FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™

21 November - 18 Dezember

FIFA Fussball-WM 2022™

Phiri ist Feuer und Flamme

Gerald Phiri (Malawi)
© Backpagepix
  • Gerarld Phiri Junior ist der Spielmacher Malawis
  • Er hat in der Vorrunde der Afrika-Qualifikation für Katar 2022 eine entscheidende Rolle gespielt
  • Sohn eines großen malawischen Fussballers mit demselben Namen

Malawi hat noch nie an einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ teilgenommen. Doch alle vier Jahre keimt mit Beginn der Afrika-Qualifikation für den Königswettbewerb erneut Hoffnung auf, so auch jetzt wieder im Rahmen der Qualifikation für Katar 2022. The Flames (die Flammen), wie das Team auch genannt wird, konnten sich in der ersten Runde nach Hin- und Rückspiel mit 1:0 gegen Botsuana durchsetzen und wollen jetzt unbedingt noch weiter kommen.

"Das ist natürlich ein Traum, und nichts ist unmöglich. Wir haben Talent und alle Chancen", erklärt Gerald Phiri, Schütze des einziges Tors in der Spielserie gegen Botsuana, am Mikrofon von FIFA.com. "Aber wir setzen uns nicht unter Druck. Wir befinden uns in einem Lernprozess. Unsere Mannschaft ist noch jung. Wir müssen jetzt Geduld haben und reifer werden."

Die Flamme der Hoffnung

Phiri weiß, wovon er spricht. Mit gerade einmal 26 Jahren zählt der Vizekapitän der malawischen Nationalmannschaft nämlich zu den erfahrensten Akteuren. Diese Erfahrung hat er vor allem in der südafrikanischen Liga erworben, in der er seit 2015 aktiv ist. "Es ist eine große Chance, sich dort entwickeln zu können. Das gilt umso mehr für einen Spieler aus Malawi, wo das Niveau eher niedrig ist. Ich weiß, welches Glück ich habe, aber auch wie viel Arbeit mir bevorsteht, um das Niveau zu halten", erklärt der offensive Mittelfeldspieler des FC Baroka.

Tatsächlich liegt ihm Südafrika schon seit jeher gut. 2015 erzielte er gegen die Bafana Bafana in Rustenburg sein erstes Tor für das Nationalteam. "Das ist wirklich eine denkwürdige Erinnerung", meint er rückblickend. "Es war ein Freundschaftsspiel. Ich saß zuerst auf der Bank und hatte dann nur 20 Minuten Zeit, mein Können zu zeigen. Die Zeit hat für ein Freistoßtor gereicht, und ich bin sehr stolz darauf."

Doch auch sein letzter Treffer für das Nationalteam war ausgesprochen wichtig. Es handelt sich um das Elfmetertor gegen Botsuana, mit dem Malawi in die nächste Runde der WM-Qualifikation eingezogen ist. "An dieses Tor werde ich mich natürlich auch immer erinnern! Das war eine besonders angespannte Situation: ein Elfmeter in der 80. Minute, in einem bis zum Bersten gefüllten Stadion, in einem Spiel, das unentschieden stand und bei dem es um sehr viel ging. Ich war schon etwas nervös", räumt er ein. "Aber am Ende habe ich nicht gezaudert!"

Gerald Phiri celebrates
© Backpagepix

Die Flamme springt über

Dank des erfolgreich verwandelten Elfmeters ist der Spieler mit der Rückennummer zehn zum Nationalhelden avanciert. Doch als guter Spielmacher kommt es ihm vor allem auf das Kollektiv an: "Ich weiß nicht, ob ich mir mit diesem Tor wirklich einen Namen gemacht habe. Mir geht es vor allem darum, dass Malawi sich in der globalen Szene einen Namen macht. Wenn dieses Tor einen Beitrag dazu leisten konnte, dann ist das natürlich umso besser", erklärt er.

Es muss betont werden, dass es gar nicht leicht ist, sich einen Namen zu machen, wenn man Gerald Phiri heißt. Er hat nämlich nicht nur denselben Nachnamen wie Kinnah Phiri, die große Legende des malawischen Fussballs, sondern trägt auch noch denselben Vor- und Nachnamen wie sein Vater, ebenfalls eine Persönlichkeit, um die man im malawischen Fussball nicht herumkommt. Er fungierte 2017 sogar als Nationaltrainer.

"Mein Vater hat in meiner Karriere natürlich eine wichtige Rolle gespielt. Er war mir anfangs eine enorme Hilfe, und wir tauschen uns immer noch regelmäßig aus. Seine Ratschläge sind sehr wertvoll: Sie kommen gleichzeitig von einem Vater und einem Fussballexperten", erklärt Gerald Junior. "Aber es war nicht immer einfach. Man erwartet immer, dass der Sohne seine Sache genauso gut macht wie der Vater und ich finde nicht, dass man Vergleiche anstellen sollte. Ich hoffe einfach nur, dass er stolz auf meine Karriere ist, und ich glaube, das ist er auch."

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