FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

9 Juni - 9 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™

SCHWEDEN - PARAGUAY: Stimmen der Trainer

Lars Lagerbäck (SWE): Wir haben hier heute Abend eine wirklich gute Mannschaftsleistung gezeigt. Ich habe viel Respekt vor dem Team aus Paraguay, aber wir haben uns mehr Torchancen erarbeitet. Natürlich sind wir zunächst einmal erleichtert, ich möchte aber auch betonen, dass die Spieler hervorragende Arbeit geleistet und den Sieg verdient haben.

Natürlich ist es immer frustrierend, wenn man von der Bank aus verfolgen muss, wie so viele Chancen vergeben werden. Noch schlimmer wäre es jedoch gewesen, wenn wir nicht gut gespielt und keine Chancen herausgearbeitet hätten. Wenn man keine Tore schießt, gibt es dafür in der Regel zwei Ursachen. Entweder nutzt man seine Chancen nicht gut genug oder, und das traf auch hier zu, der Gegner steht in der Verteidigung sehr gut.

Zlatan (Ibrahimovic) hat sich eine Muskelverletzung am Bein zugezogen, und unsere medizinische Abteilung meinte, wenn er in der zweiten Halbzeit wieder aufliefe, könnte die Verletzung so schwer werden, dass die WM für ihn beendet ist. Also haben wir uns entschieden, kein Risiko einzugehen.

Was die Einwechselungen angeht, bin ich wirklich glücklich, dass sie so gut eingeschlagen haben. Manchmal funktioniert so etwas, manchmal nicht. Wir werden heute erst einmal ein bisschen feiern und uns anschließend auf das Spiel gegen England konzentrieren.

Anibal Ruiz (PAR): Wir sind hier bei der Weltmeisterschaft, und natürlich tut dieses frühe Ausscheiden weh. Es ist traurig für die Spieler und natürlich auch für mich, aber so ist nun einmal das Leben. Manchmal erreicht man einfach nicht alles, was man sich wünscht. Ich fand das Spiel recht ausgeglichen, obwohl Schweden vielleicht mehr Torchancen hatte und beim Ballbesitz auch vorne lag.

Ich hatte mir von den Einwechselungen erhofft, dass wir das Spiel mit ihnen aggressiver gestalten könnten. Rogue Santa Cruz war erschöpft, und Julio Dos Santos sollte ohnehin spielen, daher war der Zeitpunkt für den Wechsel gut. Leider hatte ein Spieler einen Krampf, so dass wir unseren taktischen Plan nicht umsetzen konnten. Aber das Jammern hat hier keinen Sinn. Das Ausscheiden tut natürlich weh, aber wir gratulieren der gegnerischen Mannschaft zu ihrem Sieg.