FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

9 Juni - 9 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™

Gruppe D: Portugal souverän, Mexiko mit Mühe im Achtelinale

Die beiden nach der FIFA/Coca-Cola Rangliste bestplatzierten Teams dieser Gruppe (Portugal auf Rang 7 und Mexiko auf Platz 4) haben sich erwartungsgemäß für das Achtelfinale qualifiziert. Die Mannschaft von Erfolgstrainer Luiz Felipe Scolari gewann alle drei Vorrundenspiele. Damit stellte der brasilianische Coach der Portugiesen einen neuen Rekord auf. In zehn Spielen in Folge, die er im Verlauf von FIFA-Weltpokal-™-Turnieren von der Trainerbank aus leitete, ist er nunmehr bereits ohne Niederlage geblieben. Mexikos Einzug in die nächste Runde erwies sich indes schwieriger als erwartet. Die Mannschaft Angolas gab ihrerseits ein beeindruckendes WM-Debüt (zwei Unentschieden und eine knappe Niederlage). Iran ließ zwar einige Lichtblicke im Offensivbereich erkennen, konnte jedoch keine beständigen Leistungen zeigen.

Im Achtelfinale trifft Portugal am 25. Juni auf die Niederlande, während es die Mexikaner am 24. Juni in Leipzig mit Argentinien zu tun bekommen.

Portugal auf der Erfolgsspur

Mit einem Luis Figo als Spielmacher, der sich zudem in einer blendenden Form befindet, sowie mit einem Deco, der im Mittelfeld geschickt die Fäden zieht und gleichzeitig für Torgefahr sorgt, besitzen die Portugiesen zurzeit beste Voraussetzungen, um es in Deutschland 2006 noch weit zu bringen. Im Moment lebt die Mannschaft sichtlich von der Entschlossenheit und Disziplin à la Scolari. Diese versetzt sie in die Lage, eine Führung auch zu verteidigen und nicht noch aus der Hand zu geben, so wie es noch vor gar nicht langer Zeit häufig der Fall war.

Das harmonische Miteinander zweier unterschiedlicher Spielergenerationen brachte eine Mischung von Pragmatismus und schönem Spiel hervor, die Portugal faktisch vom Außenseiter zum Geheimfavoriten avancieren ließ. Die Mexikaner, die mit großen Ambitionen nach Deutschland gekommen waren, leisteten bisher nur das Nötigste. Allerdings zeigten sie im letzten Gruppenspiel gegen Portugal, dass sie ihre Möglichkeiten noch nicht voll ausgeschöpft haben und wohl noch über Reserven verfügen. Mit etwas mehr Glück hätten sie gegen Portugal auch ein Remis verdient gehabt.

Angola hat viel dazu gelernt

Angola war erstmals bei einer FIFA Weltpokal™-Endrunde dabei und musste zur Kenntnis nehmen, dass bei diesem Turnier auch der geringste Fehler teuer bezahlt werden muss. Nachdem sie durch den frühen Treffer von Pauleta (4. Min.) gleich zu Beginn der Partie gegen Portugal eiskalt erwischt worden waren, konnten sich die Angolaner in den beiden folgenden Spielen wieder erholen und zwei viel beachtete Unentschieden ertrotzen. Mit ein bisschen mehr Druck in der Offensive hätten sie durchaus eine Chance gehabt. Das Team aus Iran konnte bei seiner inzwischen dritten WM-Teilnahme nur einen einzigen Punkt verbuchen. Obwohl das iranische Mittelfeld ausgezeichnet besetzt war, besiegelten Nachlässigkeiten in der Abwehr letztlich das WM-Aus.

Bestes Spiel: Angola – Portugal 0:1

Die Afrikaner, die in ihrer ersten Partie bei einer FIFA-Weltpokal™-Endrunde überhaupt völlig unbekümmert aufspielten, sorgten für einen insgesamt gelungenen Turnierauftakt. Sie gerieten zwar durch ein sehenswertes Tor von Pauleta schon früh in Rückstand, waren den Portugiesen danach aber über weite Strecken ebenbürtig. Mit etwas mehr Abgebrühtheit hätten sie zumindest den Ausgleich erzielen können. Eines ist jedoch sicher. Dieses Spiel hat die 45.000 Zuschauer im FIFA WM-Stadion Köln bis zur letzten Minute in Atem gehalten.