FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

9 Juni - 9 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™

SCHWEIZ – KOREA REPUBLIK: Stimmen der Spieler

Alexander Frei (SUI), Anheuser Busch Bud Man of the Match: Ich bin stolz, einer der 16 weltbesten Mannschaften anzugehören. Die Fans in der Schweiz können heute Abend auch stolz sein. Als Mannschaft können wir der ganzen Welt zeigen, welche Ambitionen wir haben, und was wir erreichen können. Wir sind nicht mehr die kleine, unbedeutende Schweiz. Es gab Zeiten, in denen die Schweizer Nationalelf nicht so gut war, und es ist wichtig, dass die Nationalmannschaft dem Schweizer Vereinsfussball mit gutem Beispiel vorangeht. Wir tun hier die ersten Schritte in diese Richtung. Wir sind stolz auf unsere Bilanz aus der Vorrunde und auf die Tatsache, dass wir ungeschlagen geblieben und Gruppenerster geworden sind. Unser Ziel war das Erreichen des Achtelfinales. Ab jetzt brauchen wir Glück.

Raphael Wicky (SUI): Wenn man führt, wird man automatisch sicherer. Ich hatte die ganze Zeit ein gutes Gefühl, und wir wussten, dass wir es schaffen könnten. Ich bin sehr stolz, zu diesem Team zu gehören.

Patrick Müller (SUI): Es hat sich in unserer Mannschaft eine ganz neue Einsicht eingestellt, die da lautet: Wir sind nicht schlechter als die anderen. Diese Denkweise ist neu für uns. Ich war beeindruckt von den Fans. Das ganze Stadion war Rot. Das war ein einzigartiges Erlebnis, in so einem Stadion zu spielen. Im Fussball ist alles möglich. Das Spiel gegen die Koreaner hat sich als sehr knifflig erwiesen. Wir haben unser Minimalziel mit dem Einzug ins Achtelfinale erreicht. Jetzt müssen wir weiterarbeiten. Warum sollten wir nicht gegen die Ukraine gewinnen?

Ricardo Cabanas (SUI): Es ist ein Traum, dass wir so weit gekommen sind, und wir werden alles daran setzen, dass er nach dem Achtelfinale noch nicht ausgeträumt ist. Unser Ziel war das Erreichen dieser Runde. Die Ukraine ist ein gefährlicher Gegner, aber wir sind überzeugt davon, dass wir gewinnen können. Ich fühle mich einfach fantastisch. Ich bin sehr froh über den Sieg, aber jetzt denken wir schon ans nächste Spiel

Christoph Spycher (SUI): Die Atmosphäre war fantastisch. Auf dem Weg zum Stadion sieht man unglaubliche Fanmassen. Es ist einfach toll. Korea hatte zwei große Chancen. In der zweiten Halbzeit standen wir stärker unter Druck, das Spiel wurde schneller. Morgen müssen wir die Feiern hinter uns lassen und weitermachen.

Phillip Degen (SUI): Eine Mannschaft muss erst einmal so spielen, dass Siege dabei herauskommen, und mit sieben Punkten haben wir uns erfolgreich an die Spitze der Gruppe gesetzt. Nicht jeder Mannschaft gelingt das. Wir sind gekommen, um zu siegen, nicht um unentschieden zu spielen. In der ersten Halbzeit war ich schon überzeugt davon, dass wir es schaffen würden. Wir haben 23 Spieler, die alle Fussball spielen können. Wir können uns heute Abend vielleicht ein Bier genehmigen, aber wir wollen nicht zu viel feiern. Unser Ziel ist noch nicht erreicht.

Pascal Zuberbühler (SUI): Das Weiterkommen ist für die gesamte Mannschaft ein unglaublicher Erfolg. Jetzt ist alles möglich, und wir können auf das bisher Erreichte stolz sein. Wir haben uns den Gruppensieg ohne einen einzigen Gegentreffer gesichert, dafür sind in erster Linie meine Kollegen aus der Abwehr verantwortlich. In der Abwehr liegt unsere Stärke, aber wir werden auch etwas Glück brauchen.

Johan Djourou (SUI): Ich glaube, wir sind gut genug, um gegen die Ukraine zu gewinnen. Wir haben inzwischen mehr Erfahrung gesammelt und sind wegen der guten bisherigen Ergebnisse viel selbstbewusster geworden.

Chun Soo Lee (KOR): Wir haben wirklich hart gearbeitet, um hier erfolgreich zu sein. Wir hatten viele Chancen und wollten diesen Sieg vielleicht einfach zu sehr. Ich bin nach dem Spiel erst einmal in Tränen ausgebrochen. Ich glaube, wir haben sehr gut gespielt, in Zukunft müssen wir uns aber besser vorbereiten. Ich würde gerne in Europa spielen. Ich glaube, dort könnte ich mich zu einem besseren Spieler entwickeln. Ich weiß, dass unsere Fans enttäuscht sind. Wir haben wunderbare Fans. Wir hatten nur sehr wenig Vorbereitungszeit. Die Trainer sagen, die Zeit habe nicht ausgereicht. Beim nächsten Mal werden wir besser vorbereitet antreten. Wir müssen uns einfach noch verbessern. Dass wir eine gute Mannschaft haben, haben wir bereits gezeigt.

Woon Jae Lee (KOR): Das Spiel ist vorbei, und wir müssen uns auf die nächste Weltmeisterschaft vorbereiten. So einfach ist das.

Young Pyo Lee (KOR): Ich bin sehr enttäuscht über den Spielausgang und fand den zweiten Treffer sehr merkwürdig. Jetzt müssen wir nach Hause fahren und mit der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 2010 beginnen.