide Akteure sind noch sehr jung. Während Adebayor 22 Lenze zählt, ist Senderos sogar noch ein Jahr jünger. Umso erstaunlicher, dass sie schon jetzt in ihren Teams absolute Schlüsselpositionen einnehmen.

Stimmen zum Spiel

Jakob „Köbi" Kuhn, Schweizer Nationaltrainer: Togo hat sich für die Weltmeisterschaft qualifiziert und damit bewiesen, dass es über eine starke Mannschaft verfügt. Gegen Südkorea im ersten Spiel war das Team Otto Pfisters mindestens bis zum Ausschluss ebenbürtig. Togos Stärke liegt sicher im Angriff. Alle, die Togo als Kanonenfutter sehen, liegen falsch.

Emmanuel Adebayor, togolesischer Stürmer: Gegen die Schweizer, die ein sehr erfahrenes und durchschlagskräftiges Team haben, müssen wir selbstbewusst und offensiv agieren, aber wir dürfen dabei natürlich auch nicht unsere Defensivarbeit vernachlässigen, denn das wurde uns gegen Ende der Partie gegen Korea Republik zum Verhängnis. Da sind wir eingebrochen. Ich möchte vor allem mein Land stolz machen. Das heißt, dass wir gegen die Schweizer gewinnen müssen, um eine Chance auf die Qualifikation für das Achtelfinale zu haben. Das sind wir allen togoischen Fans schuldig. Das ist alles, worauf ich mich konzentriere. Ich würde mich als den größten Fan meines Landes definieren.