FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

11 Juni - 11 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™

Nullnummer statt Zauberfussball

Cristiano Ronaldo of Portugal challenges Felipe Melo
© Getty Images

Der erwartete und erhoffte Zauberfussball zwischen Brasilien und Portugal fiel zum Abschluss der Gruppe G leider aus, da sich beide Mannschaften in Durban torlos trennten. In einer Partie ohne große Höhepunkte waren die Gelben in Hälfte eins die etwas aktivere Mannschaft, während die Roten nach der Pause mehr für das Spiel taten.

Baptista statt Kaká
Die Südamerikaner ersetzten den gesperrten Superstar Kaká durch Julio Baptista, während Daniel Alves und Nilmar anstelle von Elano (Schienbein) und Robinho spielen durften. Ein Mal mehr wechselte gar Portugals Trainer Carlos Quiroz: Duda, Danny, Ricardo Costa und Pepe fanden sich in der Startelf wieder, während Hugo Almeida, Pedro Mendes, Simao und Miguel in diesem Prestigeduell erst einmal zuschauen sollten.

In der Anfangsphase präsentierten sich die Kicker vom Zuckerhut als lebhafter, so schoss Daniel Alves in der sechsten Minute aus zweiter Reihe nur knapp am linken Pfosten vorbei. Der WM-Vierte von 2006 konnte sich nach einer Viertelstunde überhaupt erst gefährlich vor Julio Cesars Tor in Szene setzen, als Pepe aus guter Schussposition noch abgeblockt wurde. Nach einer Flanke von Fabio Coentrao ging die Direktabnahme Tiagos weit am Tor vorbei. Die schnelle 2:0-Führung der Elfenbeinküste gegen Korea DVR hatte vielleicht zum Zwischenspurt der Iberer beigetragen.

Nilmar ans Aluminium
Nach genau einer halben Stunde verpasste der Rekordweltmeister dann die ganz große Chance zur Führung, als Nilmar einen Querpass im Strafraum erreichte und links aus spitzem Winkel aus vier Metern zum Abschluss kam, doch Eduardo lenkte den Ball noch ans Aluminium. Allerdings störten viele kleine Fouls auf beiden Seiten den Spielfluss, so dass die Zuschauer nur selten auf ihre Kosten kamen.

Ein Kabinettstückchen bot Nilmar den Fans dann an, als er sich mit einer feinen Einzelleistung gegen Ricardo Costa durchsetzte, doch sein Schussversuch ging deutlich am Tor vorbei. Brasilien war nun, kurz vor der Halbzeit, wieder die bessere Mannschaft und Luis Fabiano scheiterte nur hauchdünn mit einem Kopfballaufsetzer (39.).

Die erste Chance nach dem Wechsel gehörte Portugal, als Ronaldo über links steil geschickt wurde, in den Strafraum stürmte, doch Lucio nach einem 20-Meter-Sprint in letzter Sekunde den Querpass per Grätsche verhinderte (46.) Portugals Nummer 7 stand auch sechs Minuten später im Mittelpunkt, als einer seiner Freistöße von Pepe noch über das brasilianische Gehäuse abgefälscht wurde.

Meireles verpasst Großchance
Nun waren es die Brasilianer, denen hier die Durchschlagskraft fehlte. Luis Fabianos Kopfball in der 56. Minute war im Gegensatz zu dem in der ersten Halbzeit ohne jede Torgefahr. Raul Meireles vergab auf der Gegenseite dann die ganz große Chance für die Iberer: Lucio hatte Ronaldo rechts im Strafraum den Ball abgejagt, dabei jedoch unfreiwillig den perfekten Querpass für Meireles gespielt, der am langen Pfosten aus kurzer Distanz am Tor vorbei schoss.

Brasilien fand in den zweiten 45 Minuten kaum noch statt. Da in Nelspruit der Anfangsschwung der Elfenbeinküste auch erloschen war, merkte man schnell, dass es für beide Mannschaften in diesem Duell um nichts Ernsthaftes mehr ging. Nach der doch sehr intensiven Anfangsphase mit sieben Gelben Karten in der ersten Halbzeit ging es in den zweiten 45 Minuten wohl nur noch darum, ohne eine Sperre ins Achtelfinale zu kommen.

Letzte Chancen
Einen kleinen Aufreger gab es dann wieder in Minute 77, als Ronaldo im Fünfmeterraum zu einer Direktabnahme kam – da er bedrängt wurde, traf er den Ball aber nicht richtig und der flog weiter über das Tor. Die letzte Chance gehörte Brasilien, als Ramires mit einem abgefälschten Schuss den etwas zu weit vor seinem Kasten stehenden Eduardo fast überwand (90.+1).

Der fünffache Weltmeister schließt die Gruppe G mit sieben Zählern als ungefährdeter Erster ab und wird von Portugal (5 Punkte) ins Achtelfinale begleitet. Brasilien trifft dort am Montag in Johannesburg auf den Zweiten der Gruppe H, während die Elf um Superstar Cristiano Ronaldo am Dienstag in Kapstadt zum Abschluss der Achtelfinals gegen den Sieger der Gruppe H antreten wird.

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