FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

11 Juni - 11 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™

Maxi Pereira - Unermüdlich für Uruguay

Maximiliano Pereira of Uruguay controls the ball
© Getty Images

Eine Alternative auf der rechten Seite, ein vorbildlicher Einsatzwille und neuerdings sogar ein starker Zug zum Tor… All diese Eigenschaften bringt Maximiliano Pereira in das von Oscar Tabárez betreute uruguayische Team mit ein – eine Mannschaft, die mit ihrem Einzug ins Halbfinale der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ viele Landsleute und Fans in der ganzen Welt überraschte.

Mit seinem bescheidenen Auftreten und ohne für großes Aufsehen zu sorgen hat sich Pereira einen festen Platz im Kollektiv des Maestros als rechter Außenverteidiger bzw. im rechten Mittelfeld gesichert. Die Zahlen sprechen für sich: Maxi ist neben Torhüter Fernando Muslera und Innenverteidiger Egidio Arévalo Río der einzige Akteur, der während der gesamten 570 Turnierminuten der Celeste auf dem Platz stand.

Auch wenn die Zahlen nicht ausdrücken, wie er als Verteidiger das Spiel seiner Mannschaft eröffnet und wie gefährlich er für die Abwehrreihen sein kann, wenn er bis an den Strafraum des Gegners vorstößt oder eine Flanke vor dessen Gehäuse schlägt, lässt sich sein vorbildlicher Einsatz dennoch ohne weiteres belegen: Mit etwas mehr als 66 Kilometern in sechs Begegnungen ist Pereira der uruguayische Akteur, der im laufenden Wettbewerb die größte Distanz zurückgelegt hat.

Bittersüßes DebütIm Halbfinale gegen die Niederlande erzielte Pereira in seinem 43. Länderspiel den ersten Treffer für die uruguayische A-Nationalmannschaft. Zwar schöpfte Uruguay durch seinen späten Anschlusstreffer noch einmal Hoffnung, konnte das Verpassen des Finaleinzugs letztendlich aber nicht vermeiden. "Es fällt mir immer noch schwer, mich über diesen Treffer zu freuen, da die Enttäuschung überwiegt, den Einzug ins Finale nicht geschafft zu haben. Doch der Treffer bleibt genau wie die überragende WM, die wir gespielt haben, in Erinnerung. Damit sind wir natürlich sehr zufrieden, obwohl wir nicht vergessen können, dass am Ende der letzte Schritt gefehlt hat", so der Spieler im Exklusivinterview gegenüber FIFA.com.

Die Niederlage hat ähnliche emotionale Spuren hinterlassen. "Das war kein schönes Gefühl. Wir waren so nah am Finale, dass der Schmerz weiter anhält. Wir haben die Begegnung zwar verloren, allerdings gegen eine Mannschaft, die sowohl auf individueller Ebene als auch im Kollektiv sehr stark ist. Was hat den Ausschlag gebeben? Die Niederländer haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore erzielt. Wir haben die Ordnung verloren und nach dem dritten Gegentreffer wurde es richtig schwer", fügt der Spieler mit der Rückennummer 16 hinzu.

Geschichte geschrieben
Trotz der Niederlage ist sich der Akteur aus Montevideo, der am 8. Juni seinen 26. Geburtstag gefeiert hat, der Tatsache bewusst, dass seine Mannschaft Geschichte geschrieben hat und in die Annalen des uruguayischen Fussballs eingegangen ist. "Dieses Team wird einen wichtigen Platz in der Geschichte einnehmen. Nach den Weltmeistermannschaften von 1930 und 1950 stand Uruguay zum letzten Mal vor 40 Jahren in einem WM-Halbfinale. Zwar hat am Ende der letzte Schritt gefehlt, dennoch haben wir Großes erreicht", so ein sichtlich überzeugter Pereira.

Der Uruguayer zeigt sich gleichermaßen davon überzeugt, dass es gegen Deutschland nicht leicht werden wird, sich den letzten Platz auf dem Podium zu sichern. "Die sind mit den Niederlanden vergleichbar, haben technisch sehr versierte Spieler und sind äußerst gut organisiert. Wir werden aber alles Mögliche versuchen, um zu gewinnen. Natürlich ist es nicht dasselbe, ob man den dritten oder den vierten Platz belegt. Ziel ist es, am Ende so weit wie möglich vorn zu landen. Mit einer Medaille nach Hause zurückzukehren, wäre schon nicht schlecht. Für uns und unsere Fans hoffe ich, dass es klappt", folgert Pereira.

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