FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™

12 Juni - 13 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™

Kroos an erster Stelle des Castrol-Index

Toni Kroos of Germany celebrates with his medal
© Getty Images

Deutschland krönte sich am Sonntagabend im Maracanã-Stadion zum Weltmeister und es ist somit nur angemessen, dass am Ende des Turniers auch beim Castrol-Index ein Weltmeister ganz oben steht.

Dieser Mann ist Toni Kroos, dessen Erfolg das Resultat seiner harten Arbeit in den sieben Spielen auf dem Weg zum Titelgewinn der Deutschen ist. Deutschland spielte bei der WM 2014 die meisten angekommenen Pässe (insgesamt 4.157), wobei alleine Kroos für 537 verantwortlich zeichnete. Dieser Wert wurde nur von seinem Mitspieler Philipp Lahm übertroffen (562).

Der 24-Jährige mag zwar in anderen Spielen mehr überzeugt haben – beim Auftaktsieg über Portugal oder im Halbfinale gegen Brasilien –, doch im Endspiel sorgte eine seiner präzise geschossenen Standardsituationen für die beste Tormöglichkeit der Deutschen in der regulären Spielzeit, als Benedikt Höwedes seinen Eckball kurz vor der Pause an den Pfosten köpfte. Gegen Argentinien kamen 94 seiner insgesamt 114 Pässe an – nur Bastian Schweinsteiger und Lahm können einen höheren Wert vorweisen – und außerdem hat er 14,3 Kilometer zurückgelegt. Nur zwei Spieler – der herausragende Schweinsteiger und Thomas Müller – waren in dieser Statistik besser.

Kroos ist neben Mats Hummels (Vierter) und Müller (Fünfter) einer von drei deutschen Spielern unter den Top Ten. Müller hat diese Platzierung seinen fünf Treffern und einer überragenden Leistung gegen Portugal zu verdanken, während Hummels zwei Tore erzielte und das Herzstück der deutschen Abwehr war, die in sieben Partien nur vier Gegentreffer zuließ.

Arjen Robben zählte zu zu den beständigsten und gefährlichsten Angreifern
Auch die Niederlande sind nach der Eroberung des dritten Platzes dank eines 3:0-Triumphs über Brasilien mit drei Spielern in den Top Ten vertreten. Auf Platz zwei liegt wenig überraschend Arjen Robben, der zu den beständigsten und gefährlichsten Angreifern bei dieser FIFA Fussball-Weltmeisterschaft zählte.

Seine Treffer erzielte Robben vorwiegend in den ersten Spielen des Turniers – gegen Spanien und Australien –, doch niemand spielte die gegnerischen Abwehrreihen mit ähnlichem Erfolg schwindelig wie der Flügelspieler von Bayern München. Laut Castrol-Index lief Robben 19 Mal alleine in den gegnerischen Strafraum – zehn Mal öfter als der zweitplatzierte Müller. Nur Lionel Messi (26) spielte mehr Pässe in den Strafraum als Robben (19), während nur Messi und Alexis Sánchez mehr Tacklings ausgesetzt waren.

Die beiden anderen Spieler der *Oranje *in diesem Index sind Stefan de Vrij (Dritter) und Ron Vlaar (Zehnter). Beide spielten eine wichtige Rolle in der Dreierkette der Niederländer, die nicht weniger als vier Mal ohne Gegentor blieb. Vlaar, der vor allem im Halbfinale gegen Argentinien eine Glanzleistung bot, hatte am Ende mehr Klärungsversuche zu Buche stehen als jeder andere WM-Spieler (29 mit einer Erfolgsrate von 87 Prozent). De Vrij konnte hingegen mehr Bälle erobern als jeder andere (58).

Der höchstplatzierte Spieler des unterlegenen Finalisten Argentinien ist Linksverteidiger Marcos Rojo als Neunter. Der Abwehrspieler von Sporting Lissabon hatte maßgeblichen Anteil an einer überragenden Defensivleistung der Albiceleste, bei denen Torhüter Sergio Romero mit 485 Minuten ohne Gegentreffer einen – schließlich unbelohnten – neuen Rekord aufstellte, ehe Mario Götze diese Serie in Rio de Janeiro beendete.

Gastgeber Brasilien auf Rang vier
Rojos Arbeitspensum auf der linken Flanke wird durch seine 14,089 zurückgelegten Kilometer im Endspiel untermauert – ein Wert, der im argentinischen Lager nur von Lucas Biglia übertroffen wurde. In den sieben Spielen der Argentinier eroberte er mehr Bälle als jeder andere Spieler in der Elf von Alejandro Sabella (46) und sorgte mit seinem hervorragenden Passspiel und seinen Flanken in den Strafraum auch in der Offensive stets für Gefahr. Kapitän Messi, der am Ende mit dem Goldenen Ball von adidas ausgezeichnet wurde, landete im Index auf Rang elf. Der Barcelona-Legionär erzielte seine vier Tore jedoch allesamt in der Gruppenphase und konnte sich in den letzten beiden Partien nicht wie gewünscht in Szene setzen.

Gastgeber Brasilien belegte den vierten Platz und ist mit Oscar (Siebenter) und Thiago Silva (Achter) mit zwei Spielern in den besten Zehn vertreten. Nur zwei Spieler blockten den Ball öfter als Thiago Silva (sieben), während Oscar zwei Treffer erzielte und laut Castrol-Index kurioserweise jener Spieler war, der im gesamten Turnier für die meisten Tacklings verantwortlich war.

Karim Benzema landete auf dem sechsten Platz, obwohl er mit Frankreich bereits nach dem Viertelfinale die Heimreise antreten musste. Kein anderer Spieler verzeichnete mehr Torschüsse als er (25); drei davon landeten im Netz.

Die endgültige Liste der zehn besten Spieler lautet folgendermaßen:
Toni Kroos, Deutschland (Castrol-Index 9,79); Arjen Robben, Niederlande (9,74); Stefan de Vrij, Niederlande (9,7); Mats Hummels, Deutschland (9,66); Thomas Müller, Deutschland (9,63); Karim Benzema, Frankreich (9,6); Oscar, Brasilien (9,57); Thiago Silva, Brasilien (9,54); Marcos Rojo, Argentinien (9,51); Ron Vlaar, Niederlande (9,48).

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