FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™

12 Juni - 13 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™

Glaube und Fussball auf dem Corcovado

Aerial view of the Christ the Redeemer statue atop Corcovado Hill and the Mario Filho (Maracana) stadium
© AFP

Es ist ein Pflichtbesuch. Wer sich in Rio de Janeiro aufhält, macht einen Ausflug zum Morro del Corcovado. Die Aussicht ist beeindruckend. Ein Foto unvermeidlich. In der Kapelle zu Füßen der imposanten Christus-Statue begegnet man Pater Omar Ouso. Er leitet die Gottesdienste und segnet die Gläubigen.

"Ich arbeite im Cristo Redentor, der VIP-Kabine diese wunderbaren Stadt Rio, am schönsten Ort der Welt." So stellt sich die beliebte Persönlichkeit vor der Kamera der FIFA vor, die ihm einen Besuch abstattete, um ihn etwas näher kennenzulernen.

Die Touristenströme sind zu jeder Jahreszeit beträchtlich, doch anlässlich der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ haben sie sich vervielfacht. "Es ist ein Ort der multikulturellen Begegnung, wo wir auf Tausende von Menschen treffen. Und wir Brasilianer empfangen sie wie der Redentor - mit offenen Armen", erklärt der Mönch.

Die Pilger sind in diesen Wochen ein besonders bunter Haufen. Trotz der hohen Temperaturen tragen sie Schals, Perücken und die verschiedensten Verkleidungen. Doch sie verfolgen alle die gleiche Mission - unabhängig von den obligatorischen Schnappschüssen, die über die sozialen Netzwerke geteilt werden. "Es ist sehr interessant, den Glauben der Menschen zu beobachten. Alle kommen, um zu Christus zu beten. Sie bitten um den Segen für ihre Mannschaften, deshalb sind schon alle Teams gesegnet", sagt er lachend.

Mann des Glaubens. Ein Leben, das Gott gewidmet ist. Doch unter der weißen Arbeitskleidung trägt er noch andere Farben. "Man kann leicht erkennen, dass die Leidenschaft meines Lebens Gott, der Glauben und die Religion sind. Doch es gibt auch eine andere Leidenschaft in meinem Herzen, die mich sehr motiviert: Der Fussball. Die Leidenschaft für den Fussball Brasiliens und von Fluminense."

Wenn er seinen Dienst in den Messen und die Segnungen in seiner privilegierten Kapelle beendet hat, streift Pater Omar das dreifarbige Trikot von Flu über und trainiert ein wenig. Rechter Flügel. In der Abwehr. "Ich bin ein bisschen dicklich, ich meine kräftig. (lacht) Das hilft mir beim Verteidigen, ich bin nicht leicht zu überwinden. Außerdem habe ich einen kräftigen Schuss und kann das Spiel leiten."

Und sein Beruf verschafft ihm auf dem Platz einige zusätzliche Vorteile: "Alle wissen, dass ich Priester bin, deshalb vermeiden sie Kraftausdrücke und schreien mich nicht an. Wenn ich einen Fehler mache, verzeihen sie mir", sagt er mit einem offenen Lächeln.

Ob er bei dieser WM an die Seleção *glaube? Er denkt, die Mannschaft sei ausgeglichen und bereit für den Kampf. Außerdem vertraue er auf das fussballerische Wissen von Luiz Felipe Scolari und Carlos Alberto Parreira. Und falls die *Verdeamarela die Trophäe nicht gewinnen sollte, gibt es für ihn nur eine einzige Alternative: "Ich werde Argentinien unterstützen. Es ist die Mannschaft des Papstes!"

Verpassen Sie nicht das Begleitvideo zu diesem Artikel, und lernen Sie Pater Omar kennen!

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