FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™

21 November - 18 Dezember

Pressemitteilung

Fédération Internationale de Football Association

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Tel: +41-(0)43-222 7777

Katar 2022™

Grundsatzvereinbarung zwischen SC, Q22 und NHRC zur Förderung des Menschenrechtsvermächtnisses von Katar 2022™

Workers is seen inside the stadium
© Getty Images

Der Oberste Rat für Organisation und Nachhaltigkeit (SC) und die FIFA World Cup Qatar 2022 LLC (Q22) haben mit Katars nationaler Menschenrechtskommission (NHRC) eine Grundsatzvereinbarung abgeschlossen, um gemeinsam das Bewusstsein für die Menschenrechte zu fördern sowie weiterhin zu gewährleisten, dass bei der Durchführung der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™ alle Aspekte der Menschenrechte berücksichtigt werden.

Unterzeichnet wurde die Vereinbarung von Hassan al-Thawadi, dem Generalsekretär des Obersten Rats, Ali Samikh al-Marri, dem Präsidenten der NHRC, und Nasser al-Khater, dem Geschäftsführer der Q22.

Gestützt auf ihre gemeinsamen Ziele – den Schutz und die Achtung der Menschenrechte – sowie die Überzeugung, dass alle Parteien diese Ziele im Rahmen der WM 2022 individuell und kollektiv unterstützen müssen, werden die drei Organisationen in Bereichen wie Aufklärung und Kompetenzförderung der maßgebenden Interessengruppen, technische Unterstützung sowie Prävention und Wiedergutmachung von Auswirkungen auf die Menschenrechte zusammenarbeiten.

Um ihre Ziele zu erreichen, werden die drei Organisationen eine gemeinsame Arbeitsgruppe bilden, die zudem den Informationsaustausch und die Beratungen zu Menschenrechtsanliegen im Zusammenhang mit dem Turnier erleichtern wird. Ebenfalls Gegenstand der Vereinbarung ist die Förderung von wissenschaftlichen Publikationen.

Die NHRC ist eine katarische Institution, die gemäß den 1993 von der UNO-Generalversammlung erlassenen Pariser Prinzipien für die Einrichtung von nationalen Menschenrechtsinstitutionen anerkannt ist. Die NHRC hat für die Einhaltung der Pariser Prinzipien, einschließlich der Achtung ihrer Unabhängigkeit, ihres Mandats, ihrer Befugnisse und ihrer Ressourcen, von der Globalen Allianz der nationalen Menschenrechtsinstitutionen die höchste Bewertung (A-Status) erhalten.

NHRC-Präsident Ali Samikh al-Marri sagte: "Auf der Grundlage unseres Mandats zur Förderung und Achtung der Menschenrechte haben wir uns in den letzten Jahren dafür eingesetzt, in der Gesellschaft eine Menschenrechtskultur zu verankern, sowie Studien und Empfehlungen zum Ausbau der Gesetzgebung veröffentlicht, insbesondere mit Blick auf angemessene und faire Arbeitsbedingungen sowie hinsichtlich Zugang zur Justiz. Die neuen Arbeitssysteme sind für den Staat Katar und all seine Institutionen eine historische Errungenschaft sowie ein Motor für die weitere Förderung und Achtung der Menschenrechte."

"Wir werden unser Fachwissen und Erfahrung im Bereich der Menschenrechte in diese Vereinbarung mit dem Obersten Rat für Organisation und Nachhaltigkeit sowie der Q22 einbringen und die Chance, die uns diese großartige Sportveranstaltung bietet, nutzen, um Menschenrechtsstandards einzuführen", merkte er an.

Der Generalsekretär des Obersten Rats, Hassan al-Thawadi, betonte: "Der Oberste Rat setzt sich unermüdlich für den Schutz der Gesundheit, der Sicherheit und des Wohls der Arbeiter beim WM-Projekt ein. Wir sind stolz auf unsere Erfolge in den letzten zehn Jahren und sind überzeugt, dass wir nicht nur in Katar, sondern in der gesamten Region und weltweit neue Maßstäbe gesetzt haben."

Al-Thawadi hielt weiter fest: "Wir sind für konstruktive Anregungen und eine Zusammenarbeit mit Experten stets offen. Mit der Grundsatzvereinbarung mit der Q22 und der NHRC können wir unser Engagement für die Menschenrechte auf eine neue Stufe hieven und knapp zwei Jahre vor dem Beginn dieses historischen Turniers einen sinnvollen Beitrag zu Katars Menschenrechtsvision sowie zum Schutz der Arbeitnehmer leisten."

Q22-Geschäftsführer Nasser al-Khater sagte zur Bedeutung der Vereinbarung für das Turnier: "Bei der Bewerbung für 2022 haben wir versprochen, mit dem Turnier den sozialen, menschlichen und ökologischen Wandel in Katar zu fördern. Mit dieser Grundsatzvereinbarung lassen wir unserem Versprechen einmal mehr Taten folgen und kommen unseren wichtigsten Turnierzielen einen großen Schritt näher. Mit unserem Fachwissen werden wir gemeinsam dafür sorgen, dass die Rechte aller, die an dieser wegweisenden WM beteiligt sind, angefangen bei den Arbeitnehmern und Mitarbeitern bis zu den Spielern und Fans, jederzeit nach höchsten internationalen Standards geschützt werden."

"Die WM 2022 hat die Messlatte für Sportveranstaltungen bei der Nachhaltigkeits- und Vermächtnisplanung bereits erhöht. Diese Vereinbarung garantiert ein Vermächtnis weit über das WM-Finale hinaus", fügte er an.

Joyce Cook, FIFA-Direktorin für soziale Verantwortung und Bildung, erklärte: "Wir freuen uns über diese Grundsatzvereinbarung mit der von der UNO anerkannten katarischen Menschenrechtsinstitution sowie auf die Zusammenarbeit mit der katarischen Menschenrechtskommission und dem Obersten Rat für Organisation und Nachhaltigkeit bei der Umsetzung unserer Verpflichtungen zur Achtung der Menschenrechte von Arbeitnehmern, Fans, lokalen Gemeinschaften und allen anderen, die von der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft in Katar betroffen sind."

"Diese Zusammenarbeit mit der NHRC zeigt exemplarisch, wie FIFA-Turniere lokalen Interessengruppen dabei helfen können, vor Ort ein nachhaltiges Menschenrechtsvermächtnis zu fördern", so Joyce Cook weiter.

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