FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

9 Juni - 9 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™

SCHWEIZ - KOREA REPUBLIK: Stimmen der Trainer

Jakob Kuhn (SUI): Es war heute Abend ein hart umkämpftes Spiel gegen eine Mannschaft, die ihr Können schon bewiesen hat. Natürlich hatten wir in der einen oder anderen Situation auch Glück, aber schlussendlich finde ich unseren Sieg verdient. Die Koreaner sind topfit, spielen hart und sind sehr robust. Wir waren auf diesen Gegner gut vorbereitet und haben uns frühzeitig auf ihn eingestellt. Es gab auch einige Situationen, in denen die Koreaner die Möglichkeit hatten, in Führung zu gehen. Wir hatten einige Male großes Glück. Meiner Abwehr möchte ich dafür gratulieren, dass sie in der Gruppenphase kein Gegentor zugelassen hat. Es war eine phänomenale Leistung.

Ab jetzt lässt sich meiner Meinung nach nicht mehr viel planen. Wer jetzt weiterkommen will, muss gewinnen. Unser erstes Ziel haben wir erreicht. Jetzt wollen wir sehen, wie weit wir kommen können. Gegen die Ukraine wird es sehr schwer, aber ich glaube, dass alles möglich ist und wir vielleicht noch einen Schritt weitergehen können. Es war ein schweres Spiel. Für mich konnte die Zeit gar nicht schnell genug vergehen. Ich fühle mich sehr erleichtert.

Dick Advocaat (KOR): Wir sind schwer enttäuscht vom Ergebnis. Die Schweizer waren in der ersten Hälfte die bessere Mannschaft, aber sie haben ja auch die stärkeren Spieler, die in großen Mannschaften spielen. Was für einen Unterschied das ausmacht, hat man in der ersten Hälfte gesehen. In der ersten Halbzeit haben die Schweizer das Spiel kontrolliert, aber in der zweiten Hälfte haben wir sie dann unter Druck gesetzt, und wir haben es nicht verdient, ohne Tor vom Platz zu gehen. Wir waren ein paar Mal nah dran, aber eben nicht nah genug. Der Schweizer Sieg heute war wahrscheinlich schon verdient, aber wir hatten einige Male einfach auch Pech. Von den Punkten her hat meine Mannschaft gut abgeschnitten. Vier Punkte sind eine Menge.

Es gibt nichts, wofür wir uns schämen müssten. In der Anfangsphase waren wir einfach zu höflich, aber wir hatten sieben Spieler im Kader, die in der koreanischen Meisterschaft spielen. Dass wir trotzdem so nah dran waren, belegt das hohe Niveau unseres Spiels. Wir mussten heute gewinnen, deshalb habe ich einen weiteren offensiven Mittelfeldspieler gebracht. Gegen Ende haben wir dann alles riskiert und mit fünf Mann gestürmt. Manchmal geht es gut, und manchmal nicht. Heute hat es nicht geklappt. Wenn unsere Nationalmannschaft besser werden soll, muss auch die koreanische Liga besser werden. Ich bin zu enttäuscht, um mir jetzt über meine persönliche Zukunft Gedanken zu machen. Darüber werde ich später nachdenken.