FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

11 Juni - 11 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™

Palacios: Das ist bitter!

© Getty Images

Die Rückkehr der Honduraner auf die große Bühne des Weltfussballs in Südafrika endete mit einer herben Enttäuschung. Nachdem das von politischen Unruhen geplagte mittelamerikanische Land in der WM-Qualifikation der CONCACAF-Zone dank eines beeindruckenden Sieges über Mexiko sogar Costa Rica hinter sich gelassen hatte, waren die Erwartungen recht hoch. Letzten Endes reichte es jedoch nur zu einem mageren Punkt, weshalb die Mannschaft bereits nach der Vorrunde die Heimreise antreten muss.

"Nachdem wir die beiden ersten Spiele dieser Weltmeisterschaft verloren hatten, war es fast ausgeschlossen, noch einmal zurückzukommen", sagte der Top-Star der Honduraner, Wilson Palacios vom englischen Erstligisten Tottenham Hotspur, als er sich nach dem torlosen Remis gegen die Schweiz in Bloemfontein mit FIFA.com unterhielt. Dieses Unentschieden bescherte den Catrachos den einzigen Punkt bei dieser Endrunde, auf den die Honduraner durchaus stolz sein können.

Ohne eigenen Torerfolg
"Wir waren im dritten Spiel richtig gut drauf", sagte er nach dem beachtlichen Punktegewinn gegen die Eidgenossen, die nach dem viel versprechenden Auftaktsieg über Spanien in der Gruppe H einiges schuldig blieben und nun ebenso wie Honduras bereits nach der Gruppenphase ausgeschieden sind. "Es war nicht leicht für uns, denn wir waren mental etwas angeschlagen. Doch angesichts dieser Tatsache können wir mit dem Ergebnis durchaus zufrieden sein", meinte Palacios, den es jedoch etwas schmerzte, dass seine Mannschaft in Südafrika kein einziges Tor erzielen konnte.

Im Vergleich zu ihrem WM-Debüt im Jahr 1982 machten die Honduraner diesmal keine gute Figur. Damals gab es ein überraschendes 1:1 gegen Gastgeber Spanien und nachdem sie auch den Nordiren einen Punkt abringen konnten, setzte es gegen Jugoslawien eine denkbar knappe 0:1-Niederlage. Doch auch wenn die Ergebnisse bei der ersten Weltmeisterschaft auf afrikanischem Boden nicht zufriedenstellend waren, konnte Honduras mit einigen der weltbesten Mannschaften durchaus mithalten. Im Auftaktspiel gegen Chile präsentierten sich die Mittelamerikaner äußerst kampfstark und verloren nur durch den großartigen Treffer von Jean Beausejour gegen Ende der ersten Halbzeit. Das zweite Gruppenspiel gegen Spanien verloren die nicht mehr ganz blutjungen Honduraner mit 0:2 und mussten am Ende froh sein, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel.

Erst recht erfolgshungrig
Für erfahrene Spieler wie den Rekordtorschützen der honduranischen Nationalmannschaft, Carlos Pavón, Spielmacher Amado Guevara oder Europa-Legionär David Suazo war es vermutlich die erste und zugleich letzte Weltmeisterschaft. "Nachdem wir die ersten beiden Spiele unglücklich verloren hatten, haben wir uns diesen einen Punkt redlich verdient", sagte der trickreiche Mittelfeldspieler, der sich bei den Fans der Spurs größter Beliebtheit erfreut, im Gespräch mit FIFA.com. "Das ist erst unsere zweite Weltmeisterschaft. Wir befinden uns noch in einem Entwicklungsprozess, weshalb man von uns nicht allzu viel erwarten darf. Niemand wird über Nacht zum Champion."

"Das ist natürlich bitter. Es ist schade, dass wir nun nach Hause fahren, ohne der Welt unser ganzes Potenzial gezeigt zu haben", klagte der 25-Jährige, der eine laufstarke und unberechenbare Mannschaft durch die WM-Endrunde geführt hatte, ehe er ankündigte: "Wir fahren nun nach Hause, doch unsere Erfahrungen hier in Südafrika machten uns erst recht erfolgshungrig."

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