FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Schweden 1958™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Schweden 1958™

8 Juni - 29 Juni

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 1958™

Pelé begeistert die Fussballwelt

  • ​Brasilien bezwingt Schweden und wird zum ersten Mal Weltmeister
  • Der 17-jährige Pele feiert seinen Durchbruch
  • Just Fontaine erzielt 13-WM-Tore in nur einem Turnier

Nach der Schweiz wurde Schweden als Gastgeberland für das Weltturnier 1958 bestimmt, ein Turnier um einen Pokal, der am 16.Oktober 1956 seinen Begründer Jules Rimet verloren hatte. Rimet war im Alter von 86 Jahren in Paris verstorben.

Brasilien, inspiriert von einem gerade 17-jährigen Youngster namens Pelé, gewann die Trophäe zum ersten Mal. Pelé traf gegen Wales, erzielte einen Hattrick beim 5:2-Sieg gegen Frankreich und weitere zwei Treffer im Finale, beim 5:2-Triumph gegen die Gastgeber.

Der Franzose Just Fontaine erzielte 13 Tore im Turnier, ein Rekord, der auch heute noch Bestand hat. Es gab auch das erste Weltpokal-Spiel, das mit 0:0 endete - das Aufeinandertreffen von England und Brasilien.

Zum ersten Mal wurde eine Fußball-WM weltweit übertragen. Und so konnte die Fangemeinde auf allen Kontinenten die Stars des modernen Fußballs hautnah erleben: Kopa, Fontaine, Charlton, Yashin, Garrincha, Vava und Pelé, der mit seinen 17 Jahren sechs Tore erzielte, einschließlich zweier Treffer im Finale, als die Brasilianer sich nun endlich den Weltmeistertitel sicherten.

Der 6. Weltpokal sah auch eine neue Rekordzahl von Teilnehmerländern (55). Bereits in der Qualifikation gab es einige Überraschungen: So gelang es Belgien, den Niederlanden, der Schweiz, Spanien, Uruguay und - die größte Überraschung - Italien nicht, sich zu qualifizieren. Die erste Runde des Finalturniers bot die Gelegenheit, neue Fußballnationen wie Wales, Nordirland, die UdSSR und Schweden kennen zu lernen. Es war jedoch in erster Linie das französische Team, das mit seinem "Wundersturm" bestehend aus Kopa, Piantoni und Fontaine für Aufsehen sorgte. "Les Bleus" sollten schließlich auch bedeutende Ehrungen einheimsen: die des besten Torschützen des Turniers (Just Fontaine mit 13 Treffern - ein Rekord, der bis heute Bestand hat und wohl niemals übertroffen werden wird), die des besten Angriffs (23 Tore) sowie die des besten Spielers, nämlich Raymond Kopa, gewählt von einer internationalen Jury. Frankreich gewann in seiner Gruppe mit 11 Treffern in drei Spielen. Die Erfolgsgeschichte dieses Teams endete jedoch im Halbfinale gegen den Turnierfavoriten Brasilien.

Nach den großen Enttäuschungen 1950 und 1954 waren die Brasilianer entschlossen, diesmal alles richtig zu machen. Sie setzten sich in einer schwierigen Gruppe gegen Österreich (3:0), England (0:0) und die UdSSR (2:0) durch. Im Viertelfinale gegen Wales boten die Brasilianer lange eine wenig berauschende Vorstellung, bis ein Augenblick der Magie eines jungen 17-jährigen Spielers, für die Entscheidung sorgte. Es war das erste Weltpokal-Tor, das Pelé erzielte - ein Star war geboren. Im Halbfinale "zerlegte" Pelé dann persönlich ein französisches Team, das ihm nichts entgegenzusetzen hatte.

Brasilien stand wieder einmal im Finale, dieses Mal gegen die Schweden. Dass die Nordländer das Finale erreicht hatten, war eine große Überraschung, denn das Team war vor dem Turnier aus dem Nichts gestampft worden, nachdem es zuvor lange Diskussionen darüber gegeben hatte, ob Profis aus der italienischen Liga an einem Weltpokal-Turnier teilnehmen dürften. Die Schweden erwiesen sich als solides und harmonierendes Team, das sich im Halbfinale mit 3:1 gegen den Titelverteidiger Deutschland durchsetzte. Im Finale der "Legionäre" gegen die "Zauberer" erwischten Erstgenannte den besseren Start. Zum ersten Mal im Turnier lagen die Brasilianer zurück. Jedoch nicht lange: Dank der Tore von Zagallo, Vava und natürlich Pelé, der wieder zweimal erfolgreich war, gewann Brasilien zum ersten Mal den Weltpokal (5:2). FIFA-Präsident Arthur Drewry überreichte anschließend dem brasilianischen Mannschaftsführer Bellini die goldene Siegestrophäe.