FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

9 Juni - 9 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™

Podolski eiskalt, Messi in Spiellaune

Nach eher verhaltenem Turnierstart ist Lukas Podolski am Samstag förmlich explodiert. Mit seinen beiden Treffern im Achtelfinale schoss er die Schweden aus dem Wettbewerb und seine eigene Mannschaft in die Runde der letzten Acht. In der zweiten Achtelfinal-Partie blieb Lionel Messi lediglich eine gute halbe Stunde Zeit, um sich in Szene zu setzen. Um sich von seinen Mitbewerbern abzusetzen, benötigt "Leo" jedoch deutlich mehr Einsatzzeit. Am 30. Juni in Berlin werden die beiden Jungstars im direkten Vergleich erneut die Möglichkeiten haben, ihre Qualitäten unter Beweis zu stellen.

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Die DFB-Elf ließ im Achtelfinale gegen Schweden von Beginn an keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie das Spiel unbedingt gewinnen wollte. Mit ihrem fulminanten Auftakt setzte die Elf von Bundestrainer Jürgen Klinsmann die Skandinavier sofort unter Druck und machte bereits in der Anfangsphase alles klar. Und der Vollstrecker des Tages hieß Lukas Podolski. Es waren keine fünf Minuten gespielt, da drang Miroslav Klose in den gegnerischen Strafraum ein und zog Richtung Tor. Torwart Andreas Isaksson konnte zwar abwehren, doch "Poldi" stand goldrichtig und verwandelte den Abpraller sicher zum Führungstreffer.

Danach spielte der Noch-Kölner wie entfesselt. Kurz darauf jagte er einen Knaller nur knapp über die Querlatte. Doch das war noch längst nicht alles. Wenige Minuten später schlug Podolski erneut zu. Nach einem wunderschönen Zuspiel von Klose versetzte er den schwedischen Schlussmann wiederum mit einem unhaltbaren Schuss und erhöhte zum 2:0 für Deutschland. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht einmal eine Viertelstunde gespielt.

Die Schweden reagierten wie gelähmt und hatten fortan kaum etwas dagegen zu setzen, während die DFB-Elf nur noch das Ergebnis zu verwalten brauchte. Doch Podolski sorgte auch danach noch für Torgefahr, konnte sein Trefferkonto jedoch nicht weiter nach oben schrauben. Mit drei Treffern rückte er auf den geteilten zweiten Platz der Torschützenliste vor.

Im zweiten Achtelfinale dieses Spieltages entpuppte sich der Mexikaner Andres Guardado als die Überraschung im Team von Trainer Ricardo La Volpe. Der offensive Mittelfeldspieler von Atlas war im bisherigen Turnierverlauf noch nicht zum Einsatz gekommen und bot bei seinem ersten Auftritt eine ansprechende Leistung, auch wenn sein Team am Ende unterlag. Auf argentinischer Seite kam in der Schlussphase Lionel Messi ins Spiel und hatte noch wesentlichen Anteil am späteren Sieg der Albiceleste.

Der wie gewohnt laufstarke Jungstar vom FC Barcelona sorgte mit dem ebenfalls eingewechselten Carlos Tevez sofort für Unruhe in der mexikanischen Abwehr. Und fast nebenbei beglückte er das Leipziger Publikum mit ein paar technischen Finessen der Extraklasse. Damit taten sich auch mehr Räume für Maxi Rodríguez auf, der Argentinien in der Verlängerung mit einem Kunstschuss ins Viertelfinale schoss. Dort treffen die Argentinier am 30. Juni in Berlin auf die gastgebende DFB-Elf, und es kommt zum direkten Duell zwischen den beiden jungen Torjägern.