FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

9 Juni - 9 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™

Paraguay und Ecuador trotz Niederlagen zuversichtlich

Weniger als 70 Tage vor dem Anpfiff der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™ befinden sich die südamerikanischen Teams mitten in der entscheidenden Vorbereitungsphase. Dieses Mal war es an Paraguay und Ecuador, sich zu zeigen. Zu Buche schlugen schließlich Zahlen, Namen, Niederlagen und wichtige Schlussfolgerungen.FIFAworldcup.com befasst sich mit der aktuellen Situation beider Teams, den Namen möglicher Kaderkandidaten und den Lehren, die man aus den jüngsten Freundschaftsspielen vor dem großen Fussballfest im Juni gezogen hat.

Frischer Wind in Paraguay

"Das Spiel gegen Mexiko wird dazu dienen, einige Zweifel zu beseitigen, vor allem im Angriff. Deswegen werden Spieler zum Einsatz kommen, die ich sehen möchte, um schließlich diejenigen herauszufinden, die ich nach Deutschland mitnehmen werde." Diese Aussage von Aníbal Ruiz, die er exklusiv gegenüber FIFAworldcup.com tätigte, offenbarte seine Absichten vor dem Freundschaftsspiel der Albirroja gegen die Tricolor.

Mexiko gewinnt Testspiel gegen Paraguay

In dieser Hinsicht war es ein erfolgreicher Test. Trotz der 1:2-Niederlage zeigten Nelson Cuevas und Salvador Cabañas, dass sie mehr als nur Alternativen für die gegenwärtig von José Cardozo, Nelson Haedo Valdez und dem verletzten Roque Santa Cruz besetzten Plätze im Angriff sind. Pipino, der sich mit seinen beiden entscheidenden Treffern gegen Slowenien in Korea/Japan 2002 einen Namen machte, war es, der in Chicago nach schönem Zusammenspiel mit Cabañas die Führung erzielte. "Für so ein Spiel nominiert zu werden, zu spielen und einen Treffer zu erzielen, bedeutet für mich einen wichtigen Schritt hin zur Weltmeisterschaft. Mich schmerzt noch heute das Ausscheiden gegen Deutschland 2002, weswegen ich dort unbedingt dabei sein möchte", erklärte der Spieler von Pachuca nach der Partie.

Neben ihm konnte auch Cabañas, obwohl er keinen Treffer erzielte, viele Pluspunkte bei Trainer Ruiz sammeln. "Die Weltmeisterschaft ist nahe, und jedes gute Spiel ist ein weiterer Schritt in Richtung Kader", erklärte der Goalgetter der Jaguares von Chiapas - eine Aussage, die auch der Trainer selbst bestätigte: "Wir sind zufrieden, weil die Spieler, die wir sehen wollten, gute Leistungen gezeigt haben", betonte er.

Wie wenig Bedeutung man der Niederlage beimaß, lässt sich auch an den Aussagen der wichtigsten Zeitungen Paraguays ablesen. ABC beispielsweise versicherte, dass "der Test gar nicht so schlecht verlief. Es hat gute Leistungen wie die von Cuevas, Cabañas, (José) Montiel und (Walter) Fretes gegeben." Die Zeitung Popular verwies darauf, dass "Paraguay die Fehler des Gegners durchgehen ließ, Mexiko dagegen nicht." Offenbar haben die beiden Treffer von Omar Bravo keine allzu tiefen Spuren im Selbstbewusstsein eines Teams hinterlassen, das, wie seine Mitglieder immer wieder versichern, nach Deutschland reist, "um Großes zu leisten".

Ecuador erneut knapp unterlegen

Einige Stunden später war Ecuador an der Reihe, das in Japan mit zahlreichen Spielern aus der zweiten Garde auflief. Und ebenso wie am 1. März in den Niederlanden zeigten die Südamerikaner eine gute Leistung. Das Team hinterließ einen kompakten Eindruck in der Abwehr, unterlag jedoch mit 0:1 durch ein Tor von Hisato Sato fünf Minuten vor Schluss.

Japan mit knappem Sieg über Ecuador

Ecuadors Teamchef Luis Fernando Suárez bezeichnete die Begegnung als "eine schwierige Partie, so wie wir es erwartet hatten. Sie waren schneller als wir, und obwohl wir einige gute Torgelegenheiten hatten, versagten wir auf den letzten Metern. Wir haben Probleme in der Offensive gezeigt." Die Medien im Land zeigten sich jedoch im Gegensatz zum kolumbianischen Trainer wenig beruhigt. Vielmehr wurden erste Stimmen laut, die kritisierten, dass man so kurz vor dem ersten WM-Spiel gegen Polen zu viele Spieler ausprobieren würde.

Das Fehlern von Akteuren wie Ulises De la Cruz, Edison Méndez, Cristian Lara und Agustín Delgado war entscheidend für die erneute Niederlage des Teams von Suárez – so sah es zumindest die Presse. "Die sechste Niederlage der Tricolor zwei Monate vor Beginn der Weltmeisterschaft gibt durchaus Anlass zur Sorge. Man war ohne zwölf für das Team wichtige Spieler nach Japan gereist", erklärte die Zeitung El Comercio in ihrer Spielanalyse. El Universo führte an, dass Ecuador enttäuschte, vor allem "weil Trainer Luis Fernando Suárez weiterhin Spieler beruft, die nicht bei der Weltmeisterschaft dabei sein werden."

Der Trainer dagegen erklärte, dass er keine großen Zweifel habe. "Ich möchte einfach noch ein paar Spieler testen, bevor die endgültige Liste steht. Aber ich weiß schon genau, welche Elf gegen Polen auflaufen wird. Zehn Namen davon habe ich schon im Kopf", erklärte er jüngst gegenüber FIFAworldcup.com. Das hoffen auch die Fans und die Presse des Landes. Nun bleiben noch zwei Monate, um am Feinschliff der Mannschaft zu arbeiten.