FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

11 Juni - 11 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™

Nachhaltigkeitsbericht des Projekts "Green Goal 2010" von Kapstadt präsentiert

Green Goal 2010 Legacy Report
© FIFA.com

Ein Jahr nach dem Ende der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ steht "Green Goal 2010", das preisgekrönte Umweltprogramm der WM-Stadt Kapstadt, wieder im Blickpunkt. Ein 130 Seiten langer Nachhaltigkeitsbericht wurde von der Bürgermeisterin von Kapstadt, Patricia de Lille, und der Premierministerin von Westkap, Helen Zille, vorgestellt.

In dem Bericht wird der Sinn und Zweck von Kapstadts dreigliedrigem Ansatz der Nachhaltigkeit bei der Ausrichtung der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ noch einmal zum Ausdruck gebracht. Er umfasst die Umwelt-, die soziale sowie die wirtschaftliche Komponente sowie die zahlreichen umgesetzten Projekte.

Projekte mit den Schwerpunkten Energieeffizienz, CO

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-Reduktion, Gewässerschutz, Abfallmanagement, Transport und Verkehr, Landschaftsarchitektur und Artenvielfalt, nachhaltiges Planen und Bauen, verantwortungsbewusster Tourismus sowie Kommunikation und Aufklärung wurden in einem Zeitraum von vier Jahren umgesetzt. Von den 42 Projekten handelt es sich bei 17 um nachhaltige Projekte, das heißt, dass sie Einheimischen und Gästen noch lange nach Abschluss der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft zugutekommen.

"Es ist gut zu sehen, mit wie viel Engagement die Stadt Kapstadt und die Provinz Westkap bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft ein herausragendes "Green Goal"-Programm umgesetzt haben", so Federico Addiechi, der Verantwortliche der FIFA für Corporate Social Responsibility. "Dieser Nachhaltigkeitsbericht erweitert das Knowhow, das in den vergangenen Jahren angesammelt wurde. Insbesondere wird es zukünftigen FIFA WM-Städten eine hervorragende Basis für die Entwicklung eines eigenen Umweltprogramms bieten."

Laut des Berichts, der auf der Kontroll- und Evaluierungstätigkeit der Nicht-Regierungsorganisation Sustainable Energy Africa beruht, hat das Programm "Green Goal 2010" die nationalen Zielsetzungen für die Reduzierung von Mülldeponien und die Nutzung von öffentlichen und nicht motorisierten Verkehrsmitteln übertroffen und den umweltschädlichen Einfluss der Veranstaltung so erheblich reduziert.

Während der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ war einer der wichtigen Erfolge das gute Abfallmanagement, das noch zusätzlich zur touristischen Attraktivität und wunderbaren Fanerfahrung beitrug. Etwa 58 Prozent des während der Veranstaltung angefallenen Abfalls wurde nicht in Deponien verbracht, sondern dem Recycling zugeführt.

Das Design des Stadions in Kapstadt ermöglichte schätzungsweise 15 Prozent Energieeinsparung und eine 27-prozentige Reduzierung des Wasserverbrauchs. Toiletten mit Doppelspülung sowie Duschköpfe und Wasserhähne mit Wassersparfunktion wurden installiert, und der Green Point Urban Park wird mit Quellwasser aus Oranjezicht an den Hängen des Tafelbergs bewässert, wodurch jährlich 580 Liter Trinkwasser gespart werden.

Über den Verkauf von Green Electricity Certificates (GECs) konnten geschätzte 80 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen der Veranstaltung kompensiert werden. Dazu leisteten eine Fülle von Energiesparprojekten wie die Umrüstung von Straßenbeleuchtung und Ampeln energiesparendes Flutlicht im Philippi Stadium sowie die Bereitstellung von Solaranlagen zur Warmwasserbereitung in 540 Haushalten mit geringem Einkommen in Darling einen wichtigen Beitrag.

"Ein Grund für diese Erfolge liegt darin, dass das Programm auf eine enge Zusammenarbeit mit allen Beteiligten ausgelegt ist", so Bürgermeisterin De Lille über das Projekt.

*Lob für das "Green Goal"-Team *Die Bürgermeisterin lobte ausdrücklich das kollektive Engagement des "Green Goal"-Teams und rief noch einmal die Tatsache in Erinnerung, dass das "Host City Cape Town Green Goal"-Programm mit der Sport- und Umweltauszeichnung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ausgezeichnet wurde. Nach der Nominierung durch die FIFA war diese prestigeträchtige Auszeichnung eine Anerkennung für die Bemühungen der WM-Stadt, negative Umwelteinflüsse der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft abzuschwächen und für ein nachhaltiges positives Vermächtnis im Umwelt und Sozialbereich zu sorgen.

Premierministerin Zille erklärte, aus dem Programm "Green Goal 2010" könnten zahlreiche Lehren gezogen werden. "Das Programm unterstreicht noch einmal die Wichtigkeit eines langfristigen Plans, der innovative Projekte mit messbaren Ergebnissen beinhaltet, um die Schaffung eines positiven und nachhaltigen Vermächtnisses zu gewährleisten", meinte sie.

"Großveranstaltungen können bedeutende Vorzüge für Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt mit sich bringen, wenn sie auf verantwortungsbewusste und innovative Weise geplant werden. Die "Green Goal"-Kampagne ist ein Beispiel dafür", so Bürgermeisterin De Lille abschließend. "Solche Veranstaltungen stärken unsere Wirtschaft, schaffen neue Arbeitsplätze und sorgen für Verbesserungen bei grundlegenden Dienstleistungen. Sie helfen uns, die Stadt der Zukunft zu schaffen, die für all ihre Bürger sorgt."

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