FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

9 Juni - 9 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™

SAUDIARABIEN - UKRAINE: Stimmen der Trainer

Marcos Paqueta (KSA): Wir wussten nicht, wie die Ukraine gegen uns spielen würde. Sie haben nach der letzten Begegnung ihre Mannschaft clever umgestellt. In der ersten Halbzeit kamen sie vor allem über die rechte Seite. Wir haben versucht, weiter nach rechts zu rücken, mussten aber schnell einen Gegentreffer hinnehmen.

Wir hatten gehofft, in den ersten zehn Minuten ihren Angriffsbemühungen standzuhalten, haben es aber einfach nicht geschafft. Wir haben, genauso wie die Ukraine in ihrer ersten Begegnung gegen Spanien, zwei Tore in der ersten Hälfte kassiert und einen weiteren Treffer unmittelbar nach dem Seitenwechsel. Danach ist die Mannschaft auseinander gebrochen. Der Gegner hat drei Treffer aus Standardsituationen erzielt. Da müssen wir uns noch verbessern.

Der Boden war nass und der Ball glitschig. Das hat uns Probleme bereitet. In Saudiarabien regnet es nicht allzu oft, so dass wir es nicht gewohnt sind, auf regennassem Untergrund zu spielen. Für uns war das wie für die Ukraine die Hitzeschlacht in der ersten Begegnung. Natürlich soll das jetzt keine Ausrede sein. Was uns das Genick gebrochen hat, war der frühe Gegentreffer in der ersten Halbzeit und das dritte Tor unmittelbar nach Wiederanpfiff.

Oleg Blokhin (UKR): Gegen Spanien haben die Spieler meine Anweisungen nicht auf dem Platz umgesetzt. Ich danke ihnen dafür, dass sie sich schnell von der Niederlage erholt haben und meine Vorgaben diesmal befolgt haben. Ich hatte die Devise ausgegeben, die Räume eng zu machen und den Gegner nicht an den Ball kommen zu lassen.

Wir wollten vermeiden, dass sie den Ball im Mittelfeld erobern. Das ist uns über weite Strecken auch gelungen, so dass wir auch schnelle Konter setzen konnten. Wir hatten gesehen, dass sie in der Begegnung gegen Saudiarabien Probleme bei ruhenden Bällen hatten. Dank (Maksym) Kalinichenkos fantastischem Tor sind wir so auch in Führung gegangen.

Dieses Spiel hat uns viel abverlangt. Nach der Niederlage gegen Spanien war dieser Sieg psychologisch sehr wichtig für die Mannschaft. Das hohe Ergebnis ist dabei gar nicht mal entscheidend. Was zählt, ist der Sieg. Wir wollen unter die letzen Sechzehn kommen, aber der nächste Gegner Tunesien hat einen sehr erfahrenen Trainer und eine starke Mannschaft, mit vielen Spielern, die in Europa ihr Geld verdienen.