FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022

21 November - 18 Dezember

Katar 2022

Nachwuchsstars beim Asien-Pokal

© Getty Images
  • Nachwuchsstars machen beim AFC Asien-Pokal 2019 Furore
  • Neue Gesichter dürften in der "Quali" für die WM 2022 eine wichtige Rolle spielen
  • Wir stellen fünf dieser bahnbrechenden Spieler vor

Bei der jüngsten Auflage des AFC Asien-Pokals machte eine ganze Reihe von Nachwuchsstars Schlagzeilen. Viele Teams arbeiten bereits auf die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™ hin, und beim Kontinentalwettbewerb in den Vereinigten Arabischen Emiraten gab es im Januar reichlich junge Talente zu sehen.

Katar wirbelte die althergebrachte Rangfolge gehörig durcheinander und sicherte sich zum ersten Mal die kontinentale Krone. Auch zahlreiche Nachwuchsspieler nutzten die Chance, sich auf der internationalen Bühne einen Namen zu machen. Nachdem wir bereits einen Blick auf die großen Stars des Turniers in den VAE geworfen haben, nimmt FIFA.com nun einige der jüngeren Spieler unter die Lupe, die 2019 ihren ersten Asien-Pokal bestritten und im Turnierverlauf viel bewegt haben.

Almoez Ali (Katar)

An Almoez Ali kommt man nicht vorbei, wenn es um individuelle Leistungen bei der aktuellen Auflage des Asien-Pokals geht. Der 22-Jährige war vor dem Turnier wenig bekannt und hatte beim lokalen Klub Al Duhail lediglich eine bescheidene Bilanz zu verzeichnen. Auf dem asiatischen Parkett präsentierte sich der aus Sudan stammende Spieler dann jedoch von Beginn an in bestechender Form. Er trug vier Tore zum Kantersieg gegen die DVR Korea bei und stellte mit insgesamt neun Treffern einen neuen Turnierrekord auf. Ali ist athletisch, schnell und verfügt über eine gute Spielübersicht. Der Fallrückzieher, mit dem er im Finale gegen Japan den Torreigen eröffnete, zeugt ebenfalls von seiner bestechenden Form.

Ritsu Doan (Japan)

Ritsu Doan überzeugt mit Schnelligkeit und Präzision und wird seit langem als zukünftiger Star der japanischen Nationalmannschaft gepriesen. Sein Auftritt beim Turnier in den VAE deutet nun darauf hin, dass das Versprechen sich langsam erfüllt. Der ehemalige AFC-Nachwuchsspieler des Jahres spielte elf Torchancen heraus. Das war die dritthöchste Bilanz bei diesem Turnier. Der gerade einmal 20-Jährige erzielte darüber hinaus zwei Siegtreffer für Japan, und zwar zunächst gegen Turkmenistan und dann mit einem eiskalt verwandelten Elfmeter gegen Vietnam. Damit katapultierte er die Samurai Blue ins Halbfinale.

Chris Ikonomidis (Australien)

Chris Ikonomidis gab sein Debüt zwar bereits kurz nach dem Titelgewinn Australiens beim Asien-Pokal 2015, doch erst bei der Auflage von 2019 ist er wirklich auf dem internationalen Parkett angekommen. Er wurde bereits als Teenager von Lazio Rom verpflichtet, wo er in Miroslav Klose einen berühmten Mentor fand. Kurios ist, dass er sein Debüt in der Nationalmannschaft bereits vor seinem Debüt auf Vereinsebene gab. Mittlerweile ist er zu Perth Glory in die australische A-League zurückgekehrt und überzeugte dort mit einigen glanzvollen Auftritten. An diese Form konnte er in den VAE anknüpfen. Der leichtfüßige und intelligente Außenstürmer spielte beim Asien-Pokal in fünf Spielen beeindruckende 14 Torchancen heraus und profilierte sich bei vier der insgesamt sechs Tore Australiens als Vorlagengeber.

Eldor Shomurodov (Usbekistan)

Er ist einer von mehreren Akteuren, die nach Usbekistans Teilnahme an der FIFA U-20-Weltmeisterschaft 2015 in die A-Nationalmannschaft aufgerückt sind. Der torgefährliche Shomurodov wusste in den Emiraten rundum zu überzeugen. In der Gruppenphase erzielte der 23-Jährige vier Treffer – darunter ein Traumtor gegen Japan. Damit zählte er zu den zweitbesten Torschützen, obwohl er weniger Einsatzminuten hatte als drei Akteure, die gemeinsam mit ihm auf Platz zwei landeten. Der groß gewachsene, durchschlagskräftige Mittelstürmer dürfte zu den Leistungsträgern zählen, wenn Usbekistan den nächsten Anlauf unternimmt, sich für das Weltereignis zu qualifizieren. Einige Mal ist das Team nur knapp an der Qualifikation vorbeigeschrammt.

Kim Minjae (Korea Republik)

Der Innenverteidiger der Republik Korea ist technisch versiert, athletisch und kopfballstark und konnte sein Potenzial bei seinem Debüt in einem internationalen Turnier voll ausschöpfen. Bei der WM in Russland war er verletzungsbedingt nicht dabei gewesen. Minjae stellte seine Fähigkeiten in den Emiraten auch in der Offensive unter Beweis. Er erzielte den Siegtreffer gegen die Kirgisische Republik und das letzte Tor beim 2:0-Sieg gegen die VR China. Der 22-jährige Kim Minjae war 2017 zum besten Nachwuchsspieler der K League gewählt worden und dürfte noch viele Jahre lang eine feste Größe im Team der Teaguk Warriors sein.

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