FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™

21 November - 18 Dezember

Burkina Faso

Kaboré hat noch ehrgeizige Ziele

Mohammed Rabiu Alhassan of Ghana is tackled by Kabore Charles (R) of Burkina Faso
© Getty Images
  • Charles Kaboré ist Teamkapitän von Burkina Faso
  • Mit 94 Einsätzen ist er Rekordnationalspieler des Landes
  • Ziele: 100 Länderspieleinsätze und sechste Teilnahme am Nationenpokal

Charles Kaboré kennt das Nationalteam Burkina Fasos wie seine eigene Westentasche. Mit 94 Länderspieleinsätzen hat er mehr auf dem Konto als jeder andere Fussballer des Landes. In seiner mittlerweile 14 Jahre andauernden Länderspielkarriere hat er fast alles erlebt und unter anderem fünfmal am CAF Afrikanischen Nationen-Pokal teilgenommen, bei dem er 2013 sogar einmal im Finale stand. Ob es ihm vergönnt sein wird, einmal im grünen Trikot an einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ teilzunehmen, ist allerdings fraglich.

"Für Teams vom Kaliber von Burkina Faso bietet sich die Chance, sich zu qualifizieren, vielleicht einmal alle zwanzig Jahre. Als sie sich mir geboten hat, habe ich sie nicht ergriffen", erklärt er am Mikrofon von FIFA.com. Er bezieht sich dabei auf die knappe Niederlage gegen Algerien in der Playoff-Runde der Qualifikation für Brasilien 2014. "Ich bedaure das immer noch sehr. Das war meine Chance. Weitere wird es für mich nicht geben. Allerdings setze ich große Hoffnungen in die Zukunft der Nationalmannschaft."

In der zweiten Runde der Afrika-Qualifikation für Katar 2022 trifft das Team erneut auf Algerien und darüber hinaus auf Niger und Dschibuti. Diese Duelle wird das Team wohl aber ohne Kaboré absolvieren. "Burkina Faso muss ein neues Kapitel aufschlagen. Für die Spieler meiner Generation ist die Zeit abgelaufen. Wir haben das Land gut vertreten. Jetzt steht eine neue, gute Generation in den Startlöchern und muss ihre Chance bekommen."

"Es gibt eine ganze Reihe von jungen Talenten aus Burkina Faso, die überall verstreut sind. Außer Bertrand Traoré (Olympique Lyon) denke ich da noch an Lassina Traoré (Ajax Amsterdam) oder Edmond Tapsoba (Bayer Leverkusen), um nur einige von ihnen zu nennen. Sie können uns zur Weltmeisterschaft bringen. Davon bin ich überzeugt", fügt er hinzu. "Das wird wohl ohne mich passieren, denn die Qualifikation habe ich abgehakt. Das gilt aber nicht für die Nationalmannschaft!"

Traum vom grünen Trikot

Kaboré feiert auf Vereinsebene in Russland Erfolge, wo er 2019 nach sechs Spielzeiten bei FK Krasnodar zu Dinamo Moskau wechselte. Die emotionalsten Momente hat er allerdings mit seinem Nationalteam erlebt. Der 32-jährige Mittelfeldspieler ist überzeugt davon, dass er noch einige weitere vor sich hat: "Dieses Trikot zu tragen, war immer ein Traum für mich. Ich habe zuerst darauf hingearbeitet und diesen Traum dann gelebt. Als Kind habe ich kein einziges Spiel der *Etalons* verpasst. Heute genieße ich es immer noch, dass ich die Chance habe, um einen Platz zu konkurrieren. Ich wäre 2021 sehr gern zum sechsten Mal beim Nationen-Pokal dabei."

Der Kurs steht also fest, die Segel sind gesetzt. Der Ehrgeiz des Kapitäns ist durchaus verständlich, denn schließlich hat er im afrikanischen Königswettbewerb seine größten Erfolge gefeiert. "Der Nationen-Pokal 2013 gehört auf jeden Fall zu meinen schönsten Erinnerungen. Wir hatten keine herausragende Mannschaft, aber dafür einen großen Teamgeist. Es war wirklich schön, mit diesem Team ein Finale zu spielen!", meint er rückblickend. "Ich habe auch gute Erinnerungen an unseren schönen Auftritt beim Nationen-Pokal 2017, den wir mit einem dritten Platz gekrönt haben. Damals haben wir unsere Spiele mit Bravour gewonnen!"

Diese beiden Auftritte sind bis heute die besten in der Geschichte des Nationalteams von Burkina Faso. Damit hat Kaboré, der Führungsspieler dieser Generation, seinen Platz im Pantheon des burkinischen Fussballs bereits sicher. Allerdings könnte er in den nächsten Monaten durchaus weiter Fussballgeschichte schreiben: "Bisher hat noch kein burkinischer Spieler 100 Länderspiele erreicht. Das ist ein schönes Ziel. Ich werde alles daran setzen, es zu erreichen", meint er abschließend.

Charles Kabore of Burkina Faso
© Getty Images

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