FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™

14 Juni - 15 Juli

FIFA Fussball-WM 2018™

Italien & Spanien siegen auswärts - Österreich & Wales patzen

Spain's Nolito (L) and Sergio Ramos (R) celebrate after scoring
© AFP

TAGESRÜCKBLICK – Ist Andriy Yarmolenko vielleicht heimlich bei Ronaldinho in die Lehre gegangen? Kann es für Verteidiger eine schwerere Aufgabe geben, als die Bewachung von Aleksandar Mitrovic? War der märchenhafte Erfolg der Isländer bei der UEFA EURO 2016 tatsächlich nur ein Märchen? Gibt es in Europa einen Spieler, der noch besser per Kopf treffen kann als Gareth Bale? Und hat schon jemand Paolo Di Canio gesteckt, dass er nicht der Einzige ist, der mit technisch anspruchsvollen Volleyschüssen treffen kann?

Wir wissen die Antworten auf all diese Fragen nicht. Ganz sicher wissen wir aber, dass am heutigen Abend die Isländer, die Iren, die Italiener, die Serben und die Spanier zufrieden sein werden. FIFA.com fasst einen überaus unterhaltsamen Spieltag in Europa zusammen.

Die Ergebnisse Gruppe D: Moldau – Republik Irland 1:3, Serbien - Österreich 3:2, Wales - Georgien 1:1
Gruppe G: Albanien – Spanien 0:2, EJR Mazedonien – Italien 2:3, Israel – Liechtenstein 2:1
Gruppe I:Finnland – Kroatien 0:1, Island - Türkei 2:0, Ukraine - Kosovo 3:0

Das Spiel des TagesEJR Mazedonien – Italien 2:3
Tore: Nestorovsdki (57.), Hasani (59.) für EJR Mazedonien; Belotti (24.), Immobile (75., 92.)

Andrea Belotti brachte Italien mit einem perfekten Volleyschuss in Führung. Dass sich daran bis zur Pause nichts änderte, war aus Sicht der Mazedonier sehr unglücklich. Doch in der zweiten Halbzeit zahlte sich dann das druckvolle Spiel aus und die Gastgeber gingen durch zwei Treffer in kurzer Folge in Führung. Auch danach beschränkten sich Goran Pandev und Co nicht darauf, den Vorsprung zu verteidigen, sondern stürmten munter weiter. Die Italiener mussten sich ein ums andere Mal bei Gianluigi Buffon bedanken, der auch mit 38 Jahren noch über herausragende Reflexe verfügt. Ganz Mazedonien träumte bereits von einem Sensationserfolg, als Ciro Immobile kaum 15 Minuten vor Schluss für die Gäste ausglich. In der Nachspielzeit legte der Mann aus dem malerischen Ort Torre Annunziata dann noch einen Treffer nach und sorgte für lange Gesichter auf Seiten Mazedoniens.

Die anderen PartienAlbaniens Torhüter Etrit Berisha brachte in der ersten Halbzeit mit zahlreichen Glanzparaden die spanischen Angreifer schier um den Verstand. Doch dann leistete er sich einen Patzer, den der Weltmeister von 2010 zur Führung nutzte. David Silva überließ den Torschuss selbstlos seinem Mitspieler Diego Costa. Nolito sorgte mit dem zweiten Treffer für Spanien nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung für die Entscheidung. Spanien liegt in der Tabelle aufgrund der besseren Tordifferenz weiterhin von Italien. Mit nur einem Punkt Rückstand folgen Albanien und Israel. Tomer Hemed erhöhte seine Ausbeute auf 15 Treffer in 21 Länderspielen und sicherte dem Team von Elisha Levy vor eigenem Publikum in Israel einen knappen 2:1-Sieg gegen Liechtenstein.

