FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

9 Juni - 9 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™

Lucic: Schwedens Teamspirit ist intakt!

Nach dem enttäuschenden Auftakt bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™ mit einem 0:0 gegen Trinidad und Tobago glaubt Verteidiger Teddy Lucic, dass die Schweden am Donnerstag gegen Paraguay wieder auf Kurs kommen werden.

Das erste Spiel der Schweden war frustrierend. Es gelang ihnen nicht, gegen ein fast die ganze zweite Halbzeit auf zehn Mann reduziertes Team aus Trinidad und Tobago ein Tor zu erzielen. Das Unentschieden in Dortmund dämpfte die schwedischen Ambitionen, und die Unstimmigkeiten in der Kabine zwischen Kapitän Olof Mellberg und Mittelfeldspieler Freddie Ljungberg sorgten für negative Schlagzeilen.

Lucic betont jedoch, dass die berühmte schwedische Harmonie immer noch intakt sei, und hat seine Mitspieler aufgefordert, in Berlin gegen Paraguay Einigkeit zu demonstrieren. Im Gespräch mit FIFAworldcup.com sagte der 33-Jährige, die Mannschaft habe die Ereignisse vom Samstag hinter sich gelassen: "Wir haben am Tag nach dem Spiel darüber gesprochen, aber das liegt hinter uns. Jetzt müssen wir uns auf Paraguay konzentrieren und dürfen nicht mehr darüber nachdenken.

Wir müssen als Mannschaft Einigkeit beweisen, unsere Stärken zeigen und gut spielen. Manchmal ist eine Diskussion ganz gut. Man muss sich unter Mannschaftskameraden unterhalten, und das ist nach dem Spiel passiert. Hoffentlich können wir daraus etwas Positives mitnehmen.

Es war wirklich nicht unser bestes Spiel, aber wir hatten, glaube ich, sechs, sieben oder acht gute Chancen, und sie haben bloß ein oder zwei Mal auf unser Tor geschossen. Ich würde sagen, wir haben ganz gut gespielt, aber kein Tor geschossen."

Mit drei Punkten aus Berlin stünden die Schweden ganz gut da. Paraguay steht nach der Niederlage gegen England am Schluss der Tabelle, ein Sieg würde die Schweden also uneinholbar für die Südamerikaner davonziehen lassen, bevor sie dann im letzten Spiel gegen Sven-Göran Erikssons Engländer antreten.

"Das Spiel gegen Paraguay ist sehr, sehr wichtig", sagte Lucic. "Eine Niederlage können wir uns nicht leisten. Wenn wir Unentschieden spielen, haben wir es immerhin im letzten Spiel selbst in der Hand. Dann hängt es auch davon ab, wie England gegen Trinidad und Tobago spielt, aber ich denke, die Engländer sind die etwas bessere Mannschaft (er lächelt). Ich hoffe, wir gewinnen, dann können wir entspannter in das England-Spiel gehen."

Lucic hat mit Schweden schon zwei Mal am FIFA-Weltpokal™ teilgenommen. Mit Hendrik Larsson stand er in der Mannschaft, die in den USA 1994 das Halbfinale erreichte (auch wenn er dabei kein einziges Spiel machte), und er absolvierte alle vier Partien bis zum Achtelfinale vor vier Jahren in Korea/Japan.

Gegen Paraguay macht er sein 83. Länderspiel und freut sich auf die Herausforderung durch die Bundesligastürmer Roque Santa Cruz und Nelson Valdez. "Ich habe anderthalb Jahre hier in Deutschland gespielt (bei Bayer Leverkusen), deshalb kenne ich sie ganz gut", sagt Lucic, der jetzt wieder in Schweden für Hacken spielt.

"Roque Santa Cruz spielt bei Bayern, und dafür muss man gut sein. Er ist immer gefährlich, sehr gut in der Luft. Der andere (Valdez) ist mit den Füßen gefährlicher. Wir wissen, die Paraguayer spielen gerne schnellen Kombinationsfussball, und sie haben ein paar technisch sehr starke Spieler."

Paraguay wird sicher ein echter Test, aber Lucic und seine schwedischen Teamgefährten sind gut darauf vorbereitet.