FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

11 Juni - 11 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™

"La Roja" hofft auf eine Hauptrolle 2014

PRETORIA, SOUTH AFRICA - JUNE 25:  Rodrigo Millar of Chile celebrates during the 2010 FIFA World Cup
© Getty Images

Trotz der schmerzhaften Niederlage gegen Brasilien wird der Auftritt der chilenischen Auswahl bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ sicher in sehr positiver Erinnerung bleiben. Mit ihrer offensiven Spielweise, ihrer farbenfrohen, begeisterten Fangemeinde und ihren jungen, erfolgshungrigen Spielern hat die Roja diesem Turnier ihren Stempel aufgedrückt.

Von Beginn an haben die Schützlinge von Marcelo Bielsa keinen Zweifel daran gelassen, dass sie sich in Südafrika nicht mit einer Statistenrolle begnügen wollten. Mit sehr überzeugenden Auftritten sicherten sich die Chilenen am Ende der Gruppenphase punktgleich mit Tabellenführer Spanien den zweiten Platz. Unglücklicherweise traf man im Achtelfinale erneut auf den alten "Angstgegner" Brasilien, gegen den die Chilenen bereits 1998 in Frankreich die Segel streichen mussten. So sollte es auch dieses Mal wieder kommen.

2014 eine Hauptrolle
Chile lieferte hier einige brillante Auftritte ab und erhofft sich für die Zukunft noch mehr. So äußerte sich jedenfalls der Abwehrspieler Gonzalo Jara im Exklusiv-Interview mit der FIFA. "Wir hatten bei dieser Weltmeisterschaft die jüngste Mannschaft. Wir sind fast alle erst 23 oder 24 Jahre alt", meint er optimistisch. "Diese Erfahrung wird uns noch sehr nützlich sein. Jetzt haben wir schon eine WM erlebt und werden 2014 auf die Weltbühne zurückkehren, um eine Hauptrolle zu spielen."

Chile startete gegen Honduras in die WM in Südafrika. Die Chilenen gingen zwar als Favoriten in die Partie, mussten diesen Status auf dem Platz aber erst noch bestätigen. Und genau das taten sie auch. Das junge Team zeigte trotz seiner mangelnden internationalen Erfahrung keinen Funken Nervosität und dominierte das Spielgeschehen vom Anfang bis zum Ende. Angesichts der drückenden Überlegenheit war der 1:0-Erfolg fast schon zu knapp bemessen.

Chile erhält Schützenhilfe
Als nächstes stand die Partie gegen die Schweiz auf dem Programm, die zuvor gegen die Spanier für eine Riesenüberraschung gesorgt hatte. Dennoch lieferte die Roja ein offensives Spiel ab und spielte unzählige Torchancen heraus. Am Ende konnten sich die Schützlinge von Marcelo Bielsa wieder nur mit einem knappen 1:0 durchsetzen. Den Treffer erzielte Mark González in der zweiten Halbzeit.

Trotz dieser beiden Siege war der Einzug ins Achtelfinale nach dem zweiten Spieltag noch nicht in trockenen Tüchern. Dazu galt es noch, eine Niederlage gegen die mächtigen Spanier zu vermeiden, oder aber darauf zu hoffen, dass der Schweiz gegen Honduras kein Sieg gelingen würde. Am Ende verhalf den Südamerikanern letzteres Szenario zum Einzug in die K.o.-Runde. Das torlose Unentschieden zwischen Eidgenossen und Honduranern machte die 1:2-Niederlage gegen Spanien wieder wett. Dabei machten die Chilenen den Spaniern das Leben recht schwer, obwohl sie mehr als 55 Minuten lang mit einem Mann weniger auskommen mussten.

Erwartungsgemäße Niederlage, hohe ErwartungenIm Achtelfinale wartete Brasilien, ein Team, das die Chilenen bisher meistens mit Haut und Haaren verschlungen hatte. Trotz eines beherzten Auftritts in den ersten 30 Minuten, in denen die Chilenen das Geschehen bestimmten und auch Chancen hatten, musste die Roja sich am Ende gegen den übermächtigen fünfmaligen Weltmeister geschlagen geben (0:3).

Die Chilenen erwiesen sich jedoch als gute Verlierer und sahen die Niederlage als eine Lehre an, die sich positiv auf zukünftige Auftritte auswirken würde. Dieser Ansicht ist auch Jara: "Natürlich kann man nach einer Niederlage nicht zufrieden sein", meint er, "aber unsere Mannschaft hat in diesem Turnier einen sehr guten Eindruck hinterlassen und ist immer bei ihrem Spiel geblieben – egal gegen welchen Gegner."

Positive Bilanz
Mannschaftskapitän Claudio Bravo konnte sich dem nur anschließen. Nach der Partie gegen Brasilien erklärte er: "Vielleicht haben wir die Chancen, die wir herausgespielt haben, nicht genutzt, aber wir standen auch einem übermächtigen Gegner gegenüber. Ich glaube, dass wir aus dieser WM insgesamt eine positive Bilanz ziehen können, vor allem wenn man bedenkt, dass wir nach zwölf Jahren zum ersten Mal wieder dabei waren."

Da hat er sicher recht. Der Auftritt der Chilenen bei der WM 2010 in Südafrika wird sicher lange in Erinnerung bleiben. Außerdem sollte man nicht vergessen, dass sich diese Generation pfeilschneller, talentierter und lauffreudiger Spieler in vier Jahren, bei der WM 2014 in Brasilien, vielleicht erneut – und noch stärker – auf der Weltbühne präsentieren wird.

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