FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™

12 Juni - 13 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™

Rückkehr der "Celeste" an legendäre Spielstätte

Alvaro Pereira, Egidio Arevalo Rios, Christian Stuani and Martin Caceres of Uruguay acknowledge the fans
© Getty Images

Bei ihrer Rückkehr ins legendäre Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro bekommt es die uruguayische Nationalmannschaft am Samstag, 28. Juni, im Achtelfinale der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ mit Kolumbien zu tun.

Für das Team von Trainer Óscar Washington Tabárez war es ein langer Weg mit Höhen und Tiefen. Doch wann ist beim zweimaligen Weltmeister bisher schon einmal alles glatt gelaufen? Und dennoch: allen Widrigkeiten zum Trotz hat sich la garra charrúa, der sprichwörtliche Kampfgeist der Mannschaft, erneut durchsetzen können. Und das Schicksal will es, dass diese Achtelfinal-Partie an einem für Uruguay äußerst symbolträchtigen Ort ausgetragen wird.

"Natürlich erhält dieses Spiel dadurch einen ganz besonderen Reiz. Schließlich spielen wir in einem geschichtsträchtigen Stadion, in dem Uruguay einst selbst Fussballgeschichte geschrieben hat… Dass wir jetzt die Gelegenheit haben, dort zu spielen, ist für uns eine große Freude, zumal dies zu schaffen für uns alles andere als leicht war", so Cristian Stuani am Mikrofon der FIFA. "Wir werden diese Partie so gut wie möglich genießen und alle unser Bestes geben, so wie wir es auch bisher getan haben, obgleich wir durchaus wissen, dass wir auf einen sehr starken Gegner treffen. Unsere Erwartungen und Hoffnungen lassen wir uns aber nicht nehmen. Also werden wir alles daran setzen, dieses Spiel zu gewinnen."

Die bisherige Bilanz zwischen den beiden Ländern spricht für Uruguay, das von den bislang 38 Begegnungen 18 für sich entscheiden konnte, während die Cafeteros elf Mal als Sieger vom Platz gingen. Doch der uruguayische Stürmer traut dem Gegner trotzdem eine Menge zu. "Statistiken sind nur nackte Zahlen. Diese Partie will erst einmal gespielt sein. Bei einer Weltmeisterschaft ist alles viel komplizierter. Da werden die Spiele häufig durch Kleinigkeiten entschieden", meint der 27-Jährige.

Er ist der Letzte, der im direkten Duell traf
Der vorerst letzte Treffer, den Uruguay gegen Kolumbien erzielte, geht auf das Konto von Stuani. Das war im September 2013 in der WM-Qualifikation für Brasilien 2014. Damals steuerte der Angreifer vor heimischer Kulisse in Montevideo das zweite Tor zum 2:0-Erfolg seiner Mannschaft bei. Es war zugleich die bis heute letzte Niederlage der von José Pekerman betreuten kolumbianischen Nationalmannschaft, die in den zehn Länderspielen seither ungeschlagen blieb.

"Wir müssen äußerst konzentriert spielen. Denn wir wissen, dass Kolumbien eine sehr starke Mannschaft hat. Andererseits vertrauen wir auch auf unsere eigenen Stärken. Das wird eine über 90 Minuten hart umkämpfte Partie werden", ist sich der Profi von Espanyol Barcelona sicher.

Allerdings wissen nur wenige so gut wie er, was es heißt, auf diese Weise zu kämpfen. 90 Minuten lang, also von Beginn an bis zum Schlusspfiff, haben er sein Team schon seit dem Auftaktspiel kämpfen müssen. Während sie gegen Costa Rica am Ende das Nachsehen hatten, wurden sie gegen Italien und England für ihren Kampfgeist belohnt. "Dass wir gegen zwei frühere Weltmeister in unserer Gruppe gewonnen haben, noch dazu nachdem wir mit einer Niederlage in das Turnier gestartet waren, ist vor allem dem Teamgeist unserer Mannschaft zu verdanken. Nur so konnten wir uns für die nächste Runde qualifizieren. Das ist eine großartige Leistung. Wir haben hier bereits zwei Endspiele gehabt. Die schwersten stehen uns aber erst noch bevor."

"Den Einzug ins Achtelfinale haben wir dank einer großen Opferbereitschaft und dank unseres Stolzes geschafft ", so der Angreifer weiter. Genau das werden wir auch am Samstag im Maracanã-Stadion demonstrieren. Dieses Mal allerdings mit einem eher verletzten Stolz, da seine Mannschaft durch das Fehlen von Luis Suárez auf einen ihrer Schlüsselspieler verzichten muss. "Die Mannschaft steht hinter ihm. Er ist ein großer Fussballer und ein großartiger Mensch."

Indes gilt auch in diesem Punkt als sicher, dass es la garra charrúa wieder einmal mit allen Widrigkeiten aufnehmen wird – so wie es schon vor 64 Jahren der Fall war, als man gegen ein prall mit Brasilianern gefülltes Maracanã-Stadion ankämpfen musste. Dieses Mal wird das Szenario ein anderes sein. Denn aufgrund der massiven Anwesenheit kolumbianischer und uruguayischer Fans in Rio de Janeiro werden die Stadionränge diesmal viel ausgeglichener besetzt sein. "Die Präsenz der uruguayischen Fans spüren wir hier auf Schritt und Tritt. Es ist sehr bewegend, die Begeisterung und die Zuneigung der Fans zu erleben, die extra hierher gekommen sind, um uns lautstark zu unterstützen", so Stuani, der fest entschlossen scheint, diese Zuneigung und Unterstützung in Form eines weiteren Sieges bei dieser FIFA WM zurückzugeben, zum Abschluss des Gesprächs.

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