FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

11 Juni - 11 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™

Koren: "Noch feiern wir nicht"

Robert Koren of Slovenia celebrates after scoring
© Getty Images

Obwohl er das Tor geschossen hat, durch das sein gerade einmal zwei Millionen Einwohner zählendes Land einen historischen Sieg bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ erreichte, erklärt der slowenische Mannschaftskapitän Robert Koren nach der Partie gegenüber FIFA.com, sein Team werde jetzt keineswegs schon zum Feiern übergehen.

"Wir freuen uns und ich bin stolz darauf, dass ich den Treffer erzielt habe und Mannschaftskapitän bin", erklärt er im Peter-Mokaba-Stadion von Polokwane. Koren erzielte am Sonntag in der 79. Minute den Siegtreffer zum 1:0 gegen Algerien. "Es ist schon eine ganz große Sache für so ein kleines Land, überhaupt bei einer Weltmeisterschaft dabei zu sein. Und dann auch noch gleich drei Punkte zu machen, das ist schon toll. Aber noch stehen zwei Spiele an, und wir hoffen, auch dort die richtigen Ergebnisse zu erzielen und die Gruppenphase zu überstehen."

"Wir werden nicht zu viel feiern", meint er lächelnd, als er nach der überraschenden Tabellenführung seines Teams in Gruppe C vor England und den USA gefragt wird. Beide Mannschaften haben nach dem 1:1-Unentschieden im direkten Aufeinandertreffen am Vorabend einen Punkt auf dem Konto. Der Rest des Teams kam auch Stunden nach dem Abpfiff nicht aus der Kabine, in der ausgelassene Stimmung herrschte, obwohl man über die 0:1-Niederlage der Serben gegen Ghana enttäuscht war. Schließlich gehörten beide Länder früher zu Jugoslawien. Für Koren war der manchmal etwas lässig wirkende Auftritt bei der siegreichen Partie gegen Algerien darauf zurückzuführen, dass man sich zunächst einmal eingewöhnen musste. Er zeigte sich allerdings sehr erfreut darüber, dass es seinem Team gelungen ist, aus dem Platzverweis von Abdelkader Ghezzal in der 73. Minute Kapital zu schlagen.

"Ich war überrascht, dass sie selbst nach dem Platzverweis noch so viel Druck nach vorn gemacht haben, so dass sich hinten Lücken auftaten", erklärt er und lobt die Afrikaner für ihre Zweikampfstärke und gute Taktik. Dann beschreibt er den entscheidenden Augenblick. "Nachdem Algerien die Rote Karte kassiert hatte, haben wir unser System etwas umgestellt, und ich habe im Mittelfeld mehr Druck nach vorn gemacht. Ich kam nach einem schnellen Zuspiel an den Ball. Ich drehte mich, und unsere beiden Stürmer waren auf dem Weg nach vorn, die Verteidiger folgten ihnen. Dann sah ich die Lücke. Ich zielte ins lange Eck."

"Als ich abzog, wusste ich sofort, dass ich den Ball richtig getroffen hatte, aber ich dachte, er käme nicht nah genug an den langen Pfosten. Allerdings hatten wir gestern den Treffer gegen England gesehen, also dachte ich: 'Wer weiß, vielleicht klappt's ja doch'. Das ist nicht leicht für einen Torwart und ich glaube, er war überrascht. Wir hatten Glück und waren am Ende sehr zufrieden. Wir denken nicht wirklich über die anderen Teams in der Gruppe nach oder darüber, wo sie stehen", fährt er fort. "Unser Spiel war heute ganz in Ordnung, aber der Sieg gibt uns auf jeden Fall Selbstvertrauen für die beiden nächsten Gruppenspiele, in denen wir gegen zwei sehr gute Teams antreten müssen."

Für Koren ist die Begegnung mit den USA am Freitag in Johannesburg die Schlüsselpartie. "Wir haben uns mit der gesamten Mannschaft die Partie der USA gegen England angeschaut", erklärt er. "Natürlich erwarten alle, dass England weiterkommt, aber wir werden alles daran setzen, im nächsten Spiel gegen die USA zu punkten und unsere Lage damit noch zu verbessern."

"Beide Mannschaften haben sehr kräftezehrend gespielt. Beide Teams haben gute und schlechte Seiten gezeigt. Ich bin sicher, dass wir sie nun gemeinsam mit dem Trainer noch näher unter die Lupe nehmen werden. Aber zunächst einmal haben wir selbst gezeigt, dass wir eine gute Mannschaft sind. Bevor man nicht so ein enges Spiel bestritten hat, weiß man nicht wirklich, wo man steht. Jetzt wissen wir, dass wir in der Lage sind, andere Mannschaften unter Druck zu setzen."

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