FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

11 Juni - 11 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™

Maradonas Stars betreten die Bühne

Argentina's coach Diego Maradona arrives for a press conference in Pretoria
© AFP

Am Samstag, 12. Juni, greifen bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ zwei weitere Favoriten ins Geschehen ein. In der Gruppe B kommt es zum mit Spannung erwarteten Aufeinandertreffen von Argentinien mit Trainer Diego Maradona und einem auf Revanche bedachten Nigeria, das zudem "Heimvorteil" genießt.

Das zweite Spiel der Gruppe ist die Erstauflage des Duells zwischen der "kontrollierten Offensive" von Otto Rehhagels Griechen und den ambitionierten* Taeguk Warriors* aus der Republik Korea - Ausgang offen. Die Testspielergebnisse der Griechen waren zuletzt zwar enttäuschend (zwei Niederlagen, ein Remis), aber sie verfügen über mehr Erfahrung. Die Jungs von Trainer Huh Jung-Moo, die noch auf einen Einsatz von Torjäger Lee Dong-Gook hoffen, haben allerdings gegen Spanien (0:1) und Japan (2:0) gezeigt, dass sie nicht zu unterschätzen sind.

In der Gruppe C müssen England und Trainer Fabio Capello auf Rio Ferdinand verzichten (fällt für das gesamte Turnier aus), und auch Gareth Barry ist noch nicht bei 100 Prozent. Rechtzeitig fit werden könnte hingegen Ledley King. Dennoch stimmten zuletzt weder Spielweise noch Ergebnisse. Die Versetzung von Steven Gerrard auf die Position direkt vor der Abwehr dürfte nur ein Provisorium sein, um die U.S.-amerikanischen Angriffe abzufangen, auf das es nicht zu einer zweiten Blamage wie 1950 kommt.

Die Spiele
Republik Korea – Griechenland, Gruppe B, Nelson Mandela Bay/Port Elizabeth, 13:30 Uhr
Argentinien – Nigeria, Gruppe B, Johannesburg (Ellis Park), 16:00 Uhr
England – USA, Gruppe C, Rustenburg, 20:30 Uhr

Das Spiel des Tages
Argentinien – Nigeria

Vor seinem Debüt gegen die Super Eagles weiß Diego Maradona nur zu gut, dass seine Aufstellung zerpflückt, analysiert, kritisiert oder aber in den höchsten Tönen gelobt werden wird. Der ehemalige Weltmeister hat "offensiven Fussball" angekündigt und wird Lionel Messi wohl hinter den beiden Spitzen Carlos Tevez und Gonzalo Higuain bringen. Wahrscheinlich ist auch, dass Argentinien mit einer Dreierabwehr spielen wird, in der Martín Demichelis und Gabriel Heinze den erfahrenen Walter Samuel flankieren. Allein schon wegen ihres Offensivpotenzials zu den großen Favoriten gerechnet, gilt für die Albiceleste letztlich jedoch das, was für alle gilt: Es zählt allein die Leistung auf dem Platz. Denn Nigeria mit Trainer Lars Lagerbäck wird sich auch ohne Antreiber John Obi Mikel (verletzt) gewiss nicht mit einem Status als Punktelieferant begnügen wollen. Schon 1994 (1:2) und 2002 (0:1) waren die Afrikaner nah dran. Und was im fernen Korea und Japan fast geklappt hätte, könnte im heimischen Afrika ja noch besser laufen.

Das Duell
Howard gegen den englischen Angriff

Der bei Everton spielende U.S.-Torwartriese Tim Howard (1,95 m, 95 kg) geht mit einem psychologischen Vorteil in das Duell gegen die englischen Stürmer, denn weder Wayne Rooney, noch Emil Heskey oder Peter Crouch ist in dieser Saison in der Premier League ein Tor gegen ihn gelungen. Einzig Jermain Defoe hat beim 2:2 von Tottenham gegen Howard getroffen - anschließend aber auch den möglichen Siegtreffer vom Elfmeterpunkt vergeben.

Das Zitat
"Unser Kader besteht aus erfahrenen Spielern, die das Siegen gewohnt sind. Für ein Turnier ist das oft entscheidend. Denn wer Großes erreichen will, muss wissen, was es heißt, zu gewinnen."
Joe Cole (Mittelfeldspieler, England)


Lang ist's her: Fast auf den Tag genau 16 Jahre nach seiner letzten Partie als Spieler beim FIFA-Weltpokal gibt Diego Maradona nun seinen WM-Einstand als Trainer. Der Gegner damals wie heute: Die *Super Eagles *aus Nigeria.

Ausrutscher: Bei seiner ersten Teilnahme am FIFA-Weltpokal 1950 war sich England seiner Sache wohl zu sicher. Ergebnis: Gegen die USA setzte es durch ein Tor von Joe Gaetjens eine heute legendäre 0:1-Niederlage. Mehrere daheim gebliebene Redakteure glaubten beim Anblick des Resultats an einen Tippfehler und hätten das Spiel in ihren Ausgaben wohl am liebsten unterschlagen. Eine englische Zeitung verstieg sich sogar in die Meldung, England habe 10:1 gewonnen.

Lauschig: Plätze für die Begegnung zwischen England und den USA im Royal-Bafokeng-Stadion von Rustenburg sind begehrt. Mit seinen 38.646 Sitzplätzen ist es das kleinste der zehn WM-Stadien, weit entfernt von den 84.490 Sitzplätzen von Soccer City in Johannesburg.


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