FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

11 Juni - 11 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™

Ghana für USA "eine Nummer zu groß"

Tim Howard of the United States looks dejected
© Getty Images

Für die U.S.-amerikanische Nationalmannschaft ist der großartige Lauf bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ vorbei, nachdem das Achtelfinalspiel gegen Ghana am Samstagabend in Rustenburg mit 1:2 nach Verlängerung verloren ging.

Nach den frühen Rückständen in der ersten Spielhälfte bzw. in der Verlängerung war den amerikanischen Spielern der Schrecken ins Gesicht geschrieben. Im Grunde kannten die USA diese Situation bereits aus ihren Gruppenspielen – mit dem einzigen Unterschied, dass es diesmal kein Happy End gab. "Das war für uns eine Nummer zu groß. Wir können solch magische Momente nicht erzwingen", sagte Torhüter Tim Howard nach der Niederlage in Anspielung auf die großartigen Aufholjagden der Stars and Stripes, die beim 1:1 gegen England und beim 2:2 gegen Slowenien jeweils in Rückstand lagen und sich erst mit einem Last-Minute-Treffer gegen Algerien den Sieg in Gruppe C sicherten.

Gegen die Ghanaer, die bereits in der fünften Spielminute durch Kevin Prince Boateng in Führung gegangen waren, schien sich das Schicksal der U.S.-Boys zu wiederholen, nachdem Landon Donovan in der zweiten Halbzeit per Elfmeter den Ausgleich erzielte. Doch ein großartiger Treffer von Asamoah Gyan kurz nach Beginn der Verlängerung beendete sämtliche Viertelfinalträume der Amerikaner. "Es darf einfach nicht ständig passieren, dass wir immer in Rückstand geraten", sagte Kapitän Carlos Bocanegra im Gespräch mit FIFA.com. Vor dem gestrigen Spiel im Royal-Bafokeng-Stadion mussten die USA auch gegen England und gegen Slowenien bereits nach vier bzw. 13 Minuten einem Rückstand nachlaufen. "Wir drängten auf den Ausgleich und versuchten, unser Glück zu erzwingen, doch leider sollte es diesmal nicht auf unserer Seite sein. Wir haben alles versucht, aber heute war einfach nicht unser Tag."

Mittelfeldstratege Michael Bradley gab zu, darauf gehofft zu haben, dass es im Achtelfinale genauso laufen würde wie in den vorangegangenen Spielen: "Wir mussten erneut einen frühen Gegentreffer hinnehmen, kämpften uns jedoch wieder zurück", sagte er. "Als wir den Ausgleich schafften, dachte ich, dass wir nun das Spiel an uns reißen würden und als Sieger vom Platz gehen könnten. Wir hatten einige gute Chancen, konnten diese jedoch nicht verwerten. Vom frühen Gegentreffer in der Verlängerung haben wir uns schließlich nicht mehr erholt."

Das zweite Tor war für die Abwehr der USA besonders bitter. "Ich weiß nicht, was dieser lange Ball gewesen sein soll – vermutlich ein Befreiungsschlag", sagte Bocanegra in Bezug auf André Ayews Zuspiel auf Gyan. "Der Ball ging einfach durch die Mitte durch – wir haben ihnen den Treffer praktisch geschenkt. Das ist wirklich frustrierend. Wir haben in diesem Turnier einfach zu viele unnötige Gegentreffer kassiert." Howard ärgerte sich auch über die Art und Weise, wie der Siegtreffer der Ghanaer zustande gekommen war: "Es ist einfach frustrierend, wenn man sich so ein Tor einfängt", sagte er. "Die Ghanaer liefen einfach mitten durch unsere Abwehr und erzielten die Tore. Selbst die besten Mannschaften kassieren Gegentreffer, doch bei diesen Teams muss man sehr viel dafür tun, um ein Tor zu erzielen. Bei uns war das nicht der Fall."

Doch sowohl Bocanegra als auch sein Kollege in der Innenverteidigung, Jay DeMerit, freuten sich darüber, die Offensive der Black Stars weitgehend im Griff gehabt zu haben, auch wenn sie nun mit hängenden Köpfen nach Hause fahren. "Sie hatten im Grunde nur zwei echte Torchancen, doch diese haben sie verwertet", sagte DeMerit. "Die Aufgabe einer Abwehr besteht darin, Tormöglichkeiten der gegnerischen Mannschaft zu verhindern. Ich denke, das ist uns eigentlich ganz gut gelungen, aber leider sind sie zwei Mal durchgekommen. Das war natürlich enttäuschend, denn wenn wir diese Chancen ebenfalls verhindert hätten, wären die Ghanaer nicht als Sieger vom Platz gegangen. Doch so ist das nun mal, damit müssen wir leben."

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