Bale rückte mit einem weiteren Kopfballtreffer in der Liste der besten walisischen Torjäger bis auf drei Treffer an Ian Rush heran. Das allerdings war auch schon das einzig Positive, das die Dragons an diesem Abend vermelden konnten. Tornike Okriashvili erzielte den Ausgleich für die Gäste, bevor Levan Mchedlidze eine Großchance vergab und Valeri Kazaishvili die Kugel an die Latte setzte. Am Ende war die Punkteteilung für die walisischen Gastgeber eher schmeichelhaft. Ein Team vom anderen Ufer der Irischen See machte es deutlich besser. James McLean steuerte zwei Treffer zum klaren 3:1-Sieg der Republik Irland in Chisinau bei. Gemeinsam mit Martin O'Neills Iren liegt Serbien in Gruppe D an der Spitze. In der packenden Partie gegen Österreich mussten die Serben zwei Mal den Ausgleich hinnehmen, bevor sie sich am Ende mit 3:2 durchsetzten. Aleksandar Mitrovic schoss das erste und köpfte das zweite Tor für die Gastgeber. Den entscheidenden Treffer erzielte schließlich Dusan Tadic mit einem technisch höchst anspruchsvollen Volleyschuss.

Kroatien und Island liegen mit nun sieben Punkten aus den ersten drei Spielen an der Spitze der Gruppe I. Mario Mandzukics Kopfballtor bescherte den Schützlingen von Ante Cacic den Sieg im finnischen Tampere, während Alfred Finnbogason mit einem sehenswerten Volleytreffer zum 2:0-Heimsieg der Isländer gegen die Türkei beitrug. Auf Platz drei folgt die Ukraine mit fünf Zählern. Deren Sieg gegen Kosovo in Krakow war zu erwarten. Beim 3:0-Erfolg erzielten Andriy Yarmolenko und Ruslam Rotan zwei Traumtore.

Der Spieler des Tages"Mitrovic muss nicht unbedingt Tore schießen, um der beste Akteur auf dem Platz zu sein. Er jagt auch scheinbar verlorenen Bällen hinterher, setzt die Verteidiger unter Druck, ist in der Luft stark und bringt immer wieder seine Teamkameraden ins Spiel", lobte Serbiens Trainer Slavoljub Muslin im Vorfeld des österreichischen Gastspiels in Belgrad. Der 22-Jährige erfüllte all diese Erwartungen und erzielte sogar noch zwei Tore!

Die Zahl des Tages89 Prozent lautet die Erfolgsquote von Mario Mandzukic für Kroatien seit Jahresbeginn. Nicht schlecht wenn man bedenkt, dass ihm bei der UEFA EURO 2016 kein Treffer gelang. Für sein jüngstes Tor schuldet der 30-Jährige seinem Mitspieler Andrej Kramaric allerdings ein Bier, denn der Schuss des 25-Jährigen wäre auch in die Maschen geflogen, wenn der Juve-Stürmer seinen Kopf nicht mehr an den Ball bekommen hätte. Kramaric hatte bereits abgedreht und 'sein' Tor bejubelt. Nach dem Spiel musste er dann feststellen, dass der Treffer seinem Teamkameraden zugeschrieben worden war! Es war Mandzukics achtes Tor in seinen letzten neun Länderspielen. Damit hat er nun 28 Tore auf dem Konto und nur eines weniger als Eduardo da Silva, der in der ewigen Torschützenliste Kroatiens auf Platz zwei liegt. Der erfolgreichste Torjäger Kroatiens ist mit 45 Treffern Davor Suker, der 1998 in Frankreich mit Kroatien WM-Dritter wurde.

Hätten Sie's gewusst?Nach zwei Gegentoren innerhalb von 142 Sekunden sah es so aus, als könnte Italien erstmals seit 53 WM- oder EM-Qualifikationsspielen wieder eine Niederlage kassieren. Dann jedoch wurde Immobile zum Retter der Azzurri.

Mehr zu diesem Thema erfahren

Empfohlene Artikel