FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

9 Juni - 9 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™

Ghana freut sich auf Duell der Gegensätze mit Brasilien

An diesem Dienstag, den 27. Juni, treten Brasilien und Ghana zum Duell der Gegensätze im Achtelfinale der FIFA WM Deutschland 2006™ in Dortmund gegeneinander an. Die Seleção, die als großer Favorit zur WM gereist ist, um die Trophäe zum sechsten Mal zu gewinnen, trifft auf die möglicherweise größte Überraschung des Turniers. Die Begegnung wird um 17 Uhr mitteleuropäischer Zeit angepfiffen.

Spielkleidung

Brasilien: Gelbes Trikot, blaue Hosen, blaue Stutzen

Ghana: Weißes Trikot, weiße Hosen, weiße Stutzen

Ein Blick auf die Mannschaften

Nach dem zögerlichen Auftakt mit zwei Siegen, die den großen Glanz vermissen ließen, scheint die Mannschaft von Carlos Alberto Parreira mit dem 4:1-Sieg gegen Japan in der letzten Begegnung der Gruppe F nun zu gewohnter Stärke zurückgefunden zu haben.

Zwei positive Aspekte gilt es hervorzuheben: Die Rückkehr von Ronaldo, der seine Rolle als großer Star der Mannschaft offenbar wieder eingenommen und die alte Bestmarke von Gerd Müller als bester WM-Torschütze aller Zeiten egalisiert hat. Viel wichtiger ist aber, dass die Brasilianer von Spiel zu Spiel Fahrt aufnehmen. Das bestätigt, dass die Reservebank durchaus dem Vergleich mit der Startelf standhält.

Brasilien begann die Partie mit Robinho, Cicinho, Gilberto, Juninho und Gilberto Silva, zeigte einen sicheren Spielaufbau und ließ den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen. Da in der Mannschaft von Carlos Alberto Parreira keine Spieler vorbelastet sind, hat der Trainer bei der Suche nach der Startformation die Qual der Wahl.

Ghana (das als 48. der FIFA Weltrangliste zur WM reiste) wurde in einer Gruppe mit dem dreifachen Weltmeister Italien, der Tschechischen Republik und den USA, die den zweiten bzw. fünften Platz in der FIFA Weltrangliste einnehmen, nie als Favorit auf das Erreichen der nächsten Runde gehandelt. Obwohl die Ghanaer in ihrer Auftaktbegegnung gegen Italien ein starkes Spiel zeigten, gestaltete sich die Aufgabe vor dem zweiten Spieltag schwieriger, da die Tschechen die USA mit 3:0 vom Platz gefegt hatten und sich neben der Squadra Azzurra als der andere große Favorit herauskristallisierten. Durch ihre brillanten Spiele gegen die Tschechische Republik und die USA fuhren die Ghanaer zwei Siege ein und holten sich den zweiten Platz in ihrer Gruppe.

Die Ausgangslage der Black Stars, die hoffen, dass dieses Spiel alle anderen WM-Begegnungen in den Schatten stellen wird, könnte vor der Partie gegen den amtierenden Weltmeister nicht entspannter sein. Schließlich liegt der Druck eindeutig auf Seiten der Brasilianer. Ghana muss allerdings ohne Michael Essien auskommen, der in der ersten Runde zwei Mal die Gelbe Karte sah und folglich seine Sperre absitzt.

Das Duell: Kaká - Sulley Muntari

Kaká und Sulley Muntari werden sich im Mittelfeld ein interessantes Duell liefern. Die Hauptaufgabe des Spielers aus Ghana wird dabei sein, die Angriffsbemühungen des Brasilianers zu stoppen. Beide Spieler kennen sich gut. Schließlich standen sie sich schon in zahlreichen Begegnungen in der italienischen Liga und ein Mal mit den Nationalmannschaften gegenüber. Der Star des AC Mailand und der Spieler von Udinese trafen zum ersten Mal bei der FIFA-U-20-Weltmeisterschaft 2001 aufeinander. Es ging damals um den Einzug ins Viertelfinale. Ghana gewann die Partie mit 2:1.

Bisherige Begegnungen beider Teams

Die A-Nationalmannschaften Brasiliens und Ghanas trafen bis jetzt lediglich ein Mal aufeinander. Bei dem im März 1996 in São José do Rio Preto (São Paulo) ausgetragenen Spiel gewannen die Brasilianer mit 8:2.

Stimmen zum Spiel:

Carlos Alberto Parreira, Trainer Brasiliens: Ghana hätte schon früher bei einer WM dabei sein müssen. Sie haben sich verdient für das Achtelfinale qualifiziert. Sie haben ausgezeichnet gegen Italien gespielt (in der ersten Begegnung der Gruppe E) und haben eine technisch sehr starke Mannschaft. Sie sind eine afrikanische Fussballgroßmacht.

Ich habe die ghanaische Mannschaft zwischen 1967 und 1968 trainiert. Ich erinnere mich an den Afrikanischen Nationen-Pokal in Äthiopien. Ich habe sehr gute Erinnerungen an diese Mannschaft. Ich denke, dass es mehr als verdient ist, dass Ghana endlich bei einer WM dabei ist.

Ratomir Dujkovic, Trainer Ghanas: Ich glaube, dass wir sie (die Brasilianer) aufhalten können, da sie momentan nicht gerade überzeugend auftreten. Sie haben ausgezeichnete Einzelspieler in ihren Reihen, als Kollektiv läuft es aber nicht rund."

"Es ist besser, jetzt auf sie zu treffen, als erst im Finale. In einem Finale sind sie fast unbezwingbar. Da kann man nichts machen. Es ist sehr schwierig, diese ganzen brasilianischen Stars aufzuhalten. Wir müssen uns eine Strategie zurechtlegen, um sie zu bremsen und Tore zu erzielen.

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