FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

11 Juni - 11 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™

Ramos gewinnt Castrol-Wertung

Spain's defender Sergio Ramos reacts on the final whistle of the FIFA World Cup final.
© AFP

Es war die WM der Premieren: erstmals fand das größte Fussballturnier der Welt in Afrika statt, erstmals gewann Spanien den Titel und erstmals wurde das gesamte Turnier Minute für Minute mit den Analysemethoden des Castrol-Index ausgewertet. Bei diesem innovativen System wird modernste Technik eingesetzt, um jede einzelne Aktion der Spieler objektiv zu analysieren und zu bewerten. Jetzt steht fest, wer nach diesen Zahlen der beste Spieler bei dieser FIFA Fussball-WM war.

Sergio Ramos, der energische Rechtsverteidiger des neuen Weltmeisters Spanien, war demnach im vergangenen Monat in Südafrika der einflussreichste und wirksamste Spieler des Turniers. Der Star von Real Madrid hatte seit dem zweiten Spieltag der Gruppenphase stets in den Top 20 rangiert. Schon vor dem Finale hatte er sich auf den ersten Platz vorgeschoben, den er dann durch eine erneute Klasseleistung erfolgreich verteidigte. Die Castrol-Leistungsanalyse bestätigte Ramos als besten Spieler der Partie, der dank seiner Aktionen an beiden Enden des Platzes mit einer Gesamtpunktzahl von 9,64 seine Teamkameraden Joan Capdevila, Iker Casillas und auch Torschütze Andres Iniesta auf die Plätze verwies.

Mit zahlreichen Offensivaktionen und einigen Schüssen direkt auf das Tor von Maarten Stekelenburg stellte er seine Angriffslustigkeit unter Beweis. Doch viel wichtiger war die erneut herausragende Defensivleistung. Denn die Nummer 15 der Spanier sorgte gemeinsam mit seinen Abwehrkollegen dafür, dass die Niederländer nur zu wenigen Torgelegenheiten kamen. Nachdem die Schützlinge von Vicente Del Bosque den Weltmeistertitel mit insgesamt nur zwei Gegentreffern und mit vier K.O.-Spielen ganz ohne Gegentor erobert haben, kann es kaum verwundern, dass die größte Konkurrenz durch die anderen spanischen Verteidiger gebildet wurde.

Mittelfeld in der Hand von SneijderDie Spanier erzielten auf dem Weg zum Titel indes nur acht magere Tore, weniger als jeder andere Weltmeister zuvor. Angesichts dieser geringen Ausbeute im Angriff ist die Leistung der Abwehr natürlich noch entscheidender, und hier ragten neben Ramos auch Joan Capdevila, Carles Puyol und Gerard Pique heraus. Dass die vier spanischen Abwehrspieler nicht die Plätze eins bis vier belegten, ist einzig Philipp Lahm zu verdanken, der Pique auf den fünften Rang verdrängen konnte, da dieser sich verhältnismäßig wenig am Spiel nach vorn beteiligte.

Zudem hatte Spanien auch noch David Villa in seinen Reihen, der von den Castrol-Leistungsanalytikern als bester Stürmer des Turniers gesehen wurde. Somit standen im Soccer-City-Stadion auf Seiten der Iberer gleich fünf Spieler aus den Top 10 der Castrol-Gesamtwertung auf dem Feld, auf Seiten der Niederländer hingegen nur einer, nämlich Wesley Sneijder. Der Mittelfeldspieler festigte seine Position mit einer weiteren Klasseleistung im Finale. Erneut wurde der Star von Inter Mailand als bester Niederländer gesehen. Nach dem verlorenen Endspiel hat er wenigstens den Trost, gemäß der Castrol-Leistungsanalyse der beste Mittelfeldakteur des gesamten Turniers gewesen zu sein.

Doch natürlich war das Finale nicht das einzige Spiel, das zum Ende des Turniers noch in die südafrikanische Wertung des Castrol-Index einging. Schließlich war da auch noch das hochklassige Spiel um Platz drei zwischen Deutschland und Uruguay, bei dem zahlreiche weit vorn platzierte Spieler beteiligt waren. Es fehlten allerdings zwei Spitzenspieler der Castrol-Wertung, nämlich Philipp Lahm, der zwischenzeitlich die Gesamtwertung angeführt hatte, und Manuel Neuer, der bei den Torhütern ganz vorn lag.

Aufgrund einer Erkrankung hatte Lahm keine Gelegenheit, noch einmal in den Kampf um die Spitze einzugreifen. Als bestplatzierter Deutscher belegte er letztlich Platz vier der Castrol-Gesamtwertung. Torhüter Manuel Neuer drückte im Spiel um Platz drei nur die Bank, behauptete sich aber dennoch an der Spitze der Torhüterwertung. Die beiden deutschen Akteure verbesserten sich sogar noch leicht im Vergleich zu einigen Spielern, die in den letzten beiden Partien noch im Einsatz waren.

Suarez überstrahlt ForlanAuch wenn eine beeindruckende Leistung im Spiel um Platz drei naturgemäß weniger hoch gewichtet wurde, als eine Beteiligung am Finale, konnten sich noch weitere Akteure des kleinen Finales verbessern. So rückte Diego Forlan, der Gewinner des Goldenen Balles von adidas, noch in die Top 50 auf, während Thomas Müller, der als bester Torjäger den Goldenen Schuh gewann, sogar noch den Sprung in die Top 10 schaffte.

Forlan wäre deutlich weiter vorn gelandet, wenn er eine bessere Erfolgsquote bei seinen Pässen erreicht hätte. Doch von 71 Stürmern, die 50 oder mehr Pässe spielten, hatten 60 eine bessere Erfolgsquote. Sein Sturmpartner Luis Suarez landete letztlich auf Platz acht noch vor Forlan. Auch der Ghanaer John Pantsil und der Paraguayer Paulo da Silva müssen noch erwähnt werden, die beide in den Top 20 landeten, obwohl sie mit ihren Teams im Viertelfinale ausgeschieden waren.

Sergio Ramos konnte sich indes zusätzlich zum Weltmeistertitel mit Spanien auch über seinen persönlichen Sieg in der Gesamtwertung des Castrol-Index freuen und damit einen fantastischen Schlusspunkt unter dieses Turnier setzen.

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