FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

9 Juni - 9 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™

SCHWEDEN – PARAGUAY 1:0 (0:0)

Schweden hat in seinem zweiten Spiel der Gruppe B am Donnerstag, 15. Juni, im Berliner Olympiastadion Paraguay durch einen späten Treffer mit 1:0 (0:0) bezwungen und seine Chance auf das Erreichen des Achtelfinales bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™ gewahrt. Die Skandinavier waren in der ersten Halbzeit zwar die Spiel bestimmende Mannschaft, konnten aus ihrer leichten Überlegenheit allerdings zunächst kein Kapital schlagen.

In der zweiten Halbzeit kam Paraguay besser ins Spiel, doch auch die Südamerikaner präsentierten sich im Abschluss zu harmlos. Freddie Ljungberg gelang dann mit einem Kopfball nach Vorlage des eingewechselten Marcus Allbäck in der 89. Minute die Entscheidung, und er sorgte dafür, dass Paraguay bereits vorzeitig die Heimreise antreten muss.

Das Spiel

Nach dem torlosen Unentschieden im Auftaktspiel gegen Trinidad und Tobago war dem schwedischen Nationaltrainer Lars Lagerbäck klar, dass er diese Partie auf keinen Fall verlieren durfte. Entsprechend stürmten die Schweden von Beginn an, was das Zeug hielt.

9.: Kim Källström, der anstelle von Anders Svensson im Spiel ist, feuert aus etwa 23 Metern einen mächtigen Schuss ab, Aldo Bobadilla kann den Ball jedoch mit einer Glanzparade am Pfosten vorbei lenken. Nach dem darauffolgenden Eckball setzt Zlatan Ibrahimovic gut fünf Meter vor dem Tor zum Kopfball an, kann das Leder jedoch nicht im Kasten unterbringen.

13.: Vier Minuten später kann Källström sich erneut in Szene setzen. Der Mittelfeldspieler von Stade Rennes schickt Ibrahimovic, dieser überzeugt mit einer schönen Kombination mit Henrik Larsson, der wiederum für Christian Wilhemsson auflegt. Sein Distanzschuss geht jedoch knapp am Gehäuse vorbei.

33.: Genau wie im Spiel gegen England scheinen sich die Paraguayer auch hier damit zufrieden zu geben, sich in die Defensive zu stellen, den Druck des Gegners so gut wie möglich abzufedern und sich auf's Kontern zu verlegen. Bei einem der raren Entlastungsangriffe donnert Nelson Valdez den Ball von der Strafraumgrenze über das Tor. Die Vorlage lieferte Roque Santa Cruz, nachdem er sich im Kopfballduell durchsetzen konnte.

34.: Im Gegenzug hat Larsson nach einem Abwehrfehler eine gute Chance, der Kopfball des 34-Jährigen landet jedoch genau in den Armen von Bobadilla.

41.: Schweden wirft in dieser Phase alles nach vorn, wodurch auf der Gegenseite der linke Verteidiger Jorge Nuñez viel Platz hat. Sein Schuss aus ungünstigem Winkel ist jedoch zu harmlos und geht am Tor vorbei.

41.: Direkt nach dem Abstoß kann sich Ibrahimovic von seinen Bewachern lösen, sein präziser Schuss ist jedoch zu schwach getreten, und Bobadilla kann mit einem Hechtsprung relativ problemlos klären.

Paraguay aggressiver

Die Aussicht, bereits vor dem dritten Gruppenspiel auszuscheiden, führte bei den Paraguayern in der zweiten Halbzeit zu einem aggressiveren und offensiveren Auftreten.

46.: Valdez, der sich viel bewegt und so Räume öffnen kann, erläuft sich im Strafraum einen Pass und legt sich den Ball auf den rechten Fuß, sein Schuss landet jedoch am Außennetz.

51.: Aus einer ähnlichen Position versucht es der Stürmer von Werder Bremen erneut, dieses Mal mit dem linken Fuß, das Ergebnis ist jedoch dasselbe. Der Ball geht am kurzen Pfosten vorbei.

54.: Nun sind die Schweden wieder am Zuge. Nachdem Frederik Ljungberg an der Strafraumgrenze zu Fall gebracht wurde, führt Larsson den resultierenden Freistoß aus. Den wuchtig getretenen Schuss kann Bobadilla jedoch mit einem Hechtsprung nach links per Faustabwehr klären.

58.: Obwohl bisher noch keine Tore gefallen sind, ist jetzt ordentlich Bewegung im Spiel. Auf der anderen Seite zwingt Roberto Acuña, der immer für gefährliche Situationen gut ist, Andreas Isaksson mit einem Linksschuss aus über 25 Metern zu einer Glanzparade.

59.: Die größte Chance, hier in Führung zu gehen, haben jedoch die Schweden. Der eingewechselte Marcus Allbäck, der für Ibrahimovic ins Spiel gekommen ist, durchbricht die Abseitsfalle, und schaltet den herausgelaufenen Bobadilla mit einem Heber aus. Denis Caniza rettet jedoch mit letztem Einsatz kurz vor der Torlinie.

79.: Lagerbäcks Mannschaft hat jetzt in punkto Ballbesitz wieder die Nase vorn, erarbeitet sich aber keine klaren Torchancen. Auf der Gegenseite versucht der mit in die Offensive gegangene Nuñez sein Glück erneut aus gut 35 Metern, der Ball streicht jedoch knapp über die Latte. Isaksson war hier etwas zu weit von seinem Kasten entfernt.

80.: Allbäck mit einer weiteren Großchance, hier den Führungstreffer zu erzielen. Larsson bedient den Kopenhagener Stürmer per Kopf, dieser steht jedoch in gut fünf Metern Torentfernung mit dem Rücken zum Gehäuse, und sein akrobatischer Schuss landet direkt in Bobadillas Armen.

83.: Paraguay versucht es nur noch mit Distanzschüssen; der des eingewechselten Edgar Barretto aus gut 25 Metern ist gut platziert, wird jedoch noch über die Latte gelenkt.

89.: Gerade als alle schon glauben, das Spiel werde mit einem torlosen Unentschieden enden, gelingt den Schweden doch noch der überfällige Siegtreffer. Allbäck legt den Ball von der linken Seite per Kopf für den von rechts heranstürmenden Ljungberg auf. Dieser bugsiert ihn ebenfalls per Kopf ins Tor und löst damit Begeisterungsstürme auf der schwedischen Bank und den Rängen aus.

90. +1: Der Spieler von Arsenal London erzielt fast noch einen zweiten Treffer, Bobadilla kann den angeschnittenen Ball jedoch mit einer Glanzparade gerade noch am Tor vorbei lenken.

Fazit: Der Auftritt der Schweden unterschied sich nicht sonderlich von der Leistung im Auftaktspiel, sie sicherten sich mit einem Treffer in letzter Minute jedoch ihren ersten Sieg in diesem Wettbewerb. Damit haben sie gute Aussichten auf ein Weiterkommen in die nächste Runde. Mit zwei Niederlagen ist Paraguay bereits vorzeitig aus dem Turnier ausgeschieden und wird nach dem letzten Gruppenspiel gegen Trinidad und Tobago die Heimreise antreten müssen. Die Paraguayer zeigten auch hier wieder gute Leistungen in der Defensive, im Angriff mangelte es ihnen jedoch an Impulsen und Durchschlagskraft.