FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

11 Juni - 11 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™

Jubel in Neukaledonien und Vanuatu

Während Neukaledonien als frisch gebackener Sieger der diesjährigen Südpazifik-Spiele zu Ruhm und Titelehren kam, darf sich auch noch der Drittplatzierte aus Vanuatu freuen: Schließlich steht die Mannschaft damit in der nächsten Qualifikationsrunde zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™. Dagegen herrschte beim Team der Salomon-Inseln tiefe Depression. Die Mannschaft, die vor 12 Tagen als Favorit in das Turnier der acht Mannschaften gestartet war, unterlag auch im Spiel um Platz drei und verpasste damit nicht nur das Siegertreppchen, sondern auch die nächste Qualifikationsrunde der Ozeanien-Zone, die ausschließlich den ersten Drei der Südpazifik-Spiele vorbehalten ist.

Das Team aus Neukaledonien hatte sich seinen Platz in dieser nächsten Runde - die im Oktober stattfindet und an der auch Neuseeland teilnehmen wird - bereits durch das Erreichen des Finales gesichert. Damit brechen aufregende Zeiten an für ein Land, das erst seit drei Jahren FIFA-Mitglied ist und das zum ersten Mal an einer FIFA WM-Qualifikation teilnimmt. Nach dem dramatischen Sieg über die Salomon-Inseln im Halbfinale am Mittwoch sicherte sich die Mannschaft den Südpazifik-Titel mit einem 1:0-Sieg über Fidschi, die nach den Gruppenspielen dank des wesentlich besseren Torverhältnisses (25 gegen 6) mit deutlichem Abstand die Gruppe A gewinnen konnten.

Der entscheidende Moment der Begegnung im Toleafoa J.S. Blatter Complex in Apia kam in der 61. Minute, als Fidschi einen Freistoß nicht aus der Gefahrenzone befördern konnte und Jose Hmae, einer von nur zwei in Übersee aktiven Spielern Neukaledoniens, den Ball ins Tor jagte - sehr zur Freude seiner Teamkameraden und Trainer Didier Chambaron.

Chambarons Mannschaft erwischte bei strömendem Regen den besseren Start: Kurz nach Anpfiff zwang Adolphe Boaoutho Fidschis Torhüter Simione Tamanisau mit einem 30-Meter-Schuss zu einer Rettungstat, doch Tamanisau konnte den Ball noch an die Querlatte lenken. Als Tamanisau eine Flanke von Yohann Mercier unterlief - derselbe Spieler übrigens, der beim begeisternden 3:2-Sieg gegen die Salomon-Inseln kurz vor Schluss das entscheidende Tor erzielt hatte - bot sich Iamel Kabeu die Riesenchance zur Führung, doch er verzog den Ball.

Aber auch die Elf aus Fidschi kam zu Chancen. Doch als sich Osea Vakatalesau eine Einschussmöglichkeit bot, reagierte Marc Ounemoa großartig und lenkte den Ball nach rechts ab. Neukaledonien präsentierte sich jedoch über das gesamte Spiel wesentlich druckvoller, und nachdem Adolphe Boaoutho sich gegen vier Mann durchgesetzt und den Ball nur knapp über die Querlatte gejagt hatte, verpasste Pierre Wajoka eine weitere Torchance für das Team.

Nach dem Rückstand warf die Elf aus Fidschi dann zwar alles nach vorn, aber Neukaledonien hielt dem Druck stand - auch dank einer akrobatischen Rettungstat von George Wadenges auf der Linie. Und nachdem auch noch die Nachspielzeit glücklich überstanden war, konnte das Team die insgesamt fünfte Goldmedaille bei Südpazifik-Spielen feiern - und die gelungene Revanche für die 0:2-Niederlage gegen die damaligen Gastgeber aus Fidschi beim letzten Turnier vor vier Jahren.

Chambaron meinte nach dem Spiel: "Das war ein großartiger Sieg. Wir haben sehr stark verteidigt und ein gutes Spiel gezeigt. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft."

Im zuvor ausgespielten Match um Platz drei brachte Seule Soromon mit seinem Treffer in der Nachspielzeit der ersten Hälfte Vanuatu auf den Weg in Richtung Bronzemedaille - unter tätiger Mithilfe der nachlässigen Hintermannschaft der Salomon-Inseln.

Kurz nach Wiederanpfiff hieß es 2:0, als Francois Sakama mit einem wunderbaren Volleyschuss erfolgreich war. Doch die Salomon-Inseln hätten noch einmal ins Spiel zurückkommen können: Nachdem Benjamin Totori einen Fernschuss mitten durch die Verteidigung Vanuatus jagen wollte, bekam er einen Elfmeter für ein Handspiel zugesprochen. Aber Torhüter Chikau Mansala ahnte die richtige Ecke und brachte Commins Menapi um den Anschlusstreffer.

Beinahe wären die Salomon-Inseln noch weiter in Rückstand geraten, doch David Taro konnte auf der Linie klären. Und auch auf der anderen Seite kam es noch einmal zu einer ähnlichen Rettungstat: Nach einer Ecke von Judd Molea brachte Godwin Bebeu einen wuchtigen Kopfstoß aufs Tor, doch der auf der Torlinie postierte Derek Malas vereitelte den Anschlusstreffer.

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