FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

9 Juni - 9 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™

KROATIEN

Fussball ist in Kroatien die Sportart Nummer 1 mit einer langen Erfolgstradition. Die beiden ersten Vereine des Landes – der Fussball-Klub Zagreb (PNISK) und der Kroatische Akademikersportklub (HASK) wurden 1903 gegründet. Die Nationalmannschaft bestritt ihr erstes Spiel im Jahr 1907. Der nationale Verband wurde am 17. Juli 1941 erstmals in die FIFA aufgenommen und dann noch einmal nach der Unabhängigkeit des Landes am 3. Juli 1992. Der größte Erfolg Kroatiens war natürlich der dritte Platz beim FIFA Weltpokal France '98™. Der NK Dynamo Zagreb holte zudem 1967 gegen Leeds United den Europapokal. Zahlreiche kroatische Talente reiften später im Ausland zu Superstars. Wer kennt nicht die Namen Davor Suker, Robert Prosinecki, Zvonimir Boban, Dario Simic oder Igor Tudor. Zu den legendärsten kroatischen Spielern gehören Bernard Vukas (Hajduk Split, 59 Länderspiele, kroatischer Sportler des 20. Jahrhunderts), Frane Matosic (729 Tore in 739 Meisterschaftsspielen) und Franjo Wölfl (zwölfmaliger jugoslawischer Torschützenkönig in den fünfziger und sechziger Jahren). Auch an bekannten Trainern mangelt es in Kroatien nicht: Da wären zum Beispiel Tomislav Ivic (Meister in vier verschiedenen Ländern), Miroslav Blazevic (kroatischer Nationaltrainer 1996 und 1998), Mirko Jozic (gewann die FIFA Junioren-Weltmeisterschaft Chile 1987 mit Jugoslawien) und Branko Zebec (Trainer in Deutschland), um nur einige zu nennen.

Das FIFA Goal-Projekt

Am 24. August 2001 eröffnete FIFA-Präsident Joseph S. Blatter den neuen Hauptsitz des nationalen Verbands in Zagreb. Erworben wurde er mit Mitteln ais dem Finanziellen Förderprogramm der FIFA (FAP) und renoviert im Rahmen eines FIFA Goal-Projektes. Auch die IT-Systeme wurden auf den neusten Stand gebracht, um die regionalen Verbände sowie die Vereine der ersten, zweiten und dritten Liga elektronisch miteinander zu vernetzen. Da Kroatien auch eine lange Tradition in der Jugendarbeit hat, wurden in den verschiedenen Altersklassen zahlreiche neue Wettbewerbe eingeführt. Auch im Frauenfussball sind beachtliche Verbesserungen erkennbar. Der technische und der taktische Standard haben sich in den vergangenen Jahren merklich erhöht. Während des Balkankrieges hat Kroatien viel zum Schutz des Sports getan und einer Reihe von nationalen Verbänden aus der Not geholfen. So konnte der Fussballverband Bosnien-Herzegowinas etwa vorübergehend die Einrichtungen des kroatischen Verbands nutzen, als die Kommunikationsinfrastruktur in Sarajewo zusammengebrochen war. Der Verband hat vor, sich für ein weiteres Goal-Projekt zu bewerben und in naher Zukunft ein Technisches Zentrum zu bauen.

Goal in Zahlen

2001
Projekt: Renovierung des Hauptsitzes des nationalen Verbans, Computersysteme in Zagreb
Gesamtkosten: 449.600 US-Dollar
Projektgenehmigung: 4. Juli 2001
Finanzierungsbeitrag FIFA Goal: 400.000 US-Dollar
Status: Eröffnet am 24. August 2001
Finanzierungsbeitrag Finanzielles Förderprogramm: 49.600 US-Dollar

Finanzielles Förderprogramm (FAP)
Verwendung von FAP-Mitteln (2003 - 2006)
Jugendfussball – 46 %
Infrastruktur – 25 %
Frauenfussball – 12 %
Schiedsrichterwesen – 7 %
Planung und Administration – 4 %
Sportmedizin – 3 %
Technische Entwicklung – 3 %

Das Finanzielle Förderprogramm (FAP) wurde 1999 von der FIFA zur gleichen Zeit wie das Goal-Programm ins Leben gerufen und ist zu einem Eckpfeiler in der Entwicklung des Fussballsports geworden. Ende 2003 überarbeitete das Exekutivkomitee der FIFA die FAP-Bestimmungen und legte fest, dass von nun an eine Jahresplanung für die Nutzung von FAP-Mitteln sowie jährliche Audits für die beteiligten Verbände und Konföderationen obligatorisch wurden. Im Rahmen des Finanziellen Förderprogramms werden den Verbänden und Konföderationen jährlich insgesamt USD 67 Mio. für die Entwicklung des Fussballsports zugeteilt. Damit ist es das bedeutendste Förderprogramm der FIFA.

Weitere Entwicklungsaktivitäten der FIFA (2002 - 2006)

FIFA FUTURO III: Frauenfussball-Seminar
Workshop für langfristige Planung
Gesprächsrunden: Jugendakademien, Kunstrasen. Fernsehrechte/Neue Medien
Jährlicher Bericht über Entwicklungsaktivitäten und Trends