FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Korea/Japan 2002™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Korea/Japan 2002™

31 Mai - 30 Juni

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2002™

 Ronaldo: "Beim Titelgewinn 2002 war ich einfach überglücklich"

Ronaldo, flanked by Rivaldo and Cafu, kisses the FIFA World Cup™ Trophy following Brazil’s 2-0 win over Germany in the Korea/Japan 2002 Final
© Getty Images
  • ​Die Geburt von Baby Ronald machte die Leidenszeit erträglich
  • Ein Traum in Gold
  • "Es ging nicht um Rivaldo, Ronaldinho oder Ronaldo"

Ronaldo hatte zweieinhalb Jahre lang so gut wie gar nicht gespielt. Brasilien hatte sich nur ganz knapp für die erste WM-Endrunde auf asiatischem Boden qualifiziert. Doch nach 30 Tagen im Fernen Osten hielt O Fenômeno den Goldenen Schuh von adidas und Brasilien den FIFA WM-Pokal in Händen.

Das FIFA Magazin traf sich mit Ronaldo zu einem Gespräch über seine beiden schweren Knieverletzungen und das Comeback, den Titelgewinn bei der FIFA Fussball-WM Korea/Japan 2002™ und seine Gefühle 1994 in den USA.

Ronaldo, wie war das Gefühl, den WM-Pokal in die Höhe zu stemmen?
Diese Trophäe zu gewinnen, ist ein fantastisches Gefühl. Ich war sehr bewegt, als ich gesehen habe, wie viele Leute nach dem Sieg unserer Mannschaft gejubelt haben. Ich wollte unbedingt Weltmeister werden. Als ich dieses Ziel erreicht hatte und die höchste Auszeichnung im Weltfussball gewonnen hatte, war ich einfach überglücklich.

Wie oft hatten sie vor Korea/Japan 2002 davon geträumt, den Pokal zu gewinnen?

In den Wochen und Monaten vor dem Turnier jeden Tag. Während der WM buchstäblich jede Minute. Ich habe mir die Trophäe vor meinem geistigen Auge vorgestellt und mir ausgemalt, wie toll es sein würde, sie in die Höhe zu stemmen. Und es war übrigens tatsächlich ein großartiges Gefühl, den Pokal in Händen zu halten und zu küssen.

Allerdings durchlebten Sie vor der FIFA Fussball-WM 2002™ eine lange Leidenszeit. Sie mussten zwei schwere Knieoperationen über sich ergehen lassen und konnten fast zwei Jahre nicht spielen. Wie sind Sie damit umgegangen?

Das war sehr hart und eine scheinbar unendliche Geduldsprobe für mich. Meine Familie, meine Physiotherapeuten und die Ärzte haben mir Mut gemacht, durchzuhalten – und das war es auch wert! Zudem bin ich während der Verletzungsphase zum ersten Mal Vater geworden. Das hat mir riesigen Auftrieb gegeben. Die Geburt meines Sohnes Ronald hat mir zusätzlich Kraft verliehen, diese endlosen Torturen durchzustehen.

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Von manchen Ärzten war nach der zweiten Verletzung sogar zu hören, Ihre Karriere wäre wahrscheinlich beendet...
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Ganz ehrlich, um meine Laufbahn als aktiver Spieler habe ich mir nie Sorgen gemacht. Ich hatte nie Zweifel an meinem Comeback. Und ich habe auch nicht eine Sekunde daran gezweifelt, dass die Geduldsprobe, die Reha und die Schmerzen für etwas gut sein würden. gut sein würden.

Woher nahmen Sie die mentale Stärke, zwei so schwere Verletzungen wegzustecken und wieder zu Weltklasseform zu finden?

Ich habe einen ganz starken Willen. Und eine unersättliche Leidenschaft für Fussball. Für diesen Sport ist mir keine Anstrengung zu groß. Ich konnte alles ertragen, solange ich nur wieder Fussball spielen würde. Ich habe Fussball nicht nur gespielt, ich habe Fussball regelrecht geatmet.

Wie war Ihr Eindruck von dem Turnier in Korea und Japan?

Die Menschen waren völlig fasziniert von der WM, und das nicht nur in Korea und Japan. Die meisten Spiele waren attraktiv und es gab viele schöne Tore und brillante Spielzüge. Das Turnier war rundherum ein Erfolg. Die Stadien waren Spitze, die Atmosphäre elektrisierend und die Gastfreundschaft der Japaner und Koreaner überwältigend.

Genau genommen sind Sie schon 1994 in den USA mit Brasilien Weltmeister geworden, obwohl sie nicht gespielt haben. Haben Sie sich trotzdem als Weltmeister gefühlt?

Auch damals war ich überglücklich. Aber es ist ein großer Unterschied, ob man als Ersatzspieler oder als Führungsspieler Weltmeister wird. Trotzdem waren natürlich alle 23 brasilianischen Spieler, die im Kader waren, begeistert von unserem Sieg. Jeder einzelne hatte Anteil an diesem herausragenden Triumph, und sie alle können stolz darauf sein. Nicht Rivaldo, Ronaldinho oder Ronaldo sind Weltmeister geworden, sondern die brasilianische Mannschaft, die brillanten Fussball geboten und auf dem Platz perfekt harmonisiert hat.

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