FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

9 Juni - 9 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™

Junge Schweizer Garde ist hungrig auf mehr

Wer hätte das vor Beginn der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™ gedacht? Die Schweiz setzte sich in ihrer Gruppe G als Tabellenerster durch und verdrängte Mannschaften wie den ehemaligen Weltmeister Frankreich oder das Überraschungsteam von 2002, die Republik Korea, auf die Plätze. Im Achtelfinale treffen die Eidgenossen nun im FIFA WM Stadion Köln auf die Mannschaft der Ukraine.

Die Schweiz konnte den Franzosen - wie schon in der WM-Qualifikation - ein 0:0 abringen. Es folgten zwei 2:0-Siege gegen Togo und die Republik Korea, was den Achtelfinaleinzug perfekt machte. Das Team der Ukraine landete in Gruppe H auf dem zweiten Platz hinter Spanien und konnte Tunesien und Saudiarabien hinter sich lassen. Die Mannschaft von Oleg Blokhin hatte jedoch zunächst Anlaufschwierigkeiten und drohte, beim ersten WM-Auftritt unter die Räder zu kommen. Im ersten Spiel unterlagen sie den Spaniern mit 0:4, machten diese Schlappe jedoch gegen Saudiarabien mit dem gleichen Ergebnis wieder wett. Zum Abschluss setzten sich die Osteuropäer knapp mit 1:0 gegen Tunesien durch und sicherten sich so den Platz unter den letzten 16.

Spielkleidung

Schweiz: Trikot: Rot, Hose: Weiß, Stutzen: Rot

Ukraine: Trikot: Gelb, Hose: Gelb, Stutzen: Gelb

Die Teams unter der Lupe:

Die Schweizer Defensive erwies sich in diesem Turnier bislang als das Maß aller Dinge. Nicht einen einzigen Gegentreffer ließen Torwart Pascal Zuberbühler und seine Vorderleute zu. Eine beeindruckende Bilanz, und geht es nach den Eidgenossen, soll diese Null auch noch nach dem Achtelfinale stehen. Doch auf einen wichtigen Eckpfeiler im Team müssen sie allerdings verzichten: Phillippe Senderos kugelte sich im Spiel gegen die Republik Korea die Schulter aus und fällt für den Rest der WM aus. Für den Abwehrspieler, der für die Führung gegen Korea sorgte, könnte Jungstar Johan Djourou ins Team rücken. Er vertrat Senderos bereits gegen Korea 37 Minuten lang und machte seine Sache dabei sehr gut.

Auf Seiten der Ukraine, die sich nach der Auftaktpleite wieder gefangen hat, plagen Trainer Oleg Blokhin Sorgen in der Abwehr. Mit Andriy Rusol und Vyacheslav Sviderskyi fallen gleich beide Innenverteidiger aus. Die beiden Abwehrspieler holten sich im Spiel gegen Tunesien die jeweils zweite Gelbe Karte ab und müssen im Achtelfinale zuschauen.

Bisherige Begegnungen beider Teams

Das Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in Köln ist das erste dieser Art. Beide Teams haben auf diesem Level noch nie gegeneinander gespielt. Im Juniorenbereich gab es bereits ein Duell bei der UEFA U-19-Europameisterschaft, bei der man sich mit 0:0 trennte. Sieben Spieler waren 2004 dabei, die auch bei der diesjährigen FIFA WM 2006™ im Kader sind: auf Schweizer Seite sind dies Blerim Dzemaili, Valon Behrami und Johan Djourou, bei der Ukraine sind es Bohdan Shust, Dmytro Chigrynskyi Dmytro, Oleksandr Iatsenko und Artem Milevskiy.

Das Duell des Spiels

Das Duell des Spiels dürfte zweifelsfrei das Aufeinandertreffen der beiden Toptorjäger Alexander Frei und Andriy Shevchenko sein. Der Ukrainer ist einer der Superstars der internationalen Fussballszene und wurde 2004 zu Europas Fussballer des Jahres gewählt. Der Stürmer, der nach der WM vom italienischen Klub AC Mailand nach England zum FC Chelsea wechselt, erzielte seit 1998 ganze 18 Tore in Qualifikationsspielen für FIFA Fussball-Weltmeisterschaften™ . Im laufenden Turnier traf der Topstürmer bereits zwei Mal ins Schwarze.

Auf der Gegenseite stürmt Alexander Frei, der für den französischen Klub Stade Rennes auf Torejagd geht. Auch der 26-Jährige traf bei dieser WM-Endrunde bereits zwei Mal in die Maschen und wurde in den Spielen gegen Togo und die Republik Korea von der Technischen Studien-Gruppe der FIFA (TSG) jeweils zum Anheuser Busch Bud Man of the Match gewählt. Frei traf in WM-Qualifikationsspielen zwölf Mal, davon allein sieben Mal auf dem Weg zur FIFA WM 2006™. Von beiden Spielern wird es entscheidend abhängen, ob der Einzug ins Viertelfinale gelingt.

Stimmen zum Spiel

Jakob "Köbi" Kuhn (SUI): Wer weiterkommen will, muss gewinnen. Wir treffen auf einen starken Gegner, sind aber selbstbewusst genug, eine weitere Runde zu überstehen. Ob es reicht, weiss ich nicht. Lust dazu haben wir auf jeden Fall.

Oleg Blokhin (UKR): Wir wollten ins Achtelfinale, und wir sind im Achtelfinale. Unser erstes Ziel haben wir erreicht. Jetzt heißt es abwarten.