FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™

14 Juni - 15 Juli

FIFA Weltmeisterschaft™

Nigeria qualifiziert, "Elefanten" in Not

© AFP
  • Nigeria als erster afrikanischer Vertreter für Russland 2018 qualifiziert
  • Tunesien, Senegal und Ägypten mit guter Ausgangslage
  • Entscheidung zwischen Elfenbeinküste und Marokko am letzten Spieltag

TAGESRÜCKBLICK - Nigeria hat sich als erstes afrikanisches Land für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018™ qualifiziert. Auch Tunesien und Senegal, das ein Spiel Rückstand auf die Konkurrenten hat, machten einen großen Schritt in Richtung Russland. Die Elfenbeinküste hingegen ließ sich von Marokko überholen, so dass zwischen diesen beiden Teams am letzten Spieltag im direkten Aufeinandertreffen die Entscheidung fällt. Ägypten wiederum kann sich am Sonntag mit einem Sieg gegen Kongo vorzeitig qualifizieren. 

Das Topspiel
*Marokko - Gabun 3:0 *
Nach dem Ausrutscher der Elfenbeinküste in Mali am Abend zuvor nutzten die Marokkaner das Heimspiel gegen Gabun (3:0), um die Führung in Gruppe C zu übernehmen. Zum Helden des Abends avancierte Khalid Boutaïb, der mit einem Dreierpack brillierte und dabei per Kopf, mit dem linken sowie dem rechten Fuß traf. 

Die Atlaslöwen weisen nunmehr einen Punkt Vorsprung auf die Elefanten auf, so dass ihnen am 6. November beim explosiven Duell um die Entscheidung in der Elfenbeinküste ein Unentschieden reichen würde. 

Die wichtigsten Ereignisse
Gruppe A: Tunesien hätte nach dem Kantersieg gegen Guinea *(4:1) die Qualifikation sicher gehabt, wenn *Kongo DR in Libyen nicht ebenfalls einen Sieg eingefahren hätte (2:1). Dennoch befinden sich die *Adler von Karthago, *die am letzten Spieltag die Libyer empfangen, als alleiniger Tabellenführer in einer hervorragenden Ausgangsposition. 

Gruppe B: Nigeria sicherte sich mit einem 1:0-Erfolg gegen ein kompaktes Team aus Sambia *die Qualifikation. Das Tor des Tages erzielte Alexander Iwobi, der bereits im Hinspiel getroffen hatte. In der Partie zwischen *Kamerun und Algerien ging es nur noch um die Ehre, da beide Teams seit dem letzten Spieltag aus dem Rennen sind. Die unzähmbaren Löwen zeigten sich engagierter und errangen einen 2:0-Erfolg. 

Gruppe C: Das Team der Elfenbeinküste von Marc Wilmots war nach der Heimschlappe gegen Gabun bereits angeschlagen, doch nach dem torlosen Unentschieden gegen *Mali *(0:0) geriet es endgültig in Not. Nun muss die letzte Partie gegen Marokko zwingend gewonnen werden, um die Qualifikation zu schaffen. 

Gruppe D: Südafrika erzielte gegen Burkina Faso (3:1) endlich den ersten Sieg in der dritten Runde, bleibt aber vor dem abschließenden Doppel-Duell gegen Senegal im November das Schlusslicht der Tabelle. Die Senegalesen wiederum nutzten die Schützenhilfe, übernahmen dank eines 2:0-Heimerfolgs gegen *Kap Verde *die Führung und verschafften sich eine hervorragende Ausgangslage.

Gruppe E: In der Partie gegen Ghana *hatte *Uganda *die Chance, den Spitzenreiter *Ägypten *abzulösen, der erst am Sonntag spielt. Doch die *Black Stars erwiesen sich als unüberwindbares Hindernis (0:0). Damit wäre den Pharaonen *die dritte WM-Teilnahme in ihrer Geschichte bereits am vorletzten Spieltag sicher, wenn sie das Heimspiel gegen *Kongo für sich entscheiden. 

Zitat
"Wir wussten, dass es heute erst ein Halbfinale war. Nun können wir zuversichtlich nach Abidjan reisen, ohne rechnen zu müssen. Wir sind uns unserer Möglichkeiten bewusst, aber wissen, dass es ein schweres Spiel wird. Wir haben die Elfenbeinküste beim Afrika-Cup geschlagen und wissen, dass uns das erneut gelingen kann."
Hervé Renard (Trainer, Marokko)

Mehr zu diesem Thema erfahren

Empfohlene Artikel