FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

9 Juni - 9 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™

Lüthi: "Natürlich bin ich enttäuscht"

© Getty Images

Die Karriere des 19-jährigen Berners Thomas Lüthi begann bereits 1997 auf einem Pocket Bike. Schon seine erste Pocket-Bike-Saison (1997) beendete Lüthi als Dritter der Schweizer Meisterschaft. Ein Jahr danach wurde er Zweiter und 1999 sowie 2000 Meister. Im folgenden Jahr debütierte er im deutschen ADAC- Junior-Cup. Damals wurde der Baselbieter Daniel Epp auf den talentierten jungen Mann aufmerksam. Er übernahm noch während der Saison dessen Finanzierung und ermöglichte ihm ein Jahr später neben einer kompletten IDM-Saison auch sieben GP-Einsätze in der 125-ccm-WM. Am 6. November 2005 holte sich Thomas Lüthi in Valencia den Weltmeister-Titel in der 125ccm-Klasse und wurde damit der sechst-jüngste Weltmeister aller Zeiten.

FIFAworldcup.com sprach mit Thomas Lüthi über das Spiel Schweiz - Ukraine.

Sind Sie ein großer Fussball-Fan?
Bei der EM und WM bin ich voll dabei, aber für "normale" Ligen fehlt mir einfach die Zeit, weil ich selbst so viel unterwegs bin. Aber ich war schon mal bei einem Fussball-Match

Haben Sie das Spiel gesehen und wo haben Sie das Spiel gesehen?
Ich habe das Spiel in England gesehen, bei meinem Riding Coach Andy Ibbott. Mein Teamkollege Sandro Cortese und ich hatten einen Lehrgang bei ihm.

Wie hat Ihnen die Schweizer Mannschaft gefallen?
Am besten hat mir gefallen, dass sie in den letzten Minuten der Verlängerung nochmals Vollgas gegeben haben, anstatt auf Penaltyschiessen zu pokern.

Was war für Sie der Höhepunkt des Spiels?
Da enthalte ich mich

Wer hat Ihnen am, besten gefallen?
Köbi Kuhn und Ludovic Magnin.

Haben Sie schon andere Spiele der FIFA WM gesehen?
Ja, ich habe natürlich immer die Schweizer verfolgt. Nur in Holland konnte ich es nicht. Wir waren an einem Grand Prix Rennen in Assen und alles Schweizer bei uns im Team haben sich schon mächtig auf das Match gefreut. Im Vorzelt unseres Caterers im Fahrerlager hatte sich das ganze Team versammelt und ich hatte die Fernbedienung. Nur leider hat alles zappen nichts genützt, die Holländer haben das andere Vorrundenspiel gezeigt. Da haben wir und halt per SMS über den Spielstand auf dem Laufenden gehalten.

Was wäre Ihr Traumfinalbegegnung?
Jede, da die Schweiz nun raus ist

Sind Sie enttäuscht über das Ausscheiden der Schweizer Nationalmannschaft? Oder sind Sie stolz, dass die Schweiz zu den besten 16 Mannschaften dieses Turniers gehört?
Natürlich bin ich ein Stück weit enttäuscht, das ist ja klar. Als Sportler sollte man immer das Optimum vor Augen haben, um sich zu motivieren, so halte ich es zumindest. Aber ja, natürlich ist es eine grosse Sache was Köbi Kuhn mit dieser Mannschaft vollbracht hat und ich bin mir sicher die Schweiz ist stolz darauf, dass sie nun auch auf internationalem Boden wahrgenommen wird. Grade im Hinbick auf die EM im eigenen Land.

Was glauben Sie woran es gelegen hat?
An den Nerven beim Penaltyschießen.

Die erste FIFA Fussball-Weltmeisterschaft die Sie gesehen haben? Ihr erstes Idol?
Ich habe Karten für das Endspiel bekommen, darauf freue ich mich sehr. Das wird mein erstes Match im Stadion. Idole habe ich nicht, nur eine Menge Spieler, die ich für ihre Leistungen bewundere und respektiere.

Ihre Internetseite:
Thomas Lüthi

Ihre aktuellen Projekte:
Motorrad GP Saison 2006